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Sport aus Kelheim
Samstag, 18. November 2017 5

Silvesterlauf

Den Streckenrekord nur knapp verpasst

698 Sportler laufen zum Jahresausklang beim Silvesterlauf in Sandharlanden – Sieger Matthias Ewender verteidigt seinen Titel.
Von Alex Reichmann

698 Läufer und Läuferinnen gingen an den Start – der Teilnehmerrekord in Sandharlanden wurde eingestellt. Foto: Reichmann

Sandharlanden.Teilnehmerrekord mit 698 Läuferinnen und Läuferin eingestellt, dazu vom Sieger der Herren, Matthias Ewender von der LG Region Landshut mit 31 Minuten und 53 Sekunden noch die zweitschnellste jemals in Sandharlanden gelaufene Zeit, der 26. Silvesterlauf machte seinem Ruf als Sport-Highlight im Landkreis Kelheim wieder alle Ehre. Das sah auch die Siegerin bei den Damen, Anita Weber vom FTSV Straubing so und wird, sofern möglich, nach ihrem ersten Start in Sandharlanden wiederkommen.

Ein Läufer fehlt zum Rekord

„Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir noch einen Läufer in der Hinterhand gehabt, den wir dann noch losschicken hätten können“, meint der Chef der Konditionsgruppe des FSV Sandharlanden, Rupert Limmer lächelnd. 698 Sportlerinnen und Sportler gingen auf die zehn Kilometer lange Strecke oder auf den zwei Kilometer langen Schülerlauf. Damit hatte man exakt dieselbe Zahl wie beim Teilnehmerrekord vor einigen Jahren. „Bei unserem Lauf geht es mittlerweile nicht mehr nur um das laufen. Es ist auch ein Treffpunkt zum Jahresausklang“, erklärt Limmer die große Popularität. Auch „Startmarschall“ Landrat Dr. Hubert Faltermeier sah das so: „Ich sehe so viele Leute, die ich kenne. Das ist einfach ein Höhepunkt im Laufjahr des Landkreise.“

Die Ergebnisse

  • 10 Kilometer Herren:

    1. Matthias Ewender (LG Region Landshut): 31:53; 2. Philipp Bertsch (R&M Fitnessstudio): 32:03; 3. Sebastian Neef (Armin Wolf Laufteam): 32:21; 4. Marco Bscheidl (LG Passau): 32:25; 5. Felix Mayerhöfer (DJK Dasswag): 32:46.

  • 10 Kilometer Damen:

    1. Anita Weber (FTSV Straubing): 36:59; 2. Nicola Brandl: 38:26; 3. Eva-Maria Ferstl (LG Telis Finanz Regensburg): 39:03; 4. Barbara Ferstl (SG Painten): 39:06; 5. Eva Schien (LG Telis Regensburg): 39:24.

  • 2 Kilometer Schülerlauf Jungen:

    1. Daniel Schöner (Sommerbiathlonteam Grüne Au Peising): 07:23; 2. Sebastian Schöner (Sommerbiathlonteam Grüne Au Peising): 07:24; 3. Niklas Boehm (AG Rohr Runners): 07:27.

  • 2 Kilometer Schülerlauf Mädchen:

    1. Theresa Krausenecker (Altbachschützen Hausen): 08:29; 2. Franziska Schlögl (SF Essing): 08:49; 3. Eva Schlögl (SF Essing): 09:31. (zar)

Bei Temperaturen knapp unter null Grad bewaffnete sich Faltermeier mit der Startpistole und schickte die große Meute auf die Runde von Sandharlanden über Deisenhofen, Bad Gögging und Sittling zurück zum Sportgelände in Sandharlanden. Der Vorjahressieger Matthias Ewender von der LG Region Landshut war wieder mit dabei, wie er vor einigen Wochen beim Einlösen seines Gewinnwochenendes im Bad Gögginger Hotel Marc Aurel angekündigt hatte. Er wollte sich die Titelverteidigung holen und dementsprechend gab er auch sofort Gas. „Es wurde nicht viel taktiert, deshalb ging es auch ziemlich schnell zur Sache“, berichtet Ewender im Ziel. Er hatte einen Konkurrenten, den er so gar nicht auf dem Zettel hatte, nämlich den Abensberger Mountainbike-Bundeskader-Fahrer Philipp Bertsch. Der war im vergangenen Jahr noch dritter, da aber deutlicher hinter Ewender. Jetzt setzte er dem Triathleten und Läufer stark zu. „Zwei bis drei Kilometer vor dem Ziel dachte ich, dass ich das nicht schaffe, ich konnte ihn nicht abschütteln“, so Ewender. 300 Meter vor der Linie gab der Titelverteidiger dann aber noch einmal richtig Gas und konnte den Abensberger im Ziel um zehn Sekunden distanzieren. Ewenders Zeit von 31:53 war dabei die zweitschnellste, die je beim Silvesterlauf erzielt wurde. Den Streckenrekord von Christian Schütz aus dem Jahr 1994 verpasste Ewender nur um acht Sekunden. Schütz, der nächstes Jahr 50 wird, war übrigens wie jedes Jahr wieder mit dabei und landete auf Rang 15 mit 36:20. Matthias Ewender freute sich nach dem Rennen „auf eine schöne Feier und auch schon ein bisschen auf das nächste tolle Wochenende im Hotel in Bad Gögging“.

Matthias Ewender verteidigte seinen Titel und verpasste den Streckenrekord nur knapp. Foto: Reichmann

Philipp Bertsch sah seinen zweiten Platz als großen Erfolg. „Es ist schön, wenn man mal einen Wettkampf vor der Haustüre hat, mit den Mountainbikes sind war das ganze Jahr über in aller Herren Länder unterwegs.“ Dennoch will der junge Abensberger seinen Sport nicht wechseln. „Mountainbiken macht schon noch mehr Spaß. Da geht’s auch mal bergab, das ist spannender als Laufen.“ Nach dem zweiten Platz könne er jedenfalls entspannt feiern und „vielleicht auch ein bisschen mehr essen“.

Sieg gleich bei der Premiere

Die Siegerin bei den Damen war ein ganz neues Gesicht in Sandharlanden. Die 47-jährige Anita Weber ist Triathletin vom FTSV Straubing und war zum ersten Mal in Sandharlanden. „Man hört nur Gutes über die Veranstaltung. Eigentlich wollte ich im vergangenen Jahr schon kommen, aber da hat mich der Schnee abgeschreckt.“ Die überlegene Siegerin gewann mit fast eineinhalb Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Nikola Brandl. Weber freute sich über die vielen Fans an der Strecke: „Sowas kenne ich von kaum einem Wettbewerb“. Ihr Sohn Benedikt war auch mit dabei und wollte eigentlich auch starten, musste sich wegen eines gebrochenen Armes aber aufs Zuschauen und aufs Anfeuern für Mama beschränken.

Anita Weber, Siegerin bei den Frauen, hatte als größten Fan Sohn Benedikt dabei. Foto: Reichmann

Auf die Schülerrunde über zwei Kilometer gingen in diesem Jahr 24 Jungen und 15 Mädchen, auch das dürfte ein Rekord sein. Fehlt also nur noch, dass endlich dieser Streckenrekord fällt. Matthias Ewender war so nah dran. Das habe er gar nicht gedacht, sagte er später im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. Es sei natürlich schade, dass es wegen der acht Sekunden nicht geklappt hat, „aber der Sieg ist wichtiger“.

Spende für die NOMA-Hilfe

Auch Charivari-Sportchef Armin Wolf mit seinem Laufteam war in Sandharlanden wieder mit am Start. Er brachte eine Spende von 450 Euro mit. Damit beläuft sich die Spendensumme, die die Konditionsgruppe des FSV Sandharlanden bisher aufbrachte, schon auf rund 18.000 Euro. Heuer gehen die Spenden aus den Startgeldern an die NOMA-Hilfe und die Multiple Sklerose-Hilfe. Im Team von Armin Wolf standen fast 30 Sportler, darunter auch vier Flüchtlinge aus Afghanistan und Somalia. Einer davon, nämlich Milad Jahbani aus Afghanistan feierte an Silvester Geburtstag und erhielt von seinen Teammitgliedern ein Geschenk und ein Ständchen.

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