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LG Telis Finanz
Montag, 11. Dezember 2017 7

Leichtathletik

Jahresbestzeiten für Kock und Huber

Maren Kock und Benedikt Huber überzeugen in Herzogenaurach: Schlechtes Wetter verhindert noch bessere Leistungen.
Von Veronika Ring, MZ

  • Maren Kock freut sich mit LG-Präsident Norbert Lieske. Fotos: Premru
  • Benedikt Huber im Ziel

Herzogenaurach.Die Eisheiligen hatten Hochkonjunktur beim erstklassig besetzten Adidas Boost Athletics Meeting im fränkischen Herzogenaurach. Daunenjacken waren somit das begehrteste Kleidungsstück; der Wind pfiff unbarmherzig aus Nordwest. Die Weltklassesprinter Yohan Blake und Tori Bowie nützten die Windunterstützung von hinten zu überragenden Einstiegsleistungen von 10,02 und 10,91 Sekunden über die 100 Meter. Für die Deutsche Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) sprang mit 11,25 sec die Olympianorm heraus.

Die Jugendliche Katrin Fehm (SG Siemens Amberg) sprintete mit 11,73 sec zur U18-WM-Norm. Weit größere Mühe mit den starken Windböen hatte die eigentlichen Protagonisten der Veranstaltung, die Läufer. Daher sind die deutschen Jahresbestleistungen der beiden Telis-Asse Maren Kock und Benedikt Huber besonders hoch einzustufen. Die Regensburgerin zeigte sich beim 1500-Meter-Sieg mit 4:11,96 Minuten von ihrer besten Seite.

DM-Normen unterboten

Benedikt Huber lief als Zweiter des 800-Meter-B-Laufs 1:48,35 Minuten – schneller als die deutschen Asse Timo Benitz, Robin Schembera und Sören Ludolph. Die beiden 5000-Meter-Aushängeschilder der LG Telis Finanz, Felix Plinke und Tim Ramdane Cherif schafften ebenso wie ihre Kolleginnen Luisa Boschan und Carolin Aehling sowie 1500-Meter-Läuferin Julia Kick die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Kassel. Jonas Koller und Anna Plinke müssen noch einmal nachlegen, ebenso wie 800-Meter-Mann Gabriel Genck. Alle drei blieben knapp über der Norm. Telis-Teamchef Kurt Ring hatte schon im Vorfeld des „heißen“ Mai geunkt: „Was bei den nun gesenkten Olympianormen so leicht ausschaut, wird letztendlich eine Gratwanderung für die Läufer. Es geht weniger darum, dass sie es drauf haben. Es geht vielmehr darum, in den alles entscheidenden drei oder vier Wettkämpfen Ende Mitte Mai bis Anfang Juni seine beste Leistung auf den Punkt zu bringen, weil in Deutschland Vorjahresleistungen eben nicht mitgenommen werden können.“

So schwanden die ersten Träume vieler in Herzogenaurach schon aufgrund der widrigen Klimaverhältnisse wie Schall und Rauch. Benedikt Huber hatte damit wenige Probleme. „Da sind noch große Reserven bei mir drin, das war noch nicht alles“, kommentierte er seinen 1:48,35-Lauf, der ihn vorerst in Deutschland ganz nach vorne brachte. „Ich bin mit der 4:11 recht zufrieden, im Vorjahr war ich bei einem geführten Rennen zum gleichen Zeitpunkt fast zwei Sekunden langsamer“, gab die Maren Kock nach ihrem Sieg zu Protokoll. Zu mehr taugte der Lauf nicht, weil die Regensburgerin schon nach zwei Runden Druck machen musste und das Feld zu den beiden Tempomacherinnen keinen idealen Kontakt hatte.

Persönliche Bestleistungen

„Vom Winde verweht“ hieß die Devise der 5000 m-Läufer, die unrhythmische Verläufe vorfanden und am Ende froh waren, wenigstens zum Teil die vorher als leicht eingeschätzten Zielzeiten für die DM-Qualifikation zu unterbieten. Zwei der mitgereisten Newcomer der LG Telis Finanz Regensburg stellten persönliche Bestleistungen auf: Fabian Laukamp unterbot als Sieger seines Laufs mit 1:58,33 min erstmals die Zwei-Minuten-Barriere über 800m und U23-Athletin Mira Parisek debütierte über 5000m mit 18:17,07 min. Mares Elaine Strempler beendete ihr 800 m-Rennen in 2:20,35min. (ovr)

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