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LG Telis Finanz
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Olympia-Norm

Kock fehlen 73 Hundertstel

Der USA-Tripp der Regensburger Läufer sorgt erst für Enttäuschung, doch Trainer Kurt Ring hält ihn dennoch für sehr gelungen.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Maren Kock lief eine gute Zeit in den USA und ärgerte sich doch, dass nach 5000 Metern eine Kleinigkeit fehlte. Foto: Kiefner

Palo Alto.Die erste Reaktion per SMS klang enttäuscht: „Ein Satz mit X, das war wohl nix“, schrieb Maren Kock aus Nordamerika enttäuscht nach Regensburg. Dort aber klang die Reaktion ihres Teamchefs bei der LG Telis Finanz ganz anders: „Das war eines ihrer besten Rennen“, sagte Kurt Ring, „vielleicht sogar das beste. Einfach mal so aus der kalten Hose so eine Zeit abzuliefern, ist doch aller Ehren wert.“ So eine Zeit – das waren 15:24,73 Minuten über 5000 Meter. Damit ist die leichte Enttäuschung auch schon erklärt: Es fehlten exakt 73 Hundertstel zur für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro geforderten Norm.

Ein kleiner Hänger nach dreieinhalb Kilometern kostete kostbare Zeit. „Das ist ein Meter oder eineinhalb“, relativiert Ring. „Insgesamt war das ein toller Auftritt. Ich ziehe den Hut davor. Als Zehnte hat sie sich in dem internationalen Feld gut bewiesen und auch diese Bewährungsprobe bestanden. Auch Bundestrainer Henning von Papen hat angerufen und gratuliert. Denn eigentlich fehlen zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison ja die nötigen zwei, drei Unterbaurennen“, fasst Kurt Ring zusammen.

Und so ganz nebenbei hat Maren Kock mit dem Lauf in den USA die Norm von 15:30 für Amsterdam um mehr als fünf Sekunden unterboten und visiert nach 2012 und 2014 zumindest zum dritten Mal eine Teilnahme an den Europameisterschaften an.

Hier finden Sie Informationen zur Sparkassen-Gala:

Sparkassen-Gala am 4./5. Juni

  • Stellenwert:

  • Seit 2006 ist die Sparkassen-Gala ein fester Bestandteil des Sportkalenders in der Oberpfalz und hat über die Jahre viele namhafte, auch internationale Leichtathleten in die Stadt gelotst.

  • Laufnacht:

  • Die Laufnacht beginnt am Samstag, den 4. Juni ab 13.15 Uhr. Das Vorprogramm der Gala startet tags darauf ab 11.15 Uhr, das Hauptprogramm läuft ab 14 bis 18 Uhr.

Enttäuschung bei Orth

Bei ihrem Freund Florian Orth lief es nicht so gut. Er beendete sein 5000-Meter-Rennen als 17. in 13:41,46 Minuten. „Im letzten Kilometer ging gar nichts mehr“, ließ er per Kurznachricht verlauten. Und auch da empfand Kurt Ring den Einstieg als so schlecht nicht. „Solche Rennen gibt es in Europa doch kaum“, erklärt Ring. „Und man sieht, was die Athleten auf sich nehmen für Olympia“, sagt Ring über den Ausflug nach Kalifornien. „Palo Alto liegt zwischen San Francisco und San Jose. Das sind rund zwölf Flugstunden. Maren und Florian sind am vergangenen Mittwoch angereist und kommen diesen Mittwoch zurück. Es bedurfte schon größerer Überzeugungsarbeit, denn so etwas kann auch in die Hose gehen“, sagt Ring.

Lesen Sie auch: Florian Orth ist deutscher Cross-Meister.

Kock/Orth versuchen sich nicht nur über die 5000, sondern demnächst vermehrt über die 1500 Meter. „Marens Verfassung ist gut. Sie wird demnächst in Herzogenaurach laufen und dann folgt eine Serie von 1500ern“, sagt Kurt Ring über das Programm des Pärchens, das auch in Ostrava (20. Mai) und Dessau (27. Mai) an den Start gehen will – und natürlich beim Heimspiel, der Sparkassen-Gala am 4./5. Juni in Regensburg. „Florian hat den Vorteil, dass er die geforderten 3:36,20 schon gelaufen ist, Maren ihre 4:07 aber noch nicht“, sagt Ring.

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