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Sport aus Kelheim
Freitag, 27. März 2015 10° 3

Knapp

Regen verhagelt die BMW-Siegchancen

Bei den Läufen der Superbike-WM im niederländischen Assen verpassen Marco Melandri und Leon Haslam das Treppchen um eine Zehntelsekunde.

Dem BMW Motorrad Motorsport-Team fehlt einfach das Quäntchen Glück. Foto: BMW

ASSEN. Es war ein aufregender Renntag im holländischen Assen, an dem das Team BMW Motorrad Motorsport/alpha Racing aus Saal und Stephanskirchen seinen ersten Sieg in der Superbike-WM in greifbarer Nähe hatte. Doch der Mannschaft fehlte das nötige Quäntchen Glück. Nachdem sie im verregneten ersten Rennen Höhen und Tiefen erlebt hatten, kämpften die beiden Werksfahrer Marco Melandri (Italien) und Leon Haslam (Großbritannien) im zweiten Rennen bis zur Ziellinie um das Podium.

Im ersten Lauf durchlebte die Mannschaft eine emotionale Achterbahnfahrt. Haslam und Melandri kämpften sich von den Startplätzen sieben und neun ganz nach vorn. Bei trockenen Bedingungen begannen die beiden, sich ein packendes Duell um den ersten Sieg für BMW in der Superbike-Weltmeisterschaft zu liefern. Als der Italiener in Führung lag, setzte starker Regen ein. Nachdem er und mehrere andere Fahrer gestürzt waren, wurde das Rennen abgebrochen. Der Lauf wurde bei nassen Bedingungen mit noch neun ausstehenden Runden neu gestartet, mit Melandri auf der Poleposition.

Hoffnungen zerplatzen

Sein britischer Stallkollege stand auf Startplatz vier, doch er setzte sich bald an die Spitze und fuhr einen Vorsprung von mehreren Sekunden auf den Rest des Feldes heraus. Aber die Hoffnungen auf den ersten Sieg zerplatzten endgültig in der dritten Runde, als auch Haslam bei den schwierigen Bedingungen stürzte. Im weiteren Rennverlauf ging ein dritter BMW- Fahrer in Führung: Ayrton Badovini vom Italia GoldBet SBK Team.

Doch leider stürzte auch Badovini schwer. Unterdessen hatte Vizeweltmeister Melandri bei nassen Bedingungen keinerlei Haftung, weder auf den Geraden noch in den Kurven. Er beendete das Rennen als Neunter.

Der zweite Lauf wurde als Regenrennen deklariert, doch der Niederschlag hörte vor dem Start auf, und die Strecke trocknete ab. Die Reifenwahl wurde damit zum Pokerspiel. Haslams Crew entschied sich für einen Intermediate-Vorder- und einen Slick-Hinterreifen, während Melandri vorn und hinten Slicks aufzog.

Der Brite schob sich in den ersten Kurven vom siebten auf den zweiten Platz nach vorne. Diese Position hielt er bis zur Mitte des Rennens. Doch da sein Intermediate-Vorderreifen an Haftung verlor, fiel er dann auf den fünften Rang zurück. Unterdessen verlor Marco in der ersten Runde ein paar Positionen.

Dreierduell um einen Podiumsplatz

Doch er startete eine Aufholjagd. In der Schlussphase des Rennens hatte er auf seinen Teamkollegen aufgeschlossen. Es war der Beginn eines weiteren packenden Kampfes: Die BMW-Werksfahrer kämpften mit Eugene Laverty (GBR) um den dritten Platz. Das Trio überquerte die Ziellinie Rad an Rad, doch die beiden bayerischen Piloten verpassten das Podest denkbar knapp um eine Zehntelsekunde. Melandri wurde Vierter, Haslam Fünfter.

Badovini beendete das zweite Rennen nach seinem Sturz im ersten Lauf auf Rang sieben. Sein Kollege im BMW Motorrad Italia GoldBet SBK Team, Michel Fabrizio (ITA), belegte die Plätze sechs und zehn.

In der Fahrerwertung belegt Melandri mit 66 Punkten den fünften Rang, punktgleich mit dem viertplatzierten Sylvain Guintoli. Haslam ist Siebter mit 58 Punkten. In der Herstellerwertung hat sich BMW mit 86 Punkten auf den dritten Platz verbessert. (sk)

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