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Sport aus Kelheim
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Judo

Abensberg gewinnt Viertelfinal-Hinkampf

Der Bundesligist schlägt Spremberg 11:3. Unterdessen wird die Liga vom Rückzug des Traditionsvereins Ettlingen überrascht.
Von Dieter Krelle, MZ

Erhält Sonderlob vom Trainer: TSV-Judoka Manuel Scheibel (in blau) Foto: Rutrecht

Spremberg. Trotz einiger Besetzungs-Probleme hat Judo-Südmeister TSV Abensberg im Viertelfinal-Hinkampf beim Aufsteiger KSC Ahishi Spremberg mit einem souveränen 11:3 (101:24)-Erfolg die Grundlage für den Einzug in das Finale am 4. November gelegt. Der zwanzigfache deutsche Rekordmeister wird vermutlich von zwei Südvereinen eskortiert, während der Hamburger JT, dem wie der ganzen Liga nach dem 9:5-Erfolg beim JC Ettlingen die Rückzugs-Ankündigung der Badener quasi um die Ohren flog, seine erneuten Titelambitionen unterstrich. Die sind nicht zuletzt wegen des Wechsels der „ Dicken“ – Dimitri Peters (100 kg) und Schwergewichtler Andre Breitbarth aus Abensberg – in den hohen Norden durchaus realistisch.

Öchsner bedauert Rückzug

Welche Auswirkungen der Ettlinger Beschluss für die in der neuen Saison greifende Liga-Reform haben wird, ist nach einer so frischen Entscheidung noch nicht abzusehen. „Es ist schade, so einen Traditionsverein zu verlieren“, meint TSV-Cheftrainer Jürgen Öchsner.

Die Abensberger, die mit ihrem freiwilligen Rückzug in die Regionalliga den Anstoß für die Reform gegeben hatten und in zwei Jahren das Bundesliga-Comeback schafften und sich nunmehr durchaus Chancen auf den 21. Titel ausrechnen, waren nach ihrem Ausflug in die Lausitz hochzufrieden. „Meine Jungs haben wieder absoluten Teamgeist bewiesen“, lobte Cheftrainer Öchsner seine Athleten, die trotz Gewichts-Nachteilen in den schweren Klassen drei der vier möglichen Punkte erkämpften.

Ein Sonderlob erntete der zweimal souverän siegreiche Manuel Scheibel. Am Freitag noch beim Grand Prix in Zagreb gestartet, wo er mit Platz sieben in der 66-kg-Klasse seine internationale Reifeprüfung in einem absoluten Weltklasse-Feld ablegte und nur mit Pech seinen ersten Bronze-Kampf verfehlte, ließ er nach anstrengender Anreise den nationalen Konkurrenten Michael Daue und Lukas Gerlach nicht den Hauch einer Chance. Doppelt punktete auch der 90-kg-Debütant Beka Gviniashvili aus Georgien, gegen den Patryk Ciechemski (1:18 und 2:05 Minuten) nicht gerade lange auf der Matte stand. Und auch Marc Odenthal lieferte den Nachweis internationaler Klasse. In die 100 kg-Kategorie aufgerückt, beherrschte er Mariusz Krueger und Stefan Nieseke dank seiner extremen technischen Fähigkeiten. Sebastian Seidl nahm den für ihn kräfteschonenden Wechsel in die 73-kg-Klasse dankend wahr, für den er sich mit einem vorzeitigen Erfolg gegen Kevin Schröder revanchierte. Auch Christopher Völk ließ in dieser Kategorie gegen Oleg Ilts nicht anbrennen.

Deutlicher Klassenunterschied

In der 81-kg-Kategorie machten der Georgier Zebed Rekhviashvili (gegen Johannes Karsch) und Teamkapitän Sven Maresch (gegen Johannes Kruse) den Klassenunterschied deutlich.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte 90-kg-Mann Robert Dumke, der nach einjähriger Wettkampfpause im Schwergewicht den deutschen 100 kg-Vizemeister Dominik Schönefeldt mit Wazaari besiegte. Dominik Gerzers Auftritt gegen Maximilian Bär endete mit einer Niederlage. Unter „wichtige Erfahrungen gesammelt“ ordnete Öchsner die Niederlagen von Daniel Scheller ein, der gegen Maximilian Zimmermann und Vincent Giller immerhin über die Zeit ging. „Im Rückkampf am Samstag in der Josef-Stanglmeier-Halle wollen wir weiteren Talenten eine Chance geben“, sagt der Trainer und denkt auch an den Bayernliga-Aufstiegsentscheid zwischen den Landesligameistern Abensberg und Aschaffenburg Mitte Oktober in Erlangen.

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