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Samstag, 16. Dezember 2017 10

Leichtathletik

Erster Knüller gleich im ersten Rennen

Ruth Sophia Spelmeyer läuft bei der Sparkassen-Gala erstmals unter 52 Sekunden und schafft die Norm für Olympia.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Ruth Sophia Spelmeyer sorgte schon am Samstag für einen ersten Knüller in Regensburg. Am Sonntag geht die Sparkassen-Gala weiter. Foto: dpa

Regensburg.Was für ein Auftakt! Die Laufnacht, eigentlich nur ein Aufwärmprogramm für die Sparkassen-Gala, brachte gleich im ersten größeren Rennen den ersten großen Knüller. Mit Ruth Sophia Spelmeyer wird die nächste Leichtathletin in der langen, seit 2006 auch international hochwertigen Gala-Geschichte Regensburg für immer in Erinnerung behalten. Die 25-Jährige lief über 400 Meter nicht nur Bestzeit, sondern unterbot auch die Norm von 52 Sekunden für die Olympischen Sommerspiele im August in Rio de Janeiro um acht Hundertstel. Das Hauptprogramm der Sparkassen-Gala findet am Sonntag ab 14 Uhr im Uni-Stadion statt (Vorprogramm ab 11.15 Uhr).

Ruth Sophia Spelmeyer belegte mit ihrer Zeit Rang drei hinter der Britin Emily Diamond (51,24) und Kabange Mupopo aus Sambia (51,35). „Ich dachte, die beiden vorne sind echt schnell. Vielleicht reicht es ja für mich. Es ist fast unbeschreiblich“, sagte Spelmeyer bei der Siegerehrung glücklich. „Seit zwei Jahren laufe ich dieser Schallmauer hinterher, jetzt bin ich einfach nur heilfroh, kann entspannt trainieren und es muss nur noch bis Rio alles gutgehen.“

Allerdings: Wo Freud war über 400 Meter war auch Leid. Mit Esther Cremer blieb eine weitere deutsche Spitzenläuferin nach 100 Metern auf der Laufbahn im Universitätsstadion liegen und musste behandelt werden.

„Ich dachte, die beiden vorne sind echt schnell. Vielleicht reicht es ja für mich. Es ist fast unbeschreiblich.“

Ruth Sophia Spelmeyer

Spelmeyer stellte mit ihrer Leistung auch die männliche Konkurrenz auf ihrer Strecke in den Schatten. Immerhin aber hakte Alexander Gladitz aus Hannover in 45,94 Sekunden die Pflichtzeit für die Europameisterschaft in Amsterdam (6. bis 10. Juli) ab. Johannes Trefz (46,02, LG Stadtwerke München) fehlte dazu die Winzigkeit von zwei Hundertstel.

Mehr zum Thema: Die Gala kämpft mit Problemen!

Weniger spektakulär lief es für die Männer über 400 Meter Hürden. Der deutsche Vizemeister 2015, Georg Fleischhauer (Frankfurt), und der EM-Fünfte von 2014 in Zürich, Felix Franz, schafften in 51,49 bzw. 51,19 Sekunden nicht die erhoffte 50 vor dem Komma oder gar mehr.

Zwischendrin gab es immer wieder den einen oder anderen Juchzer von Nachwuchsathleten zu hören, für die Regensburg immer eine Gelegenheit ist, sich für internationale Großmeisterschaft der Altersklassen U 18 und U 20 zu qualifizieren, was in 59,36 Sekunden mit der Ambergerin Corinna Schwab über 400 Meter Hürden auch einer Oberpfälzerin gelang.

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