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Mittwoch, 7. Dezember 2016 3

Fussball

Nach Rekord: FCN hat die Spitze im Blick

Das beeindruckende 3:1 gegen Leipzig bedeutete das 17 ungeschlagene Spiel in Serie – Platz eins ist jetzt greifbar nah.
Von Oliver Hepp

Die Finger zum Siegeszeichen: Ondrej Petrak kam als Ersatz für den verletzten Patrick Erras ins Team und traf prompt. Fotos: Daniel Karmann

Nürnberg.Dass der Club den Rekord von 17 unbesiegten Partien ausgerechnet gegen RB Leipzig mit einem 3:1 ausgebaut hat, zeigt zweierlei: Spätestens jetzt meldet sich der FCN im Aufstiegsrennen um die direkten Plätze mit größter Wucht und hohem Anspruch an.

Leipzig als Erster in der 2. Liga besitzt nur noch ein Polster von drei Punkten gegenüber Nürnberg. Darüber hinaus bewies Trainer René Weiler, dass er mit seinem Kader selbst den Verlust von zentralen Säulen ausgleichen kann.

Der Schweizer offenbart einfach, dass er das richtige Händchen für schwierige Situationen hat. Siehe Patrick Erras, der nach seinem Kreuzbandriss sechs Monate fehlen wird. Weiler hatte sich in der Folge dieser schwerwiegenden Verletzung für Ondrej Petrak auf der Sechs neben Hanno Behrens entschieden, und der Tscheche erzielte nach der überraschenden Führung der Gäste aus Sachsen sogar das 1:1 – sein erster Treffer im Trikot der Nürnberger.

„Den Ausgleich zu erzielen war ein tolles Gefühl.“

Ondrej Petrak, FCN

„Es war ein schweres Spiel für mich, weil ich lange nicht gespielt habe. Den Ausgleich zu erzielen war ein tolles Gefühl.“ Am dritten Spieltag gegen 1860 (2:2) stand Petrak zuletzt in der Startformation, gehörte beim anfänglichen Saisonverlauf zu den Verlierern innerhalb der Mannschaft, verlor den Anschluss, sprich seinen Platz in der ersten Elf, und hätte im Winter wohl auch gehen können, wenn es finanzkräftige Interessenten gegeben hätte.

Doch Petrak arbeitete sich zurück und sorgte dafür, dass das System seines Trainers in der Spitzenpartie gegen RB Leipzig weiter Bestand behielt. „Wie die Mannschaft reagiert hat, mit wie viel Wucht sie gespielt hat und wie viel Wille zu erkennen war – das ist aller Ehren wert. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment aussprechen. Auch wir freuen uns jetzt auf die Länderspielpause“, erklärte Weiler deshalb gelöst nach der Begegnung.

Der Glaube im Frankenland wächst

Mit dem Erfolg wächst dabei im Frankenland auch der Glauben, das Happy End mit dem Aufstieg wirklich zu realisieren.

„Der Trainer hat uns wieder super eingestellt, wir sind auf jedes Spiel sehr gut vorbereitet. Wir wollten heute auch für Patrick ein überragendes Spiel abliefern. Bei uns steht immer die Mannschaft im Vordergrund. Wir verstehen uns untereinander super, das ist unser großes Plus“, freut sich Sebastian Kerk, der zu den Gewinnern der vergangenen Wochen im Trikot des 1. FC Nürnberg zählt.

Denn nach dem Abgang von Alessandro Schöpf zu Schalke 04 war Weiler schon gefragt, den Österreicher als kreatives Zentrum der Mannschaft zu ersetzen.

Und Kerk wuchs von Woche zu Woche im Jahr 2016 in diese Aufgabe mit hinein. Niclas Füllkrug, Derby-Held und ebenfalls ein Mann der vergangenen Spiele in vorderster Reihe mit dem überragenden Guido Burgstaller zusammen, führte neben dem Spirit noch etwas anderes an, dass entscheidend für den Aufschwung verantwortlich zeichnet.

„Wir waren einfach stärker in den Zweikämpfen und wollten es unbedingt. Und defensiv haben wir als Mannschaft richtig gut gearbeitet“, gab Kerk zu Protokoll.

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