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Sport aus Kelheim
Dienstag, 26. September 2017 21° 2

Bundesliga

Auch der zweite Gegner soll fliegen

Die Abensberger Judoka pochen in Rüsselsheim auf ihre Favoritenrolle. Junge Athleten werden erneut ihre Chance kriegen.

Abensberg (hier Philip Graf in blau) meldete sich eindrucksvoll zurück. Foto: Alois Steffl

Abensberg.Dass der TSV Abensberg zurück ist in der Judo-Bundesliga, spürte die Gegnerschaft in Gestalt von JC Ettlingen am vergangenen Samstag deutlich. Mit 10:4 fegte der deutsche Rekordmeister den Auftaktgegner von der Matte. An diesem Samstag, 18 Uhr, wollen die Babonen beim JC Rüsselsheim erneut zuschlagen. „Wir sind auf Sieg gepolt und entsprechend ein- und aufgestellt“, sagt TSV-Coach Jürgen Öchsner klar.

Über den Ausgang des Kampfes dürfe es keine zwei Meinungen geben, hält der Trainer fest. „Wir haben den Finaltag der Top Vier als Ziel abgesteckt, da dürfen wir uns in Rüsselsheim keinen Patzer erlauben.“ Der Gastgeber kam in der Vorwoche beim TSV Großhadern mit 3:11 unter die Räder. In der vergangenen Saison erreichte Rüsselsheim die Play-offs, wurde dort aber vom späteren Meister JT Hamburg hochkant rausgeworfen.

Olympia-Starter sinnt auf Revanche

Zu Überheblichkeit bestehe dennoch keine Veranlassung, sagt Öchsner und verweist auf einige starke Athleten der Hausherren. So steht mit dem 19-jährigen Eduard Trippel bis 90 kg ein junger Mann auf der Matte, der heuer bei der deutschen Einzelmeisterschaft den Abensberger Olympia-Starter Marc Odenthal im Finale besiegte. Und nur wenige Wochen später wurde Trippel Fünfter beim Grand Prix in Düsseldorf. „Marc brennt auf eine Revanche für die Finalniederlage und will zeigen, dass er die Nummer eins in Deutschland ist“, weiß der TSV-Coach. Dieses Duell könnte einer der Höhepunkte am Samstag werden.

Trainer Jürgen Öchsner wollte sein ganzes Team beim Auftakt umarmen. Foto: Rutrecht

Ebenfalls hohe nationale Qualität hat Tobias Schirra (73 kg). Ihn aber konnte TSV-Kämpfer David Krämer bei der deutschen Meisterschaft besiegen. „Neben David haben wir noch Christopher Völk in dieser Gewichtsklasse. Da sollten wir in den zwei Durchgängen auch zumindest einen Punkt machen.“ Heiß ist in jedem Fall die Atmosphäre in der Rüsselsheimer Halle, die gerne mit bis zu 1000 Zuschauern gefüllt ist. „Die heimischen Athleten sind da schon über sich hinausgewachsen“, so Öchsner. Für die Bundesliga kann es nur gut sein, wenn der Judosport die Fans anzieht.

Sebi Seidl steht vor Comeback

Der Abensberger Kader wird wie zum Auftakt überwiegend mit deutschen Kämpfern bestückt sein. Die Ausnahme macht ein Österreicher. Doch diesmal ist es nicht der 19-jährige Junioren-Europameister Aaron Fara, der die Babonen verstärkt, sondern sein Landsmann Daniel Allerstorfer. Der österreichische Rio-Starter wird im Schwergewicht aufgeboten. Dominik Gerzer kann damit in seine angestammte Kategorie bis 100 kg rücken.

Auch der Nachwuchs blüht: Raffaela Igl darf bei der U18-EM starten. Foto: Archiv

Im Superleichtgewicht (60 kg) hat Philip Graf gegen Ettlingen gezeigt, dass er nach Ende seiner internationalen Laufbahn auf deutscher Ebene weiter eine Bank ist. Auch Bundesliga-Debütant Daniel Scheller wird wieder an Bord sein. Und Trainer Öchsner baut auch Fabian Ennerst (66 kg) ins Team ein. Mit Manuel Scheibel und Sebastian Seidl, der möglicherweise nach Verletzungspause sein Comeback gibt, kann Ennerst von zwei TSV-Überfliegern lernen. An Benjamin Münnich und Sven Marsch wird sich Rüsselsheim die Zähne ausbeißen. Ein derart starkes 81 kg-Gespann hat kaum ein Verein in Deutschland. „Die Devise ist ganz einfach: Wir haben gut angefangen – und machen dort weiter“, sagt Öchsner.

16-Jährige darf zur EM

Aus dem Nachwuchsbereich gibt es indes eine sehr erfreuliche Nachricht: Die erst 16-jährige Abensberger Athletin Raffaela Igl wird Deutschland bei der U18-Europameisterschaft Ende Juni in Litauen vertreten. Nach ausgezeichneten Platzierungen in diesem Jahr erfuhr sie bei einem Trainingscamp die offizielle Nominierung. Jüngste Empfehlung war Rang zwei beim Kadetten-Europaturnier in Berlin. Igl trotzte der Erwartungshaltung wegen der EM-Chance und schlug sogar die Weltranglisten-Erste Jelassi Safa aus Tunesien. Allein ihrer deutschen Dauerrivalin Marlene Galandi musste sie im Finale den Vortritt lassen. (mar)

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