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Sport aus Kelheim
Dienstag, 16. Januar 2018 7

Fitness

Judo-Coach „quält“ die Speedway-Asse

Deutsche Spitzenfahrer kommen zum Trainingscamp auf die Abensberger Matte. Die Rennhöhepunkte des Jahres im Landkreis stehen.
Von Alexander Reichmann

Judo-Cheftrainer Jürgen Öchsner (unten) wird auch Speedway-Profi Martin Smolinski (oben) beim Trainingscamp rannehmen. Fotos: Reichmann (2)

Abensberg.Das Speedwayjahr 2018 wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Im Landkreis Kelheim steigen die Höhepunkte am 29. April in Neustadt mit dem Vier-Länder-Vergleich sowie am 21. Mai in Abensberg mit einer Ausscheidungsrunde zur Grand-Prix-Qualifikation. Bevor es jedoch hinaus auf die Sandbahn geht, steht für die Sportler erst einmal Fitnesstraining an.

In den nächsten Tagen kommen wie schon in den vergangenen Jahren junge Fahrer aus Süddeutschland und danach auch die Cracks aus dem Nationalteam nach Abensberg, um sich von Jürgen Öchsner, dem Judo-Chefcoach des TSV Abensberg, so richtig „quälen“ zu lassen.

Martin Smolinski macht mit

Den Auftakt der „Speedway-Fitnesswochen“ in Abensberg machen die jungen Pilotinnen und Piloten am 6./ 7. Januar. Zum vierten Mal kommen die Jungen und Mädchen, die im Bayerncup starten, in der Babonenstadt zusammen, um unter Anleitung von Öchsner und dem deutschen Speedway-Ass Martin Smolinski an ihrer Fitness zu arbeiten.

Das Bayerncup-Juniorenteam des MSC Abensberg startet auch heuer durch – und macht sich beim Camp fit.

Gleichzeitig trifft sich damit auch der 2017 neu geschaffene ADAC-Juniorenkader des MSC Abensberg. Dem gehören auch die beiden „Omschberger“ Sportler Alexandra Schauer und Maxi Troidl an. Die weiteste Anreise hat erneut Tom Finger; der junge Speedwaypilot reist extra aus Bad Zwischenahn bei Oldenburg an. „Das zeigt auch, wie gut die Qualität unseres Trainings mit Jürgen Öchsner und Martin Smolinski ist und wie gut auch die Örtlichkeiten in die Judo-Halle sind“, sagt der Rennleiter des MSC Abensberg, Sascha Dörner. Das sei natürlich nur möglich durch die Unterstützung der Stanglmeier-Stiftung.

„Unser Bayerncup-Team hat im Premierenjahr tolle Leistungen gezeigt.“

Sascha Dörner

Besonders freut sich Dörner, dass das Bayerncup-Team des MSC Abensberg mit dem Fitness-Camp in seine zweite Saison startet. Alle Jungs und Mädels sind weiterhin an Bord und werden auch am Wochenende mit dabei sein. Lediglich der Österreicher Marcel Bicher ist fraglich. Er hat mittlerweile eine Ausbildung begonnen und weiß noch nicht, ob er das Trainingswochenende damit vereinbaren kann. „Unser Team hat 2017 eine tolle Leistung bewiesen und hervorragenden Teamspirit gezeigt, wir freuen uns deshalb auf die neue Saison“, so Dörner.

Nächste Station: Lonigo

Das Jahr 2018 umfasst im ADAC-Bayerncup erneut fünf Rennen und wird am 28. April in Neustadt eröffnet. Die Abensberger treten dann am Pfingstsamstag, 19. Mai, zum Heimrennen an. Im Juni und Juli folgen Landshut, Olching und Haunstetten. Doch bevor es hier auf der Bahn um Punkte geht, steht schon traditionell das Trainingslager im italienischen Lonigo an. Am ersten Märzwochenende werden „Schorsch“ Hack und Martin Smolinski dort wieder ihr Wissen an den Nachwuchs aus Süddeutschland weitergeben. „Uns liegt der Nachwuchs sehr am Herzen, deshalb organisieren wir auch solche Veranstaltungen sehr gerne. Zudem muss man auch sagen, dass es uns als Verein bekannt macht“, sagt der Abensberger Rennleiter.

Der Jahres-Höhepunkt im Landkreis Kelheim wird die Grand-Prix-Qualifikation am Pfingstmontag sein. Foto: Kahler

Eine Woche nachdem sich die Nachwuchsfahrer in der Stanglmeier-Halle fit gemacht haben, kommen am 13. und 14. Januar die Cracks aus dem Nationalteam mit ihrem Teammanager Peppi Rudolph nach Abensberg. Auch hier übernimmt wieder Judo-Coach Öchsner. Martin Smolinski ist dann Teilnehmer und nicht Trainer. Die Sportler können sich in den zwei Tagen natürlich nicht die Kondition zulegen, die sie für eine anstrengende Saison brauchen, aber sie sollen Übungen erlernen, mit denen sie selbst weiter arbeiten können. Unter anderem haben Kai Huckenbeck, Marc Riss, Ethan Spiller und Dominik Möser ihr Kommen zugesagt, rund 15 Fahrer sollen es werden.

GP-Auslese wird noch härter

Vielleicht sieht man den einen oder anderen dann auch am Pfingstmontag in Abensberg wieder, wenn der MSC erneut einen Grand Prix-Qualifikationsvorlauf austrägt. Speedwayfahrer aus elf Ländern werden da wieder dabei sein, auch zwei Deutsche sind am Start. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Publikumsliebling Smolinski wäre freilich heiß auf einen Auftritt bei seinem MSC, dem der Obinger auch angehört.

Die Höhepunkte im Speedway-Kalender

  • Der Vier-Länder-Vergleichskampf

    im Neustädter Oval am 29. April ist das erste große Highlight im Speedway-Kalender des Landkreises. Martin Smolinski startet auch.

  • Die Grand-Prix-Qualifikation

    in Abensberg ist sportlich gesehen der Höhepunkt. Spitzenfahrer kämpfen am 21. Mai um einen Platz für die Endausscheidung zum WM-Zirkus.

Zusätzliche Spannung erfährt die WM-Qualifikation durch eine ganz interessante Reglement-Änderung. Bisher ging es von der Vorrunde in das Race-Off (Halbfinale) und dann weiter in die Challenge (Finale) um die GP-Plätze. Die beiden Halbfinals wurden nun gestrichen. Das heißt, dass aus insgesamt vier Vorrunden-Läufen nun jeweils nur noch vier Fahrer direkt weiterkommen, die aber dann gleich im Finale sind.

„Das wird unseren Wettbewerb um einiges intensiver machen“, ist sich Dörner sicher. Denn statt zuvor sieben Fahrer kommen nur noch vier Piloten weiter. Der Pfingstmontag verspricht also noch mehr Nervenkitzel.

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