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LG Telis Finanz
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Leichtathletik

Telis-Team ist kaum zu schlagen

Auch ohne ihre besten Läufer gewinnt die LG bei den Halbmarathonmeisterschaften die Hälfte der möglichen deutschen Titel.

LG-Athlet Joans Koller (rechts) war zwar der beste Deutsche in Bad Liebenzell, Halbmarathonmeister ist er trotzdem nicht. Foto: Kiefner

Bad Liebenzell.Die Liste der fehlenden Kräfte war so lang wie prominent: Philipp Pflieger zwickte die Patellasehne, Anja Scherl und Franziska Reng standen nicht zur Verfügung – und doch heimste die LG Telis Finanz Regensburg die Hälfte aller möglichen Titel bei der deutschen Halbmarathon-Meisterschaft ein und kam mit acht Medaillen aus Bad Liebenzell zurück. „Wolke sieben ist fast der falsche Ausdruck für das, was das Team derzeit leistet. Mit dem Trio wäre es wohl der totale Triumph geworden“, fasste Kurt Ring die ziemlich verregnete und bitterkalte Veranstaltung zusammen.

Hier lesen Sie, warum Philipp Pflieger nicht bei der DM startete.

Bei den Männern wurde die DM zur Feuertaufe der Youngster – und Jonas Koller bestand sie zuallererst. Als bester Deutscher hinter dem Äthiopier Mitku Seboka und dem Eritreer Eyob Solomun kam der 23-Jährige mit persönlicher Bestleistung von 1:05:23 Stunden ins Ziel. Warum er damit nicht deutscher Meister wurde, sondern am Ende nur Bronze umgehängt bekam, liegt an den derzeitigen Regularien des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Zur Premiere in den Bundeskader

Eifrigster Titelsammler in den Regensburger Reihen war U-23-Meister Tobias Blum, der sich mit seiner Zeit von 65:54 Minuten bei seinem Halbmarathon-Debüt nicht nur den Bundeskaderstatus erlief, sondern durch die Mannschaftserfolge der Männern und Junioren drei Mal oben auf dem Treppchen stand. Als Gesamtfünfter beendete Blum das Rennen als zweitbester Deutscher. Der viertplatzierte Vitaliy Rybak ist Ukrainer.

Mockenhaupt hinter Telis-Duo

Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg holte ihren 41. deutschen Meistertitel in 1:12:41 Stunden, unterbot damit das angepeilte nationale Limit, war aber langsamer als die immer noch die nationale Bestenliste anführenden Regensburgerinnen Anja Scherl und Franziska Reng.

Mit einem überraschenden sechsten Platz von Debütantin Luisa Boschan in erstaunlichen 1:15:54 Stunden, dem Parforceritt einer sich selbst übertreffenden Anna Plinke, die in 1:17:08 als Achte eine persönliche Bestzeit erzielte und der solide laufenden Carolin Aehling als Zwölfte (1:18:28) war auch die Titelverteidigung der Frauenmannschaft nie gefährdet.

Am Ende hatten die Regensburgerinnen satte 13 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten von der LG Stadwerke München und dem zweiten Telis-Team zwei mit Moni Rausch (1:19:30/13.), Mira Parisek (1:20:34/17.) und Sarah Heuberger (1:25:45).

So überlegen der Teamtitel bei den Männern durch Koller, Blum und dem auf Platz zehn einlaufenden U-23-Zweiten Tim Ramdane Cherif (1:07:09) ausfiel, so knapp schrammte Team zwei mit dem Elften Valentin Unterholzner (1:07:28), dem U-23-Vierten Nico Matysik (1:09:18) und dem U23-Sechsten Sebastian Viehbeck (1:12:08) an Bronze vorbei. Dass die Regensburger im Halbmarathon-Nachwuchs stark sind, zeigten nicht nur die vier Jungs, sondern auch eine toll laufende Mira Parisek, die sich U-23-Silber holte. (orv)

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