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Sport aus Neumarkt
Donnerstag, 14. Dezember 2017 11

Regionalliga

SVS erwischt einen gebrauchten Tag

Nicht nur die in Seligenporten vergessenen Trikots machten das Spiel in Bayreuth zu einem, das man lieber schnell vergisst.
von Udo Weller

Mario Götzendörfer (v.) stoppt hier den nicht nur körperlich überragenden Bayreuther Tobias Ulbricht. Foto: Weller

Seligenporten.Es gibt Tage, an denen klappt einfach gar nichts. Einen solchen erwischte der SV Seligenporten am Samstag beim 0:3 (0:1) in Bayreuth. Neben dem entscheidenden Fakt, dass es dort nach sieben Spielen ohne Niederlage eine auch in der Höhe vollauf gerechtfertigte Klatsche setzte, trugen dazu auch die Begleitumstände ihr Scherflein bei.

So musste der SVS-Tross bei seiner Ankunft feststellen, dass einige Trikots zu Hause vergessen worden waren, und deshalb in den von den Bayreuthern zur Verfügung gestellten Leibchen der zweiten Mannschaft auflaufen. Weil zudem sämtliche Konkurrenten dreifach punkteten, sind die Klosterer wieder auf einen Relegationsplatz abgerutscht.

Neuer Trainer beim Gegner

Im Gegensatz zu den jüngsten, recht guten Vorstellungen, enttäuschten die Klosterer diesmal über weite Strecken und ließen vor allem in der Offensive die nötige Durchschlagskraft vermissen. Die SpVgg indes war von Beginn an vom Willen beseelt, dass erste Heimspiel unter dem neuen Trainer Christian Stadler unbedingt zu gewinnen. So drückten die Oberfranken bei nasskaltem Wetter sofort auf die Tube und verbuchten nach zwölf Minuten durch einen knapp am Tor vorbei streichenden Kopfball von Tobias Ulbricht die erste richtige Chance.

Stimmen zum Spiel lesen Sie hier:

Stimmen zum Spiel

  • SVS-Coach Roger Prinzen:

    „Wir haben heute einen auf den Deckel bekommen. In der ersten halben Stunde kamen wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe. Danach hatten wir einige Möglichkeiten, bekommen dann aber das 1:0. Nach dem 2:0 mussten wir aufmachen.“

  • SpVgg-Coach Christian Stadler:

    „Ich bin heute sehr zufrieden. Die Mannschaft hat sehr gut begonnen, aber das letzte Quäntchen hat gefehlt. Kristian Böhnleins Tor war der Dosenöffner. Wir haben sehr diszipliniert gespielt und hätten viel früher das 2:0 machen müssen.“

Zwei Zeigerumdrehungen später jagte dann Patrick Weimar die Kugel aus guter Position über die Latte. Brauchte SVS-Keeper Sebastian Kolbe hier noch nicht eingreifen, wurde er vom nicht zu stoppenden Ulbricht wenig später zu einer wahren Glanztat herausgefordert, als er dessen Schuss aus sechs Metern mit einem Reflex noch zur Ecke klärte.

Nach einer guten halben Stunde entschlossen sich die bis dorthin mehr oder weniger wie das Kaninchen vor der Schlange stehenden Klosterer dazu, endlich selbst am Spiel teilzunehmen. Den Anfang machte Fotios Katidis, der mit einem Knaller aus der Distanz, den ersten richtigen SVS-Torschuss überhaupt vollbrachte (35.). Richtig gefährlich wurde es dann, als Raffael Kobrowski aus 17 Metern ebenso am Bayreuther Keeper Alexander Skowronek scheiterte (41.) wie Mario Götzendörfer (44.).

Gegentreffer trotz guter Phase

Mitten in diese beste Phase der Gäste platzte dann die Führung der Bayreuther durch Kapitän Kristian Böhnlein, der nach einem kraftvollen Solo das Leder aus 17 Metern knallhart zum 1:0 (45.) ins untere linke Toreck versenkte.

Kurz nach dem Seitenwechsel verfehlte Kobrowski mit einem Fernschuss Tor wie Ausgleich nur knapp. Körperlich ohnehin im Vorteil, drängten die Hausherren ihren Rivalen wieder aufgrund ihrer größeren Bissigkeit und immensen Laufbereitschaft wieder in die Defensive. Hatte der SVS noch Glück, dass Ivan Knezevic per Schrägschuss knapp über den Kasten zielte (53.), machte es Ulbricht vier Minuten später besser, indem er ein Zuspiel von Knezevic zum 2:0 verwandelte. Die nach so vielen frustrierenden Wochen nun wieder den süßen Geschmack des Sieges kostenden Bayreuther gaben sich damit nicht zufrieden und gierten nach mehr.

Dominik Schmitt hätte diese Lust beinahe gestillt, traf mit seinem 30-Meter-Schuß aber nur den Querbalken (68.). Der SVS versuchte zwar gegenzuhalten und verbuchte durchaus gleichwertigen Ballbesitz, zeigte sich in der Vorwärtsbewegung aber viel zu harmlos. Symptomatisch dafür dann die letzte Spielminute, als zuerst Stanislaus Herzel sowie unmittelbar danach auch Sven Seitz mit ihren Schüssen an der vielbeinigen Abwehr hängen blieben und schließlich der kurz vorher eingewechselte Ex-Klosterer Patrick Hobsch einen daraus resultierenden Konter zum 3:0-Endstand einlochte.

„Wir haben heute mit den Trikots auch unsere kämpferischen Möglichkeiten zu Hause gelassen“, brachte SVS-Trainer Roger Prinzen die Partie auf den Punkt.

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