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LG Telis Finanz
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Leichtathletik

Pfliegers Vorgeschmack auf Berlin

Der Leichtathlet von der LG Telis Finanz Regensburg gewinnt den Citylauf. Julia Kick trumpft in Nürnberg auf.

In Berlin war Philipp Pflieger über zehn Kilometer top. Foto: Volke

Berlin.Die Örtlichkeiten kennt Philipp Pflieger jetzt schon mal ein Stück besser: Wenn der 28-jährige Läufer der LG Telis Finanz am 27. September beim nächsten Mal in Berlin startet, dann ist die Distanz mit dem Marathon ein wenig länger als bei der City-Nacht über 10 Kilometer, die derRegensburger in 29:39 Minuten vor dem Dänen Henrik Them (29:44) und André Pollmächer, dem EM-Achten im Marathon (29:47), gewann. Teamkollegin Steffi Volke kam nach längerer Verletzungspause mit guten 35:24 Minuten auf Platz vier.

Pflieger hatte für den Start in Berlin auch die deutsche Bahn-Meisterschaft sausen lassen. Dort trumpfte jenseits des Titelgewinns von Maren Kock über 1500 Meter mit Julia Kick noch eine weitere Regensburgerin auf. Die 25-Jährige hatte in Kocks Vorlauf nur sechs Hundertstel hinter der späteren deutschen Meisterin in 4:21,41 Minuten souverän den Einzug in den Endlauf geschafft. Und auch dort schlug sich Kick, die in diesm Jahr völlig unerwartet wieder in der deutschen Spitze mitmischt, mehr als wacker und landete am Ende in 4:18,34 Minuten auf Rang sieben.

Julia Kick sorgt für frischen Wind in ihrer Laufbahn. Bei Philipp Pflieger war es der Sturm, der auf den zehn Kilometern Zeit kostete. „20, 30 Sekunden waren das am Ende bestimmt. Wir sind den Kudamm zweimal hoch und einmal runter gelaufen. Da standen wir vier, fünf Kilometer lang im Gegenwind“, meinte Pflieger. „Es war so stürmisch, dass es mir beim Mittagessen die Basilikumblätter von der Pizza geweht hat.“

Entsprechend langsam verlief der erste Kilometer. Niemand wollte die Tempoarbeit machen. „Das war so eine 3:02. Aber ich wollte ja keinen Dauerlauf mit 30:30 bestreiten, sondern einen Reiz setzen“, sagte Pflieger, der die Führungsarbeit übernahm. Pflieger verschärfte, seine Konkurrenten Them und Pollmächer verloren „so bei Kilometer vier oder fünf den Anschluss und kamen wieder heran. Ich hatte mir aber für den letzten Kilometer noch ein paar Körner aufgehoben.“

Am Ende bilanzierte Pflieger, der am Wochenende zu einem dreiwöchigen Höhentrainingslager nach St. Moritz aufbricht: „Sportlich war es eher ein Kirmeslauf mit Preisgeld. Aber es hat Lust auf mehr gemacht.“ Vor allem Lust auf den 27. September. (cw)

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