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Sport aus Kelheim
Dienstag, 17. Oktober 2017 20° 2

„Nebenbei“ zweifacher deutscher Meister

Abensbergs Judo-Leichtgewicht Dominik Liebl über die Chancen des TSV im Bundesliga-Finale

ABENSBERG. Zwei frisch gebackene deutsche Judo-Einzelmeister stellt der TSV Abensberg – wie berichtet – seit dem Wochenende: Dominik Liebl (bis 60 kg) und Adrian Kulisch (bis 66 kg). Beide werden auch am Samstag beim Bundesliga-Finale in Großhadern dabei sein. MZ-Mitarbeiter Martin Rutrecht sprach mit dem gebürtigen Passauer Liebl (25) über dessen nationalen Triumph sowie die Chancen der Abensberger in der Münchner Vorstadt.

Herr Liebl, wie fühlt man sich als deutscher Meister?

Gut, und heuer sehe ich mich wirklich als Nummer eins in Deutschland. Im Vorjahr hatte ich auch gewonnen, war aber dabei nicht auf meinen ärgsten Konkurrenten Boris Trupka getroffen. Diesmal hatte ich ihn im Finale zum Gegner und konnte ihn besiegen.

Will man als deutscher Meister nicht hoch hinaus, sprich WM, Olympiade oder ähnliches?

Für mich geht‘s nächstes Jahr darum, mich auf europäischer Ebene zu behaupten. Mit einer Medaille bei einem hochrangigen Turnier kann ich auch Richtung EM oder WM blicken. Als Student kann ich mich nicht voll und ganz auf Judo konzentrieren. Ich mach‘s nebenbei und bin kein Berufssportler, obwohl ich täglich trainiere.

Wollen Sie nicht mal alles auf Judo setzen?

Wie erwähnt, mit einer Medaille bei einem A-Turnier wäre das eine Überlegung wert. Noch ist es mir aber zu riskant.

Im Verein müssen Sie manchmal hinter den Österreicher Ludwig Paischer zurück treten. Wurmt Sie das?

Überhaupt nicht. „Lupo“ ist Vize-Weltmeister. Wenn ich der TSV Abensberg wäre, würde ich auch den stärksten Mann aufbieten. Ich sehe da kein Konkurrenzverhältnis. Von der Erfahrung solcher Judoka kann man nur lernen. Wenn ich mich benachteiligt fühlen würde, hätte ich den Verein schon gewechselt.

Rechnen Sie am Samstag beim Endturnier mit einem Einsatz auf er Matte?

Ich rechne fest damit. Und brenne auch darauf. Ich stehe nach meinem Einzeltitel nach wie vor unter Spannung. „Lupo“ wird nicht alle Kämpfer machen können, weil die Zahl der Ausländereinsätze in der Bundesliga begrenzt ist.

Wie stehen die Chancen auf den elften Meistertitel für Abensberg?

Gut, aber es ist noch nichts entschieden. Aufgrund der Begrenzung der Ausländerkämpfe auf vier Stück wird viel von Aufstellung und Taktik abhängen. Bei den deutschen Kämpfern sehe ich uns im Vorteil. Jedenfalls fahren wir nicht gerne geschlagen nach Hause.

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