mz_logo

Sport aus Neumarkt
Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

JUDO

Judoka waren für Parsberg im Einsatz

Ein langer Wettkampftag im österreichischen Wels brachte den Parsberger Judoka Maja und Ronja Heymen einen dritten und einen vierten Platz ein.
Von Günter Treiber

Ronja Heymen (2.v.r.) erkämpfte sich einen dritten Platz. Foto: Ronny Heymen

PARSBERG.Es ist eine starke Leistung der Judo Abteilung des TV Parsberg beim „25. Internationalen Colop-Masters“ in Wels gewesen, auch wenn man mit dem Ergebnis nicht so ganz zufrieden war. In drei Altersklassen (U12, U14 und U16) wurde hart um Platzierungen gefightet.

Aus sieben Nationen waren 370 Kämpfer und Kämpferinnen am Start. Aus Deutschland nahmen zwei Vereine, der UJKC Potsdam mit 13 Kämpfern und der TV Parsberg mit den Schwestern Maja und Ronja Heymen, am Turnier teil.

Zunächst mussten die Jüngsten, die U12-Judoka, ihr Können beweisen. Auf insgesamt vier Matten wurde pausenlos gekämpft. Erst gegen Mittag war Parsberg mit Maja Heymen gefragt. Den ersten Kampf konnte sie klar dominieren, sie ging konzentriert und willensstark vor.

Maja Heymen erkämpfte sich durch viele gute Wurfansätze klare Vorteile und gewann vorzeitig mit der höchsten Wertung einen Ippon. Der zweite Kampf ging durch eine kleine Unachtsamkeit verloren, was Maja Heymen nun an sich selber zweifeln ließ und dann auch seine Folgen hatte.

Als kampfunfähig eingestuft

Die dritte Gegnerin wäre nämlich machbar gewesen. Aber bei einem Wurfansatz ohne Wertung fiel Maja Heymen auf den Bauch und in einen Spagat, was ihr kurzzeitig sehr weh tat, aber keine ernsthafte Verletzung darstellte. Doch vom Arzt wurde sie vorsorglich als kampfunfähig eingestuft.

Auch der vierte Kampf ging verloren, da Maja Heymen bei einem Wurfansatz zu hoch einstieg und von der Gegnerin gekontert wurde. Trotzdem erkämpfte sie mit guten Leistungen den vierten Platz, schrammte aber knapp am Medaillen-Ziel vorbei. Für Trainer Ronja Heymen aber der Hinweis, dass in Maja Heymen noch viel Potenzial für das kommende Jahr in sich hat.

Nach vielen Stunden des Wartens war nun die Altersgruppe U16 von Ronja Heymen an der Reihe. Aber ähnlich wie bei Majas starkem ersten Kampf, gelang ihr mit einer Wertung für einen Wurf und einen anschließenden Festhaltegriff der vorzeitige Sieg. Der Einzug ins Finale war zum Greifen nah.

Ronja Heymen agierte taktisch klug, verteidigte geschickt durch Hüftblock, verpasste es aber, klare Akzente und Wurfansätze zu setzen. Am Boden hätte sie mehrfach fast eine Würgetechnik zum Abschluss gebracht, dies wurde aber vom Kampfrichter vorzeitig unterbrochen. Der Kampf am Boden kostete aber mächtig Körner. Nach drei Minuten Ausgeglichenheit gab es keine Wertung, jedoch mit zwei Strafen für Ronja und einer Strafe für die Gegnerin ging es in den Golden Score.

Beide Kämpferinnen waren nun völlig entkräftet, aber immer noch voll Kampfeswillen. Weder die eine, noch die andere konnte klare Ansätze erzielen, somit wurde beiden Kämpferinnen eine Strafe auferlegt, was den Sieg für die Gegnerin bedeutete.

Angefressen nach dem Kampf

Nach dem Kampf war Ronja Heymen sichtlich angefressen und nach der ersten Videoanalyse selbstkritisch und der Meinung, hier wäre ein Sieg möglich gewesen.

Mit dieser Portion Frust ging es nun um Platz drei. Hier konnte Ronja Heymen an ihren ersten Kampf anknüpfen und ihn souverän vorzeitig für sich entscheiden. Der Lohn: Platz drei mit einer Glasmedaille auf dem Treppchen.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht