mz_logo

LG Telis Finanz
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Crosslauf

Florian Orth ist deutscher Cross-Meister

In sieben Tagen vier deutsche Titel: Die Bilanz des Telis-Läufers kann sich sehen lassen – aber die seiner Teamkollegen auch.

Florian Orth holt sich den Cross-Titel zurück. Foto: Kiefner

Herten.Was für eine Schlammschlacht. Bei den deutschen Meisterschaften im Cross im westfälischen Herten wurden wahrhaftig Spezialisten für tiefes Geläuf gesucht. Umso bemerkenswerter der Auftritt von Florian Orth. Der Läufer der LG Telis Finanz Regensburg, der erst vergangene Woche zweifacher deutscher Hallenmeister geworden war, ließ auf der 4,3 Kilometer langen Mittelstrecke der Männer keine Zweifel aufkommen und gewann überlegen.

Dass es auch in Herten wieder ein doppelter Titelgewinn für Orth wurde, dafür sorgten seine Teamkollegen Jonas Koller und Felix Plinke. Diese überraschten mit Platz neun und zehn und gewannen zusammen mit Orth überraschend Teamgold.

Die Telis-Frauen holten mit Franzi Reng (4./U23 3.), Maren Kock (7.) und einer über sich hinauswachsenden Luisa Boschan (10.) ihren sechsten deutschen Teamtitel in Folge. Und den Telis-Junioren mit dem extrem stark laufenden Tobias Blum auf der Silber-Position, Tim Ramdane Cherif (5.) und Nico Matysik gelang zum vierten Mal in Serie dieses Kunststück. Dazu stellten sie jedes Mal den Vizemeister in der Einzelwertung.

„Im Training sah es dagegen bei mir in den letzten Tagen nicht allzu gut aus. Daher wäre ich nicht verwundert gewesen, wenn ich heute nur Zweiter oder Dritter geworden wäre.“

Florian Orth

Die Entscheidung zugunsten von Florian Orth fiel in der letzten von drei Runden. Niemand aus der vierköpfigen Verfolgergruppe konnte dem glänzend aufgelegten Regensburger folgen. Seinen kräftezehrenden Doppelauftritt von Leipzig hatte Florian Orth gut weggesteckt: „So wie ich heute gelaufen bin, scheine ich die sechs Wettkampf-Kilometer von Leipzig recht gut verkraftet zu haben. Im Training sah es dagegen bei mir in den letzten Tagen nicht allzu gut aus. Daher wäre ich nicht verwundert gewesen, wenn ich heute nur Zweiter oder Dritter geworden wäre“, sagte er.

Die Entscheidung über den Mannschaftstitel fiel erst auf dem letzten Kilometer, als sich Jonas Koller und Felix Plinke noch bravourös vortankten und so Plinkes Prophezeiung – „wenn wir alle in den Top Ten sind, gewinnen wir auch“ – in die Tat umsetzten. Für einen der besten Teamläufer, den Regensburg jemals hatte, war’s dann auch der achte Mannschaftstitel in seiner nun zehnjährigen Karriere.

Dass die häufigen Schlammpassagen im völlig durchnässten Wiesengelände nichts für seine derzeitige Vorzeige-Athletin Maren Kock sein würde, wusste Teamchef Kurt Ring schon vor dem Rennen. Anfangs noch in der Spitzengruppe mitlaufend musste sie nach und nach auf der fast sechs Kilometer langen Frauendistanz immer mehr Federn lassen, war aber dann am Ende mit Platz sieben ein wertvoller Baustein für den Mannschaftstitel.

Juniorin Franzi Reng flößte der Parcours zunächst sichtlich Respekt ein. Sie begann sehr vorsichtig, um dann in der zweiten von vier Runden vehement nach vorne zu stürmen. Platz drei in der U-23-Wertung und noch viel mehr Platz vier bei den Frauen waren ein verdienter Lohn für ein klug eingeteiltes Rennen. Erst als die respektlos laufende Luisa Boschan in der letzten Runde an den beiden Läuferinnen des ärgsten Konkurrenten LAC Quelle Fürth vorbeistürmte und sich resolut auf Platz zehn festsetzte hing der erneute Mannschaftserfolg nicht mehr am seidenen Faden.

Der Titelgewinn der Telis-Junioren war aber nie gefährdet. Hinter Titelverteidiger Amanel Petros steuerte Tobias Blum Richtung Silber, Tim Ramdane Cherif sowie Nico Matysik zogen sich als Fünfter und Zehnter mehr als achtbar aus der Affäre. Es hätte auch mit dem auf 14 unerwartet weit vorne einlaufenden Kilian Stich sicher zum Titel gereicht. Die Medaillenausbeute komplettierte das zweite Telis-Frauenteam mit Carolin Aehling (18.), Anna Plinke (22.) und Moni Rauch (24.) mit dem Bronzerang. „Dass wir schon wieder mit sieben nationalen Titeln nach nur zwei Meisterschaften dastehen, ist einfach nur wunderbar. Wenn du einen Lauf hast, gelingt einfach fast alles“, staunte Teamchef Kurt Ring.(orv)

Weitere Nachrichten zur LG Telis Finanz Regensburg lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht