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LG Telis Finanz
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Leichtathletik

Drei Medaillen für die Telis-Athleten

Bei den deutschen Meisterschaften der U 23 holt Cherif Silber, Blum und die Staffel sichern sich Bronze.

Tim Ramdane Cherif (links) kehrt von der U23-DM mit Silber zurück, Tobias Blum mit Bronze. Foto: Kiefner

Wattenscheid. Sechs Athleten, davon fünf mit Medaillen geschmückt und einem vierten Platz dazu – die Läufer der LG Telis Finanz Regensburg haben bei den deutschen U-23-Meisterschaften im Wattenscheider Lohrheidestadion erneut durch extrem hohe Effektivität überzeugt.

Teamchef Kurt Ring hatte nur ein Miniaufgebot nach Westfalen geschickt, zudem fehlte Titelaspirantin Franzi Reng, die nach ihren gesundheitlichen Problemen bei den Europameisterschaften in Amsterdam vernünftigerweise gleich eine kleine Regenerationsperiode eingeschoben hatte. Ihre männlichen Teamkollegen sprangen jedoch in die Bresche: Das 5000-m-Duo Tim Ramdane Cherif und Tobias Blum hielten bis zum Ende mit dem hohen Vorausfavoriten Amanal Petros (SV Brackwede) mit und wurden dafür mit Silber und Bronze belohnt.

Die 3x1000-m-Staffel mit Fabian Laukamp, Keyan Hatami und dem Jugendlichen Tim Englbrecht übertraf alle Erwartungen, verpasste nur knapp Silber und holte schließlich völlig überraschend die Bronzemedaille. Auch Hindernisläufer Kilian Stich hatte man keineswegs auf Platz vier erwartet, den er souverän fast im Alleingang nach Hause brachte.

Prognosen übertroffen

„Unsere Athleten verstehen inzwischen mit Druck umzugehen. Auch in Wattenscheid übertrafen sie die Prognosen und schlossen somit nahtlos an die Ergebnisse der diesjährigen Meisterschaften an. Wenn man den hoffnungsvollen Nachwuchsleuten Vertrauen gibt, zahlen sie dies mit Erfolgen zurück“, stellte ein sichtlich zufriedener Teamchef Kurt Ring nach dem krönenden Abschluss mit der Staffel fest.

Letztendlich konnten die Regensburger auf Grund ihres Mini-Aufgebotes nur in drei Wettbewerben punkten. Wie sie das taten, war beeindruckend. Das 5000-m-Finale am Samstag sollte schon auf Grund der äußerst schwülen äußeren Bedingungen ein typisches Meisterschaftsrennen werden. Die ersten zwei Kilometer tat sich gar nichts, „Mädchentempo“ eben und sich belauern.

Als dann Favorit Amanal Petros deutlich die Geschwindigkeit anzog und immer mehr verschärfte, waren Tim Ramdane Cherif und Tobias Blum voll im Bilde und klebten förmlich an dessen Fersen.

Auf dem letzten Kilometer kam es bei erbitterter Gegenwehr der beiden Regensburger zum brutalen Ausscheidungskampf, den Tim Ramdane Cherif mit 14:35,30 Minuten und Tobias Blum mit 14:38,03 Minuten knapper verloren, als die reinen Zeitabstände von zwei und etwas mehr als vier Sekunden auf den Sieger aussagen. Pedros, ausgestattet mit einer Bestzeit, die zirka 35 Sekunden schneller ist, als die der Telis-Junioren, gestand dann auch nach dem Rennen anerkennend: „Das war auch für mich ein sehr schweres Rennen. Die beiden haben sich bravourös gewehrt.“

Stich läuft eigenes Rennen

Kilian Stich hatte es im 3000-m- Hindernis-Finale nicht leicht. Gleich in den ersten beiden Runden war das Medaillentrio mit dem derzeit schnellsten Deutschen Patrick Karl (TV Ochsenfurt), der sich am Ende auch die Meisterkrone aufsetzte, weit enteilt. Der Regensburger musste quasi im Alleingang sein eigenes Rennen gestalten, weil die übrige Konkurrenz auch für ihn zu wenig Qualität mitbrachte, was der Telis-Junior dann auch souverän auf Platz vier mit 9:30,58 Minuten ins Ziel brachte. „Das war ein kluger Lauf, mit den ersten Drei mitzugehen, wäre sportlicher Harakiri gewesen. In diesen Dimensionen kann er noch nicht laufen“, lobte ihn Heimtrainer Harry Mentil.

Coach Kurt Ring schenkte seinem Staffeltrio auch nach dem verpatzten Vorlauf von Keyan Hatami über 1500 m das Vertrauen und bekam eine völlig unerwartete Bronzemedaille zurück. Stabhochsprungumsteiger Fabian Laukamp tankte sich als Startläufer in der Zielkurve an allen zehn Konkurrenten vorbei an die Spitze und brachte das Trio gleich mal ganz nach vorne.

Keyan Hatami hielt sich als Mittelmann gegen national hochwertige Konkurrenz, wie dem 1:46-Läufer Patrick Zwicker, zäh im Medaillenbereich und Tim Englbrecht legte sich im Schlusspart lange Zeit an vier liegend auf den letzten hundert Meter den Dortmunder Leif Gunkel zurecht, um am Ende die Staffel mit sehr guten 7:28,24 Minuten aufs Trepperl zu laufen.

Selbst die Zweiten aus Fürth waren mit dem letztjährigen deutschen 1500-m-Jugendmeister Jamie Williamson am Schluss nur 73 Hundertstel voraus.

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