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Badminton

Teamrückzug sorgt beim TSV für Unmut

Weil Ligakonkurrent Langenfeld sich überraschend aus der Liga abgemeldet hat, wird es für Freystadt im Abstiegskampf eng.

Julia Kunkel erreichte zuletzt im Einzel bei der Deutschen Meisterschaft den fünften Platz. Foto: Marcus Mehlich

Freystadt.Am Samstag spielt Bundesligist TSV Freystadt auswärts gegen den Tabellenzweiten der 1. Badminton-Bundesliga TV Refrath. Das Hinspiel endete 7:0 für das Team aus dem Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen. Laut Pressemitteilung wird Refrath mit ihren Stars antreten, und so wird es für die Oberpfälzer alles andere als einfach, eine Überraschung zu schaffen.

Den Verantwortlichen des TSV Freystadt fällt es anlässlich der aktuellen Situation schwer, sich auf das kommende Auswärtsspiel voll zu konzentrieren. Der Grund ist der sofortige Rückzug des Traditionsvereins 1. FC Langenfeld aus der 1. Bundesliga, was auf die Tabelle und den Kampf um den Klassenerhalt direkte Auswirkungen hat – zum Leidwesen der Freystädter.

Am letzten Spielwochenende gewann der TSV mit 4:3 in Langenfeld und vergrößerte seinen Vorsprung auf den Hauptkonkurrenten TSV Neuhausen auf drei Punkte. Nach dem Rückzug wurde die Tabelle nach geltender Bundesligaordnung bereinigt: Alle Spiele des 1. FC Langenfeld wurden annulliert und somit verringerte sich der Vorsprung der Oberpfälzer auf zwei Punkte bei noch ausstehenden fünf Spielen. Bundesligamanager Stephan Pistorius: „Gegen uns haben sie vor zwei Wochen mit voller Besetzung, darunter fünf Ausländern gespielt mit dem Ziel, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Jetzt erklärt die Vereinsleitung den Rückzug aus wirtschaftlichen Gründen. Für uns eine Wettbewerbsverzerrung im Kampf um den Klassenerhalt.“

Das Team ist nicht komplett

In Refrath wird der TSV Freystadt mit reduziertem Team antreten. Fehlen werden der Malai Allan Tai und Spielertrainer Oliver Roth. Die Refrather zählen zum engen Favoritenkreis, wenn es um die deutsche Meisterschaft geht. Ihr Ziel wird sein, einen hohen Sieg einzufahren. Laut Refraths Teammanager Heinz Kelzenberg hat man großen Respekt vor den Leistungen des Aufsteigers TSV Freystadt in der laufenden Saison.

Bei Refrath stehen mit Fabian Roth und Carla Nelte zwei Spieler im Team, die am vergangenen Sonntag in Bielefeld Deutscher Meister wurden. So kommt es im 1. Herreneinzel zum Duell zwischen Fabian Roth, Deutscher Meister 2017, gegen Lukas Schmidt, Deutscher Meister von 2014. Die Favoritenrolle liegt beim Refrather.

Auch im 2. Herreneinzel wird für Freystadt nicht viel zu holen sein. Hannes Gerberich trifft entweder auf den Malaien Giap Chin Goh oder den deutschen Nationalspieler und Dritten der DM, Lars Schänzler.

Auch in den beiden Herrendoppeln sind die Refrather favorisiert, auch wenn man bei Freystadt darauf spekuliert, dass Johannes Pistorius, Pawel Pietyja, Florian Waffler und Lukas Schmidt eine Überraschung schaffen. Bei Refrath erwartet man in den Doppelpartien die beiden irischen Nationalspieler Sam Magee und Joshua Magee sowie die beiden deutschen Ex-Nationalspieler Fabian Holzer und Richard Domke.

Betrachtet man die Ergebnisse des Hinspiels, so sind Chancen für Freystadt zu punkten in den Damenspielen am höchsten. Julia Kunkel, Fünfte am vergangenen Wochenende bei der DM, und Nanna Vainio unterlagen in Freystadt erst im Entscheidungssatz gegen Olympiateilnehmerin und Deutsche Meisterin Carla Nelte, die mit der Schwedin Elin Svensson auf dem Court stand.

Auch im Dameneinzel hat Nanna Vainio, die bei den finnischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende nach einer Drei-Satz-Finalniederlage für ihre Ansprüche nur den zweiten Platz belegte, eine Chance, unabhängig, ob sie auf die Schwedin Elin Svensson oder die irische Olympiateilnehmer Chloe Magae treffen wird.

Satzgewinn wäre ein Achtungserfolg

Auch im Mixed ist Refrath mit der deutschen Meisterin im Mixed, Carla Nelte, und dem irischen Nationalspieler Sam Magee Favorit. Hier wäre ein Satzgewinn für Julia Kunkel, unabhängig ob sie Johannes Pistorius, Pawel Piertyja oder Florian Waffler zur Seite hat, ein Achtungserfolg.

TSV-Sportwart Tim Bambach: „Wir wollen uns gegen den Topfavoriten gut präsentieren und die Begegnung als Vorbereitung nutzen für das Spiel der Spiele zehn Tage später.“

Am 21. Februar empfängt der TSV Freystadt um 19 Uhr den TSV Neuhausen. Gewinnen die Oberpfälzer dieses Spiel, so ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Gelingt in Refrath ein Überraschungspunkt, so wäre das ein Trostpflaster für den Punktabzug nach dem Rückzug des 1. FC Langenfeld.

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