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Sport aus Kelheim
Mittwoch, 21. Februar 2018 3

Heimvorteil

Judo-Youngster präsentieren sich daheim

TSV-Talente wollen bei der bayerischen U18-Meisterschaft in Abensberg überzeugen. Wie es nach oben geht, zeigt Raffaela Igl.

Kevin Abeltshauser (l.) gilt als Anwärter auf den Bayern-Titel. Fotos: Archiv

Abensberg.Der Puls schlägt noch einen Takt höher, wenn man „zu Hause“ antritt, vor den Eltern, der Verwandtschaft oder vor Kumpels. Sieben junge Judoka des TSV Abensberg genießen am Samstag diesen Heimvorteil. In der Altersklasse U18 werden in der Josef-Stanglmeier-Halle ab 11 Uhr die bayerischen Medaillen vergeben. Neben Edelmetall winkt das Startrecht bei der süddeutschen Entscheidung.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt in der Nachwuchsschmiede der Babonen. Cheftrainer Jürgen Öchsner und Jugendcoach Peter Dremow gingen nach bescheidenden Turnieren schon in Klausur, um Fehler zu analysieren. „Wer etwas reißen will, muss dran bleiben“, sagt Öchsner. Einige hoffnungsvolle Talente tun sich auf. Bis zu möglichen Einsätzen in der ersten oder zweiten Bundesliga-Mannschaft ist es aber ein großer Schritt. In den vergangenen Jahren schafften nicht viele Schützlinge den Sprung ins Oberhaus. „Unser Weg muss es aber sein, die Teams aus dem eigenen Unterbau zu formen.“

Junge Dame schlägt ein

Auf bayerischer Ebene sollten einige TSV-Youngster am Samstag Goldanwärter sein. Leon Zitzelsberger (50 kg), Kevin Abeltshauser (60 kg) und Dio Siokas (+ 90 kg) gewannen bei den südbayerischen Meisterschaften eben erst die Titel. „Alle drei lieferten einen perfekten Wettkampf ab. Hervorzuheben ist die Leistung von Kevin. Er gewann gegen starke Konkurrenz zweimal vorzeitig, bevor er sich im Finale mit Konstantin Filatov vom TuS Traunreut ein hochklassiges Duell lieferte und ebenfalls siegte“, loben Öchsner und Dremow. Das Finale ging nach vier Minuten regulärer Kampfzeit in die Verlängerung, wo noch mal fünf Minuten notwendig waren.

Die U18-WM-Dritte Raffaela Igl (r.) ist für die deutschen Titelkämpfe gesetzt.

Silber sicherte sich die amtierende Süddeutsche Meisterin der U15, Jasmin Lochen. Bei ihren ersten U18-Titelkämpfen bekam es die Jüngste der Klasse ausschließlich mit Konkurrentinnen vom TSV Großhadern zu tun. Nach zwei Siegen unterlag sie erst im Finale. Eine Bronzemedaille steuerte Justin Saizew (55 kg) bei. Justin unterlag nach zwei Siegen im Halbfinale, konnte aber im Duell um Rang drei erneut überzeugen. Mit siebten Plätzen schafften auch Kevin Dmitriev (60 kg) und Simon Thurner (50 kg) die Qualifikation für die bayerische Entscheidung morgen in Abensberg.

Die aktuelle Top-Athletin des TSV im U18-Bereich ist die WM-Dritte Raffaela Igl. Die 17-Jährige gewann im Vorjahr Bronze bei der Kadetten-Weltmeisterschaft in Santiago de Chile. Aufgrund ihrer Erfolge ist Igl für die deutsche Meisterschaft Anfang März in Herne gesetzt. „In Absprache mit der Landestrainerin soll sie die Bayerische Meisterschaft der U21 am Sonntag in Altenfurt mitmachen, um in Kampfpraxis zu bleiben“, berichtet Öchsner. Der junge Schwergewichtler Micheal Weber wurde für die süddeutsche Entscheidung gesetzt.

U21 kämpft in Altenburg

Die Freistaat-Titelkämpfe der U21 in Altenfurt stehen auch für Fabian Popitschko (66 kg) auf dem Zettel. Er tritt als Südbayerischer Meister an. Alle seine Kämpfe gewann er mit schönen und dynamischen Techniken vorzeitig. Auch Konstantin Weinmann reist dorthin. Er siegte in seinen Vorrundenkämpfen in derselben Gewichtsklasse ebenfalls, bevor er im Halbfinale unterlag. Damit war er automatisch Gewinner der Bronzemedaille.

Abschied aus Nationalkader

  • Benjamin Münnich

    , Abensberger 81 kg-Athlet in der Bundesliga, wurde bei den deutschen Meisterschaften am Wochenende aus dem Nationalkader verabschiedet.

  • Ob der WM-Starter

    von 2017 in Abensberg weitermacht, wird gerade in der Kaderplanung besprochen. Münnich gewann (u. a.) im Jahr 2014 Bronze beim Grand-Prix in Astana.

Den dritten Rang eroberte auch Franz Huber (73 kg) in einer sehr stark besetzten Klasse. Nach zwei Vorrundensiegen ging es über eine Niederlage in die Trostrunde, wo er die Bronzemedaille eroberte.

Bei den U21-Damen erkämpfte sich Laura Harroider (70 kg) Silber. Sie begleitet mit Michelle Popitschko (ebenfalls 70 kg) die männlichen TSV-Medaillengewinner am Sonntag zur Bayerischen. Shirzad Alizay, der bis 60 kg einen tollen dritten Platz eroberte, hätte auch die Qualifikation, Sascha Laschet, Fünfter bis 81 kg, rutschte ebenfalls noch ins Feld rein. (mar)

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