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Sport aus Neumarkt
Sonntag, 19. November 2017 11

Schach

Licht und Schatten bei Eva Schilay

Die Neumarkterin trat für Team Bayern bei der Ländermeisterschaft an.

Hoch konzentriert saß Eva Schilay am Schachbrett. Foto: Edin Pezerovic

Neumarkt.Eine besondere Ehre wurde dem Nachwuchstalent des Schachklubs Neumarkt Eva Schilay zu teil. Die amtierende Bayerische U18-Vize-Meisterin wurde als erstes Vereinsmitglied für das bayerische Team bei der Deutschen Ländermeisterschaft (DLM) in Hannover nominiert.

Die Mannschaften der Landesschachjugenden bestehen dabei aus je einem Spieler der Altersklasse U20, U20w, U18, U16, U16w, U14, U12 und U12w, wobei sich Eva Schilay den U20w-Part mit Kristin Braun (SC Forchheim) teilte.

Ein Remis zu Turnierbeginn

Bayern ging nach zuletzt zwei Titelgewinnen diesmal als Achter der Setzliste ins Rennen, nachdem die frisch gebackene U16-Vize-Europameisterin und der Deutsche U10-Meister nicht zur Verfügung standen. Gleich in der ersten Runde kam man gegen Hamburg nicht über ein 4:4 hinaus.

Eva Schilay traf bei ihrer DLM-Premiere auf den Dritten der Hamburger U12-Meisterschaft Jan Summers (Königsspringer SC 1984) und galt dabei leicht favorisiert. Nach ausgeglichenem Verlauf brach sie die Symmetrie in der Bauernstruktur, um im Endspiel potenziell einen entfernten Freibauern bilden zu können. Doch nach einer Unachtsamkeit konnte ihr Gegenüber die Initiative übernehmen und einen Bauern erobern. Aber der Hamburger fand im Endspiel nicht den richtigen Plan und so bekam Eva Schilay den Bauern zurück und remisierte.

Am zweiten Turniertag pausierte Eva Schilay beim 4:4 gegen Sachsen-Anhalt und traf beim folgenden 5:3-Erfolg über Bremen auf Ben-Luca Petri (Delmenhorster SK). Gegen den Bremer U18-Meister von 2016 hatte sie im Mittelspiel in geschlossener Stellung auf der Suche nach dem besten Plan viel Zeit verbraucht und geriet mit fünf gegen 45 Minuten Restbedenkzeit zunehmend unter Druck. Trotz Zeitnot neutralisierte sie die gegnerischen Drohungen, bis ihr kurz vor der Zeitkontrolle doch noch die Bedenkzeit ausging und sie verlor.

In der vierten Runde setzte sich das bayerische Team gegen Mecklenburg-Vorpommern mit 5,5:2,5 durch. Doch tags darauf gab es gegen den Setzlistendritten Niedersachsen mit 2,5:5,5 die erste Niederlage.

Anschließend wartete mit Sachsen (Nummer zwei der Setzliste) der nächste Hochkaräter. Hier saß Eva Schilay mit Ruben Lutz (USV TU Dresden) einer der stärksten deutschen Spieler des Jahrgangs 2005 gegenüber.

Dieser stand bei einer Deutschen Meisterschaft bereits auf dem Podest und hatte 2017 weder bei der Deutschen noch bei der EU-Meisterschaft eine Niederlage kassiert. Doch Schilay gelang es aus einer ausgeglichenen Stellung heraus mit präzisen Zügen den Favoriten an die Wand zu spielen.

Sie fand sogar den Gewinnplan, übersah aber, dass ihr Kontrahent noch einen taktischen Trick hatte, den man zuvor noch hätte abwehren müssen. So wurde ihr Springer überlastet, sie musste Turm für Springer geben und diesen Vorteil ließ sich ihr Gegner nicht mehr nehmen. Zu allem Überfluss musste nicht nur Schilay eine unnötige Niederlage hinnehmen und so unterlag das bayerische Team mit 3:5.

Den Sack nicht zugemacht

In der letzten Runde gelang es Eva Schilay gegen den Saarländischen U12-Meister Cedric Chassard (SV Riegelsberg) abermals aus einer ruhigen Stellung heraus die Initiative zu übernehmen und sich einen starken Angriff zu erspielen. Allerdings machte sie den Sack nicht zu und musste sich im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern mit einem Remis zufrieden sein.

Der Wettkampf gegen das Saarland endete 7:1 und so beendete das bayerische Team die DLM mit 8:6 Punkten auf Rang sieben. Den Titel sicherte sich die Berliner Schachjugend.

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