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Sport aus Kelheim
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Wermutstropfen

Verletzung trübt den Medaillenfang

Der gehörlose Judoka Daniel Scheller holt süddeutschen Vizemeister-Titel, Marco Reber gewinnt Bronze. Ihr Teamkollege leidet.

Marco Reber (l.) holte Bronze, Daniel Scheller Silber. Foto: Öchsner

Abensberg.Mit zwei Medaillen kehrten die Judoka des TSV Abensberg von den süddeutschen Männer-Meisterschaften in Peiting zurück. Der gehörlose Athlet Daniel Scheller gewann Silber, Marco Reber holte im Schwergewicht Bronze. Getrübt wurden die Auftritte von einer Verletzung bei Kilian Wilke, der sich eine Schultereckgelenksprengung zuzog.

Für die überwiegend junge Crew des Rekordmeisters ging es bei den Titelkämpfen um den Einzug in die nationale Endrunde. Die beiden Medaillengewinner des TSV haben dieses Ziel erreicht. Daniel Scheller (60 kg), der auch in der Bundesliga kämpft, scheiterte erst im Finale an Dominik Röder vom Judo-Club Lauf. Im Stand erarbeitete sich der Babone durchaus Vorteile, unterlag aber im Bodenkampf, als er in einen Haltegriff geriet und ausgezählt wurde.

Haarscharf an dritter Medaille vorbei


Marco Reber kehrte nach einer Auszeit wieder auf die Matte zurück. Im Schwergewicht sicherte er sich im Duell mit Simon Schwertl von der TG Landshut die Bronzemedaille. Im ersten Kampf hatte er gegen den späteren Süddeutschen Meister Roman Schmid vom TSV Peiting verloren und musste so in die beschwerliche Trostrunde. „Super, dass wir zur Deutschen fahren dürfen!“, freuten sich die beiden jungen Männer.

Kilian Wilke (in weiß) krachte schmerzhaft auf seine Schulter. Foto: Steffl

Markus Tuscher (81 kg) schaffte es auch ins kleine Finale, verlor dort aber. Beinahe hätte es ihn in den Kampf um Gold verschlagen. Bis knapp eine Minute vor Schluss führte er mit Wazaari-Wertung gegen den früheren U23-Vize-Europameister Soshin Katsumi aus Ettlingen, konnte diesen Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen. Ludwig Igl (81 kg), Zaki Massud (60 kg) und Ahmad Liali Talal (90 kg) kamen über die Vorrunde nicht hinaus.

Zehn Sekunden vor Schluss seines ersten Auftritts ereilte Kilian Wilke die schwere Verletzung. Mit der Schultereckgelenksprengung muss er einige Zeit pausieren. (mar)

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