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Sport aus Kelheim
Freitag, 19. Januar 2018 3

Schlammschlacht

Uhligs radeln durch den Matsch

Oscar und Henri Uhlig beißen sich auf unwegsamen Untergrund durch. Allerdings zehren die harten Bedingungen an den Kräften.
Von Alexander Roloff

Henri Uhlig fährt im Gelände mit den besten U19-Fahrern. Foto: Uhlig

Vechta.Auf ihrem Rückweg von zwei Cyclocross-Rennen in Belgien schlugen die Junioren-Radsportler Oscar und Henri Uhlig vom RSC Kelheim den Umweg über die beiden Rennen zum Deutschland-Cup in Vechta und Herford im Norden der Republik ein. Mama Birgit und Papa Steffen begleiteten die Brüder auf der fünftägigen durch Belgien und Deutschland.

Zum Abschluss strich der 16-jährige Henri bei den Junioren den dritten Platz in Vechta ein. Der 17-jährige Oscar fuhr als Zwölfter über den Zielstrich. „Henri war gut in Form und immer vorne dabei, konnte aber im Finale mit den beiden Erstplatzierten nicht mithalten“, berichtet Vater Steffen. Oscar habe Kontakt zur Spitzengruppe gehalten, fiel aber nach fünf Runden zurück. „Er rappelte sich auf und kam zufrieden mit Platz zwölf ins Ziel.“

Mit Rad auf der Schulter ins Ziel

Dauerregen hatte den Mischsandboden im Steigerwaldstadion von Vechta laut Papa Uhlig zu einer „fahrbaren, aber klebrigen Angelegenheit“ gemacht. Anders stellte sich die Strecke in Herford dar: „Das war keine fahrbare Crossstrecke. Der Dauerregen verwandelte die Wiese zur Schlammschlacht.“ Der erkrankte Oscar verzichtete auf einen Einsatz. „Henri merkte man den Stress der letzten Woche an. Trotzdem erledigte er seine Aufgabe.“

Nach jeder von sechs Runden wurde das Rad gewechselt und zwischenzeitlich Dampf gestrahlt. In der Schlussrunde wollte die Kette nicht mehr auf dem verschlammten Kettenblatt bleiben. Henri lief schließlich mit dem geschulterten Rad unzufrieden auf den 13. Platz. Im Deutschland-Cup belegt er den 10. Platz, Oscar den 16. Rang. In der Nacht zum 31. Dezember kehrte die Familie in die Heimart nach Hagelstadt zurück.

Im Weltcup auf Platz 38

Zuvor machte sich Henri als dreifacher Deutscher Bahnmeister von 2017 auf den Weg nach Frankfurt an der Oder zum Pflichtlehrgang auf der Bahn. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte die Reise mit der Fahrt nach Heusden in Belgien begonnen. Dort durften die Brüder beim Cyclocross-Weltcup-Rennen im Circuit Zolder starten. Oscar rutschte als Ersatzfahrer ins Peloton und kämpfte sich im Nationaltrikot unter 62 Teilnehmern auf den 58. Platz. Henri war auf Position 38 bester deutscher Fahrer.

Es folgte der Azencross in Loenhout vor etwa 30.000 Zuschauer. Das Teilnehmerfeld ähnelte dem stark besetzten Weltcup von Zolder. Bei extrem schwierigen Bodenverhältnissen belegte Oscar Rang 60. Henri schaffte trotz Reifenwechsel und Sturz den 28. Platz. Bei den anschließenden Rennen in Vechta und Herford war auch Vereinskameradin Luisa Beck vom RSC Kelheim am Start. In Vechta wurde sie Dritte. Bei den heftigen Bedingungen in Herford schied Beck aus und verlor den dritten Platz in der Gesamtwertung vom Deutschland-Cup ab.

Am 14. Januar finden die Deutschen Meisterschaften aller Altersklassen im Cyclocross in Bensheim statt.

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