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Sport aus Kelheim
Mittwoch, 21. Februar 2018 3

Heimvorteil

Drei junge Meister aus Abensberg

Bei den bayerischen Titelkämpfen der U18-Judoka holen die Kämpferinnen und Kämpfer des TSV insgesamt vier Medaillen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Dionisis Sikokas (r.) Überraschte seinen Trainer Jürgen Öchsner positiv. Und holte sich den Meistertitel. Fotos: Abeltshauser

Abensberg.Die Abensberger U18-Judoka nutzten den Heimvorteil bei der bayerischen Meisterschaft in eigener Halle. Mit Kevin Abeltshauser (60 kg), Dionisis Sikokas (+ 90 kg) und Leon Zitzelsberger (50 kg) stellen die Gastgeber drei Titelträger. Dazu holte Jasmin Lochen (57 kg) eine Bronzemedaille. Mit seinem fünften Rang sicherte sich Simon Thurner (50 kg) wie die Medaillengewinner einen Startplatz bei der süddeutschen Meisterschaft in Heilbronn am 17. Februar.

Insgesamt fahren die Abensberger mit sechs Kämpfern dorthin. Denn der derzeit verletzte Michael Weber wurde vom Verband für diese Titelkämpfe gesetzt. Damit haben die Abensberger beim männlichen Nachwuchs besser abgeschnitten als Dauerkonkurrent TSV Großhadern. Bei den Mädchen kommt in der Breite nach wie vor niemand an den Münchnern vorbei.

„Mein Gegner hatte einen Elfmeter, konnte ihn aber nicht nutzen.“

Kevin Abeltshauser

Trainer Jürgen Öchsner zeigte sich zufrieden. Seine beiden Trümpfe Abeltshauser und Zitzelsberger hätten das abgerufen, was sie können. Der Sieg von Sikokas war nicht zu erwarten. Er kämpfte vor kurzem noch in der U15. „Er hat gezeigt, dass er will“, lobte ihn sein Trainer. Und der dritte Platz von Lochen – ebenso Neuling in der Altersklasse – sei aller Ehren wert.

Die Kaderathleten Abeltshauser und Zitzelsberger gingen als Favoriten in den Wettkampf. Und wurden dem auch gerecht. Sie zogen mit jeweils drei vorzeitigen Siegen ohne eine Wertung gegen sich in ihre Finals ein. Und trafen jeweils auf die Gegner, gegen die sie sich bereits die südbayerischen Meistertitel gesichert hatten.

Sieg gegen den Dauerrivalen

Abeltshauser traf dabei auf seinen Dauerrivalen aus der U15, Konstantin Filatov vom TuS Traunreuth. Beide Kämpfer kennen sich aus insgesamt zehn Duellen sehr gut. Vor einer Woche bei der „Südbayerischen“ in Großhadern lieferten sich beide einen herausragenden Kampf, der fast zehn Minuten dauerte. Auch diesmal war es spannend. Auch diesmal ging es in den Golden Score. Dort schaffte der Abensberger nach 40 Sekunden den entscheidenden Wurf. In der regulären Kampfzeit von vier Minuten war er zwar überlegen, konnte aber keine seiner Techniken durchbringen. Sein Gegner erhielt zwei Shidos – also Strafen – weil er zu passiv agierte.

Kevin Abeltshauser (r.) musste keine einzige Wertung gegen sich hinnehmen.

„Ich bin zufrieden, konnte schon das umsetzen, was ich wollte“, sagte Abeltshauser. Der Gegner sei nicht schwach. Allein: Zweimal sei er etwas unaufmerksam gewesen. Was ihn kurz vor Ende der regulären Kampfzeit in eine prekäre Situation brachte. Gerade noch konnte der Abensberger eine Würgetechnik seines Gegners abwenden. „Das war ein Elfmeter für ihn, den hat er aber nicht genutzt.“

Ganz ähnlich verlief der Kampf von Zitzelsberger. Gegen Lucas Bornschein vom ESV Ingolstadt war er aktiver – eine entscheidende Aktion gelang ihm lange Zeit aber nicht. Praktisch mit der Schlusssirene warf er seinen Kontrahenten doch noch und sicherte sich verdient den Titel.

Leon Zitzelsberger (oben) kämpfte sich souverän ins Finale.

In der Gewichtsklasse über 90 Kilo gab es kein Finale. Die fünf Athleten traten alle gegeneinander an. Sikokas verlor kein einziges Mal. Der junge Kämpfer war dabei stets sehr aufmerksam. Und holte sich starkes Lob vom Coach ab. Allerdings werde er es bei der „Süddeutschen“ nicht leicht haben.

Blick nach vorne gerichtet

Jasmin Lochen kämpfte sich nach einer erwartbaren Niederlage in der zweiten Runde bis in eines der kleinen Finals vor. Dort traf sie ebenso auf eine alte Bekannte. Hanna Forstner kämpfte vor einiger Zeit noch für Abensberg. Wechselte dann nach Großhadern. Lochen war von Anfang an aufmerksam. Nach rund 90 Sekunden war der Kampf entschieden. Lochen schaffte den entscheidenden Wurf.

„Wir wollen auch Tickets für die deutsche Meisterschaft lösen.“

Jürgen Öchsner

Trainer Öchsner blickt mit seinen Kaderathleten, zu denen neben Abeltshauser, Lochen und Zitzelsberger auch der verletzte Weber gehört, schon ein wenig Richtung deutsche Meisterschaft in Herne. Dritte Plätze bei der „Süddeutschen“ sind notwendig, um sich zu qualifizieren. Was ganz klar der Anspruch sei. Und er traut seiner Truppe in Herne auch vordere Plätze zu. Die deutsche Spitze sei erreichbar. „Der Weg ist bereitet, es wird aber kein Selbstläufer“, betont er. Es gebe schon noch technische Defizite, an denen zu arbeiten sei. „Das ist aber in diesem Alter ganz normal.“ Bei Sportlern, die 15, 16 Jahre alt sind. Wenn sie weiter motiviert bei der Sache seien, haben die Jungs in seinen Augen reelle Chancen, in einigen Jahren zur Bundesligamannschaft des TSV zu gehören.

Die süddeutsche Meisterschaft findet am 17. Februar in Heilbronn statt. Es nehmen daran Sportler aus Bayern und Baden-Württemberg teil. Die Wettkämpfe finden ab 10 Uhr in der Sporthalle beim Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium statt.

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