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Sport aus Kelheim
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Veränderungen

Fußball-Vereine sollen mehr zahlen

Der neue Kreis Niederbayern-West stellt seine Führungsspitze auf. BFV-Präsident erklärt Mehrbedarf von 1,5 Millionen Euro.

Der Fußballbetrieb wird für die Vereine teurer. Archivfoto: Kahler

Kelheim.Eine fußballhistorische Geburtsstunde schlägt am Montag, dem 4. Dezember 2017. Zum ersten Mal tritt um 18.30 Uhr in Ergolding der neue Fußballkreis Niederbayern-West zusammen. In diesem größeren Verbund geht wie mehrfach berichtet auch der Fußballkreis Landshut/Kelheim auf. Neben der Wahl der neuen Spitze wird über Änderungen im Spielrecht diskutiert, zudem sollen die Vereine mehr zahlen, weil die Ausgaben des BFV steigen.

Der Bayerische Fußballverband (BFV) forderte die Reform im Bezirk angesichts sinkender Mannschaftszahlen vor allem im Bayerischen Wald ein. Nach jahrelanger Vorarbeit, in der auch der Zuschnitt der beiden Regionen Niederbayern-West und -Ost mit den Vereinen festgelegt wurde, steht der Zusammenschluss. Ab 2018 bilden der Fußballkreis Landshut (mit Kelheim) sowie die Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn den neuen Kreis „Niederbayern West“.

Kandidaten für die Ämter stehen

Für die Wahl ins Führungsgremium gibt es konkrete Bewerber: Kreis-Vorsitzender will Rudolf Hamberger (bisher Bezirks-Jugendleiter) werden. Ihn unterstützen wollen Christian Eichhorn als Kreis-Spielleiter (bisher Spielleiter Straubing), Thomas Klenner als Kreis-Jugendleiter (bisher Jugendleiter Landshut) sowie Bernhard Kumpfmüller als Kreisbeauftragter für Frauen- und Mädchenfußball. Anton Eigner und Erich Schneider aus Rohr sollen zum Kreis-Sportgerichtsvorsitzenden bzw. Kreis-Ehrenamtsbeauftragten berufen werden.

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch spricht bei der ersten Tagung des neuen Fußballkreises Niederbayern-West. Foto: Marijan Murat/dpa

BFV-Präsident Dr. Rainer Koch wird wie bei allen anderen 21 Kreistagen in Bayern auch zugegen sein und auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Amateurfußball eingehen. Näher bringen darf Koch den Vereinsvertretern auch „einen jährlichen Mehrbedarf des BFV in Höhe von 1,5 Millionen Euro für verschiedenste Projekte“, so der Verband in einem Ausblick auf die Versammlung.

Mehr Auswechslungen ermöglichen?

Ein Drittel der Summe will der BFV selbst aufbringen, ein Drittel soll aus Gebührenanpassungen bei Trainerlizenzen erwirtschaftet werden und ein Drittel soll von den Klubs im Freistaat geschultert werden. „Konkret sind das 120 Euro je Verein.“

Mitreden dürfen die Delegierten bei drei möglichen Reformen: Neuregelung des Einsatzes von Spielern in erster und zweiter Mannschaft, Spielrecht von A-Junioren in Herren-Teams (hier steht eine Erweiterung auf jüngere Kicker zur Diskussion) sowie die Erhöhung der Anzahl an Auswechslungen auf Kreisebene. (mar)

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