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Sport aus Kelheim
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Abensberg

TSV-Judoka fiebern Grand Prix entgegen

Zwei Leistungsträger haben den Rekordmeister Abensberg verlassen. Der Grand Prix in Düsseldorf ist der erste Formtest.
Von Dieter Krelle, MZ

Philip Graf kämpft auch um die Gunst des Bundestrainers.Foto: dpa

Abensberg.Die Rückkehr in die Judo-Bundesliga ist für den deutschen Rekordmeister TSV Abensberg das Eine, der erste ernsthafte Formtest beim Grand Prix in Düsseldorf aber ein echter Indikator für die Chancen auf die angestrebte Rückkehr auf Spitzenniveau. Denn mit dem letztjährigen Düssseldorf-Sieger, dem Olympiadritten von London, Dimitri Peters (100 kg), und dem Schwergewichtler Andre Breitbarth haben zwei absolute Leistungsträger den TSV verlassen, die nach dem freiwilligen Rückzug in die Regionalliga gewichtigen Anteil am über zwei Jahre realisierten Wiederaufstieg hatten.

Zum Wundenlecken aber hat der neue Team-Manager Fabian Seidlmeier nicht viel Grund, kann er doch für die neue Saison mit Kamal Khan-Magomedov (66 kg), dem Israeli Tohar Butul (73 kg), Junioren-Europameister Nemanja Maidov (90 kg), dem belgischen WM-Dritten Toma Nikiforov (100 kg) und dem ins Schwergewicht gewechselten Olympiasieger Lukas Krpalek respektable Verstärkungen präsentieren.

Leichtgewichts-Trio beginnt

Für seine deutschen Starter geht es von heute bis Sonntag in Düsseldorf darum, Flagge für den Abensberger Leistungswillen zu zeigen. Dazu hat ein Abensberger Leichtgewichts-Trio am ersten Tag Traditions-Turnier gegen starke internationale Konkurrenz Gelegenheit. Philip Graf (60 kg) will vor den Augen -des neuen Bundestrainers Richard Trautmann zeigen, dass er dem neuen Youngster, dem neuen Meister Moritz Plafky, nicht freiwillig das Feld überlassen will.

Ähnliches gilt in der 66-kg-Kategorie, wo aber für den nach abgeschlossener Polizei-Ausbildung wieder zurückkehrenden Olympiastarter Sebastian Seidl ein Einsatz zu früh kommt. Sein TSV-Kollege und U23-Vize-Europameister Manuel Scheibel und der am Olympia-Stützpunkt in München mit dem Babonen-Duo trainierende deutsche Meister Lukas Vennekold (TSV Großhadern) greifen dagegen an. Die Abensberger sollen mithelfen, den „Betriebsunfall Abstieg aus der Golden League“ im Deze

Odenthal: Volle Unterstützung

mber zu korrigieren.

Ganz aus dem internationalen Blickfeld hat sich 81-kg-Athlet Sven Maresch verabschiedet, der beim Europacup in Rom in Runde zwei ausschied. Ein Jahr lang wird sich die langjährige Galionsfigur noch für den TSV zur Verfügung stellen.

Sein Nachfolger Benjamin Münnich strebt in Düsseldorf ebenso einen Podestplatz an wie Olympiastarter Marc Odenthal (90 kg), der bei der DM auch krankheitsbedingt im Finale gegen Eduard Trippel (Rüsselsheim) unterlag. Den Abensbergern hat er seine volle Unterstützung im Meisterschafts-Kampf der Bundesliga Süd zugesagt. „Er fühlt sich im Abensberger Umfeld sehr wohl“, glaubt Seidlmeier, dem der Abschied der beiden deutschen „Dicken“ Peters und Breitbarth einige Denkaufgaben gegeben hat.

Bewährt hat sich die Verkürzung der Kampfzeit auf vier Minuten, ebenso der Verzicht auf Koka-Wertungen und die Abstufung Verwarnungen, die in regulärer Kampfzeit nicht mehr entscheiden.

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