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Sport aus Kelheim
Samstag, 16. Dezember 2017 3

Nachwuchshoffnung

Ringer-Youngster gewinnt Spitzenturnier

Der Kaderathlet Johannes Mayer vom ATSV Kelheim schlägt bei international besetztem Wettkampf sämtliche Rivalen aus dem Feld.

Johannes Mayer (in blau) unterstrich seinen Platz im deutschen Nachwuchs-Nationalkader. Foto: Alfred Huber

Kelheim.Die Kelheimer Ringer-Hoffnung Johannes Mayer aus Painten hat mit einem Sieg beim internationalen Turnier in Kleinostheim ein erneutes Ausrufezeichen gesetzt. Der 16-jährige Jugend-EM-Starter des ATSV bezwang dabei deutsche Rivalen und einen hochkarätigen türkischen Nachwuchs-Athleten.

Zum sogenannten „Philipp-Seitz-Gedächnisturnier“ wurde Mayer vom Deutschen Ringerbund beordert. Neben der „Offenen Polnischen Meisterschaft“ sowie einem internationalen Vergleich in Brandenburg, wo er jeweils Zweiter wurde, war es das dritte Kaderturnier in diesem Jahr für den Paintner. Auf Anraten seines Trainers startete er (eigentlich 85 kg) in der Gewichtsklasse bis 92 kg. Zum Kräftemessen waren Nachwuchsringer aus Deutschland, Finnland, Tschechien, Frankreich und der Türkei geladen.

Türkischen Hochkaräter deklassiert

Im ersten Kampf begegnete der ATSV-Youngster seinem nationalen Konkurrenten Emil Thiel, der Sohn des ehemaligen Bundestrainers. „Gegen Emil habe ich ein wenig gebraucht, bis ich ins Turnier fand. Außerdem ist er relativ viel rückwärts gelaufen. Deshalb habe ich die meisten Punkte durch Beinangriffe und Rausschieben erzielt“, so Mayer. Am 11:1-Punktsieg gab es nichts zu rütteln.

Der junge Paintner (r.) trainiert mittlerweile auch in einer Sportschule in Nürnberg. Foto: Hacker

Sein nächster Gegner Özen Yasin Aktas war ein echter Hochkaräter. „Der junge Mann ist in der Türkei ganz oben mit dabei und hat das in diesem Turnier auch unter Beweis gestellt“, erklärt ATSV-Pressewart Stephan Hacker. Bis zum Duell mit Mayer hatte er alle Kämpfe mit technischer Überlegenheit oder auf Schulter gewonnen. Das sollte sich gegen den Kelheimer Athleten drastisch ändern. „Er hat versucht, relativ hart zu ringen, ich habe ihn durch Fassarten gebunden und daraus meine Punkte gemacht. Da habe ich schon ziemlich bolzen müssen“, sagte Mayer nach seinem überragenden 15:0-Erfolg.

Verein erhofft sich Vorbild-Effekt

Kurzen Prozess machte der ATSV-Ringer mit Stephan Kogut. Nach 2:30 Minuten musste sich der Freiburger verabschieden – Mayers technische Überlegenheit drückte sich in einem 16:0 aus. Den vierten Auftritt, der gleichzeitig die finale Entscheidung brachte, bestritt der junge Mann gegen Timo Schadler – „der war im letzten Jahr Dritter bei der A-Jugend bis 76 kg“. Mit zwei schnellen Beinangriffen konnte der Paintner seine ersten vier Punkte verbuchen. „Beim Auskämpfen aus einem Beinangriff ist Schadler dann in der Matte hängen geblieben, hat sich verletzt und konnte nicht mehr weitermachen.“ Das vorzeitige Aus für den Kontrahenten bedeutete für Johannes Mayer, der in Nürnberg eine Sportschule besucht, den Turniersieg.

Für Stephan Hacker ist der Youngster ein Vorbild für die Jugend. „Schickt die Kinder ins Ringertraining! Da lernen sie Koordination, Teamgeist und Körperbeherrschung“, sagt er. Training ist montags und mittwochs von 17.30 bis 19 Uhr in der Lederergasse 9 in Kelheim. Selbst eine Bambini-Gruppe gibt es.

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