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Sport aus Neumarkt
Samstag, 25. November 2017 5

Regionalliga

Der SV Seligenporten will ans Licht

Mit einem Sieg gegen den Aufsteiger aus Pipinsried würden die Klosterer die Abstiegszone hinter sich lassen.
Von Udo Weller

SVS-Stürmer Raffael Kobrowski (v.) und seine Kameraden würden mit einem Sieg die Abstiegszone verlassen. Foto: Weller

Seligenporten.Kein Zweifel, der SV Seligenporten hat in den vergangenen Wochen eine beachtliche Entwicklung vollzogen und in der Liga nicht von ungefähr acht Zähler aus den zurückliegenden vier Partien gesammelt.

Dass dieser Reifeprozess zwar im Laufen, dabei aber, weil eben noch längst nicht abgeschlossen, auch Rückschläge zwingend einkalkuliert werden müssen, machte die 1:2-Niederlage im Toto-Pokalviertelfinale gegen den FC Memmingen mehr als deutlich.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eines der besten Spiele in dieser Saison gemacht“, so Trainer Roger Prinzen. Was dann aber nach dem Seitenwechsel geschah, bezeichnet der Coach als „das andere Gesicht der Mannschaft“.

Fortan hatte es den Anschein, als ob das Team sämtliche Tugenden in der Kabine vergessen hatte. „Wir haben völlig die Balance verloren, keinen klaren Ball mehr gespielt und insgesamt sehr fahrlässig agiert. Zudem passten viel zu oft die Laufwege nicht mehr, womit auch die Bindung im Mittelfeld verloren ging“, zählt Prinzen eine umfangreiche Mängelliste auf. Wird er diese mit seinen Spielern sicherlich bis ins kleinste Detail abarbeiten, mag er sich mit dem Spiel selbst nicht mehr lange aufhalten: „Natürlich wären wir im Pokal gerne weitergekommen, aber das müssen wir abhaken.“

Eine richtungweisende Partie

Dies umso mehr, als an diesem Samstag (14 Uhr) mit dem Duell gegen den FC Pipinsried im Kloster eine richtungweisende Partie auf dem Plan steht. Die pünktlich zum 50-jährigen Gründungsjubiläum mit dem Aufstieg in die Regionalliga ihren größten Erfolg feiernden Kicker aus dem Landkreis Dachau stehen unmittelbar vor dem SVS und mit Rang 15 auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Weil der Abstand nur zwei Zähler beträgt, haben es die Klosterer selbst in der Hand, mit einem Sieg diese in einem ganz besonderen Licht strahlende Platzierung einzunehmen, würden umgekehrt aber bei einer Niederlage einen herben Rückschlag erleiden.

Und weil diese Konstellation Pipinsried ebenso unter Druck setzt, scheint alles für eine spannende Begegnung gerichtet.

Wobei es für die Oberbayern vielleicht nicht einmal so ungelegen kommt, auswärts ran zu müssen, sind sie doch mit ihrer vor Saisonbeginn grundlegend renovierten Heimstätte noch nicht so richtig warm geworden.

Abgesehen von dem beim Stande von 2:1 witterungsbedingt abgebrochenen und nach einer Sportgerichtsentscheidung in einen 2:0-Sieg umgewandelten Starterfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth II, wurde dem heimischen Publikum bislang nur Magerkost vorgesetzt.

Auswärts hingegen ließ das Team um den erst 24-jährigen Spielertrainer Fabian Hürzeler schon einige Male die Muskeln spielen. Dort wies man den FC Unterföhring, den TSV 1860 Rosenheim sowie den mittlerweile tief gefallenen FC Bayern München II jeweils mit 1:0 in die Schranken.

Dieses knappste aller möglichen Resultate verdeutlicht aber auch, wo den Pipinsriedern der Schuh drückt – nämlich im Angriff. So gab es in zwölf der 15 absolvierten gespielten Partien maximal einen Treffer zu bejubeln.

Viel hängt vom ersten Tor ab

Überhaupt hängt beim Ex-Klub von Kloster-Rückkehrer Mariusz Suszko enorm viel vom ersten Tor ab. Geht der FCP mit 1:0 in Führung, stand am Ende immer zumindest ein Remis auf der Ergebnistafel. Trifft der Gegner aber als erster ins Schwarze, konnte noch kein einziger Sieg errungen werden.

Für den SVS bedeutet das also: Bloß kein Tor bekommen, aber unbedingt eines schießen. Um die dafür notwendige stabile Abwehr aufzubieten, muss Prinzen den nach seiner Roten Karte in Eichstätt für zwei Partien gesperrten Pascal Schärtel ersetzen.

Für ihn könnte Tim Olschewski als Innenverteidiger agieren, während der zuletzt geschonte Mario Götzendörfer für die dann freie Sechserposition prädestiniert wäre.


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