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Sport aus Kelheim
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Stabwechsel

Abensberger Trainer geht zu Saisonende

Richard Ott (39) hört beim Fußball-Bezirksligisten im Sommer auf. „Drei Jahre sind genug.“ Die Nachfolger-Suche hat begonnen.
Von Martin Rutrecht

Abensbergs Trainer Richard Ott tritt mit Ende der Saison ab. „Die Jahre waren sehr kräfteraubend.“ Foto: Archiv

Abensberg.Diesen einen Moment wird Sebastian Kneitinger nicht vergessen. „Wir saßen nach den fünf Niederlagen zu Saisonbeginn vor dem Spiel gegen Degernbach in der Kabine und der Trainer hat die Mannschaft in aller Ruhe und Souveränität eingestellt.“ Der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Abensberg war von dieser Haltung „sehr beeindruckt“. Prompt glückte der erste Sieg. Der angesprochene Trainer Richard Ott wird das Bezirksliga-Team noch bis Ende dieser Saison führen – dann aber ist Schluss.

„Die letzten Jahre waren sehr kräfteraubend.“

Richard Ott

„Ich glaube, drei Jahre sind genug. Es braucht einen neuen Impuls auf meiner Position“, sagt der 39-jährige Coach aus Vohburg. Im Oktober 2015 übernahm Ott nach der Entlassung von Peter Dobler das Ruder. Zuvor war er viele Jahre beim TV Aiglsbach, den er in die Bezirksliga führte. Abensberg hing damals auf dem vorletzten Rang fest, der neue Trainer hievte den TSV noch auf Platz acht. Eine Saison später war Rang sechs das beste Resultat der Abensberger Vereinsgeschichte.

Aktuelle Lage nicht der Auslöser

Dass es in seiner Abschiedssaison nun wieder gegen den Abstieg geht, bringt Ott nicht aus dem Tritt: „Wir werden wie in den letzten Jahren eine sehr gute Rückrunde spielen und sollten dann über dem Strich stehen.“ In der schwierigen Startphase mit den fünf Pleiten hätte sich der TSV Abensberg einmal mehr als „top geführter Verein“ gezeigt, „bei anderen Klubs wäre eine Trainerdiskussion aufgekommen, bei uns blieb alles ruhig“.

„Richard Ott ist fachlich und menschlich ein Toptrainer.“

Sebastian Kneitinger

Deshalb wollen weder Coach noch Abteilungsleiter die Trennung zu Saisonende am augenblicklich vorletzten Tabellenplatz festmachen. „Wir haben vollstes Vertrauen und sind überzeugt, dass er mit Vollgas bis zum letzten Spiel weiterarbeiten wird. Richard Ott ist fachlich und menschlich ein Toptrainer“, sagt Kneitinger. Doch man hätte sich zusammen gesetzt und offen über die Zukunft gesprochen – mit dem nun vorliegenden Resultat.

Wer übernimmt? Co-Spielertrainer Daniel Nutz (am Ball) wäre möglicherweise ein Kandidat. Archivfoto: mar

„Die letzten Jahre waren sehr kräfteraubend, emotional und auch physisch anstrengend. Du musst aber voll da sein, um positive Signale an die Mannschaft auszustrahlen“, so Ott. Der 39-Jährige glaubt weiter an Qualität und Potenzial des jungen Teams für die Bezirksliga. Man habe in den bisher zwei Jahren einen „gewaltigen Umbruch“ gemeistert. „Unter ihm haben wir fünf, sechs junge Spieler integriert“, pflichtet Kneitinger bei. „Fast das gesamte Team stammt aus den eigenen Reihen – was in der Bezirksliga selten ist“, ergänzt Ott, der im TSV auch Freundschaften geknüpft hat, „die ich auf jeden Fall aufrecht erhalten werde“.

Vom Klassenerhalt überzeugt

Für die Führung hat die Suche nach dem Nachfolger schon begonnen. „Ich kann mir vom Spielertrainer aus dem eigenen Team bis zu einem externen Coach alles vorstellen“, erklärt der Abteilungschef. Richard Ott will seinen letzten Kampf um den Klassenerhalt wie in seiner Anfangszeit bewältigen: „Wir haben gemeinsam eine Einheit, ein Kollektiv geschaffen.“

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