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Sport aus Neumarkt
Freitag, 22. September 2017 17° 4

Bezirksliga Mfr. 2

Pölling besiegt im Derby Holzheim 3:0

Dagegen erlebte die U23 von Seligenporten in Großschwarzenlohe ein 2:8-Debakel; Freystadt entführte aus Roth einen Punkt.
Von Udo Weller und Michael Zeh

Die Grünhosen des SV Pölling behielt im Heimspiel gegen Nachbar Holzheim klar den Durchblick.Foto: Zeh

SC Grossschwarzenlohe – SV Seligenporten U23 8:2 (3:1).

Nach nur sechs Saisonspielen einem Team den Stempel „klarer Abstiegskandidat „aufzudrücken, mag vielleicht etwas verfrüht sein. Nimmt man aber die insbesondere in der zweiten Halbzeit dargebotene Vorstellung der U23 gegen einen keineswegs überragenden Gegner zum Maßstab, dann trifft dieses Attribut ohne jeden Zweifel zu. Dass der eigentlich als Feldspieler eingeplante Torhüter Emanuel Hierl nicht nur aufgrund zweier gehaltener Strafstöße (7., 60.) noch der mit Abstand beste „Klosterer“ war, wirft ein nur zu bezeichnendes Licht auf die „Leistung“ seiner Kameraden an diesem zwar sonnigen, sportlich jedoch schaurig-finsteren Nachmittag.

Das Verhängnis nahm schon nach sechs Minuten seinen Anfang, als Spielertrainer und Ex-„Klosterer“ Florian Bauer zum 1:0 einköpfte. Benjamin Taft (19.) und Sven Bauer (28.) erhöhten auf 3:0, bevor Jermaine Anderson zum 3:1 (30.) einschob. Eben jener war es dann, der kurz nach der Pause auf 2:3 verkürzte.

Nachdem aber Maximilian Kurz einen Foulelfmeter zum 4:2 (64.) verwandelte, brachen beim SVS sämtliche Mannschaftsstrukturen komplett in sich zusammen. Großschwarzenlohe agierte nun nach Belieben und bereitete dem desolaten Konkurrenten durch Markus Nerreter (75.), Lukas Urban (78./FE, 83.) sowie Justin Opcin (90.) ein Debakel. (nuw)

SV Pölling – FC Holzheim 3:0 (2:0).

Aufregende Torraumszenen waren in der ersten halben Stunde des Derbys vor 250 Zuschauern rar gesät. Maximilian Fenner wurde vor dem finalen Abschluss von der Pöllinger Defensive abgeblockt (6.), SV-Stürmer Dominik Lettenbauer nahm im Gäste-Strafraum den Ball mit dem falschen Fuß an (11.). Als Holzheims Sturmspitze Daniel Orel aus vollem Lauf knapp am langen Eck vorbei zielte (17.) und seine Mannschaftskameraden Sebastian Schön und Ermin Kajgana eine Flanke vor dem Kasten der Hausherren nur knapp verfehlten (29.), schienen die Kicker vom Alten Kanal langsam Übergewicht zu bekommen. 60 Sekunden später sollte davon nicht mehr die Rede sein. Torwart Tim Wihr ließ einen Schuss von Philipp Feihl nach vorne abprallen und Dominik Lettenbauer staubte zur überraschenden Führung der Heimmannschaft ab.

Holzheim fand nun bis zur Halbzeit keinen Zugriff mehr auf die Begegnung. Dagegen demonstrierte der SV Effektivität in Reinkultur. Verteidiger Lukas Stigler kurvte in Arjen-Robben-Manier von der linken Seite zur Mitte und ließ Keeper Wihr mit einem platzierten Rechtsschuss unter die Latte keine Chance.

Die Geschichte des zweiten Durchgangs beschränkt sich auf bemühte Gäste, denen allerdings an diesem Tag jede Durchschlagskraft fehlte, sowie auf Konter lauernde Pöllinger, die es sich leisten konnten, das Ergebnis zu verwalten. Erneut war es Daniel Orel, der mit seinem kraftvollen Antritt zumindest noch einmal so was wie Torgefährlichkeit andeutete (75.). Defensiv-Akteur Marco Queitsch scheiterte mit der einzigen großen Gäste-Chance aus spitzem Winkel am stark regierenden Andreas Bögl im SV-Tor (87.).

Kurz vor dem Abpfiff machte Pöllings Philipp Kunze nach einem erfolgreich abgeschlossenen Konter mit dem 3:0 den Deckel drauf. „Das ist zu wenig, was die Mannschaft gezeigt hat. Der Pöllinger Sieg ist verdient“, äußerte sich Holzheims Abteilungsleiter Marco Hösch nach den 90 Minuten. Sein Gegenüber, Norbert Mursch, merkte an: „Man hat deutlich gemerkt, dass bei beiden Teams einige Leistungsträger fehlten. Unsere Elf hat wenig zugelassen, der Sieg fiel vielleicht ein Tor zu hoch aus“. (nzm)

TSG 08 Roth – TSV Freystadt 1:1
(0:0).

Dem 3:2-Sieg in Holzheim vom vergangenen Mittwoch legte Aufsteiger Freystadt nun ein Unentschieden bei der TSG Roth nach. Dabei zeigten die Gäste vor allem in Halbzeit eins erneut eine konzentrierte Leistung und standen kompakt in der Abwehr. Allerdings lief nach vorne lange Zeit kaum etwas zusammen. Das änderte sich im Verlauf der zweiten 45 Minuten. Hier bot sich dem Neuling gegen nun offensiver ausgerichtete Platzherren die eine oder andere Konterchance. „In dieser Phase hat der letzte, entscheidende Pass gefehlt, um ein Tor zu machen“, merkte Freystadts Übungsleiter Jürgen Schmid nach der Partie an.

Überraschend fiel aus dem Gewühl heraus der Rother Führungstreffer, für den Marvin Mürth verantwortlich zeichnete (63.). Die Gäste von der Schwarzach ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und belohnten sich in der 88. Minute selbst. Einen Freistoß von Mario Forster köpfte Matthias Sessler zum vielumjubelten und verdienten Ausgleich ein. Es war zugleich Sesslers drittes Saisontor in sechs Spielen, eine erstaunliche Quote für einen Innenverteidiger. (nzm)

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