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Sport aus Kelheim
Sonntag, 10. Dezember 2017 11

Querfeldein

Von der Weltcup-Bühne zum Bayern-Titel

Ihrlersteiner Radcrosserin Luisa Beck mischte sich unter die Besten. Platz 45 kam heraus – und tags darauf die Meisterwürde.

Luisa Beck aus Ihrlerstein ist einmal mehr die beste Radcrossfahrerin im Freistaat. Fotos: Archiv

Ihrlerstein. Ihrlerstein/REGENSBURG. Der Cross-Grand-Prix in Rosenheim ist ein Highlight im Kalender der bayerischen Cyclocross-Fahrer – nicht nur, weil der Kursbauer selbst aktiver Cross- und Mountainbikefahrer ist und dadurch einen ansprechenden Rundkurs in der Innflutmulde abstecken konnte, sondern auch weil Organisation und Stimmung rundherum passen. So war es nicht verwunderlich, dass dort bereits zum dritten Mal die bayerische Meisterschaft ausgetragen wurde. Für die Ihrlersteinerin Luisa Beck war das Rennen gekrönt von der Titelverteidigung.

Die 28-Jährige fuhr mit ihrer Regensburger Cross-Mannschaft von Edelsten Bikes mit fünf Teamkollegen nach Rosenheim. Das Aushängeschild war sie als amtierende Bayerische Meisterin. Über Nacht waren die Temperaturen stark gesunken: So bildeten die frisch verschneiten Alpen eine stimmungsvolle Kulisse für die Landesmeisterschaft in Rosenheim.

Im tiefen Matsch gegen die Elite

Die winterliche Grußbotschaft konnte Beck als Teilnehmerin freilich nicht so genießen. Zudem hatte sie erst am Tag davor einen Ausflug in den Weltcup-Zirkus gewagt. Beim einzigen Gastspiel der Weltelite im Radcross im niedersächsischen Zeven wartete ein kräftezehrendes Rennen auf die Brandlerin. „Der Kurs verlief auf tiefem Matsch“, erzählte sie. Viele Laufpassagen mussten die Weltcup-Starter mit dem Rad auf der Schulter meistern. Für Beck sprang am Ende der 45. Platz heraus.

„Ich wusste, dass meine schärfste Konkurrentin mein Tempo nicht auf Dauer mitgehen kann.“

Luisa Beck

Auf bayerischem Pflaster war für Luisa Beck die Titelverteidigung klares Ziel. Nach einem verhaltenen Start erhöhte sie das Tempo an der Spitze und ihre einzige Verfolgerin musste abreißen lassen. Souverän fuhr Beck an erster Position und vergrößerte ihren Vorsprung stetig. Ihr Plan war aufgegangen. „Egal, ob ich schnell oder langsam losfahren würde: Ich wusste, dass meine ärgste Konkurrentin nach einer halben Runde an meinem Hinterrad sein würde, aber dass sie auf Dauer nicht mein Tempo mitgehen kann“, beschrieb sie ihre Taktik.

Im Sommer auf der Straße, im Winter im Gelände: Luisa Beck ist eine Ganzjahres-Radsportlerin.

Neben der Kontrahentin musste sie auch den Muskelkater vom Tag davor bekämpfen. „Die Lauferei und die lange Autofahrt spüre ich schon ein wenig. Also habe ich mir zu Beginn des Rennens ein paar Körner gespart und bin es langsam angegangen. Mein Plan hat super funktioniert“, grinste Beck mit der Goldmedaille um den Hals. Teamkollegin Veronika Weiß lag das gesamte Rennen über komfortabel auf Platz drei und nahm Bronze mit.

Noch ist nicht Sommerpause

Mit dem Landesmeistertitel von Beck in der Tasche schließen die bayerischen Fahrer von Edelsten Factory-Racing-Teams die Crosssaison in diesem Jahr ab, während die ostdeutschen Teammitglieder im Dezember noch einige Rennen auf ihrer Agenda haben. Mitte Januar reisen die Topfahrer der Regensburger Mannschaft zur deutschen Meisterschaft nach Bensheim bei Frankfurt am Main, bevor die Crossräder für die Sommerpause in den Keller gebracht werden.

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