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Sport aus Niederbayern
Freitag, 15. Dezember 2017 6

Torjäger

Brandl wechselt zu Landesliga-Topteam

Stürmer (29) geht im Sommer vom TSV Abensberg zu Bayernliga-Kandidat SpVgg Landshut. „Es ist eine einmalige Chance“, sagt er.
Von Alexander Roloff und Martin Rutrecht

Christian Brandl (in weiß) verlässt den TSV Abensberg. Foto: ear/Archiv

Kirchdorf.Zurück in die Landesliga – oder gar höher. Unter dieser Devise wechselt der Kirchdorfer Stürmer Christian Brandl (29) vom TSV Abensberg im Sommer zur SpVgg Landshut. Der neue Klub des früheren Schierlinger Torjägers steht derzeit an der Spitze der Landesliga Südost. „Der Verein will diese oder spätestens nächste Saison in die Bayernliga aufsteigen. Diese sportliche Zielsetzung deckt sich mit meinem Anspruch, noch einmal höherklassig anzugreifen“, sagt Brandl unserem Medienhaus.

„Ich bin zwar bald 30 – fühle mich aber voll fit.“

Christian Brandl

Nach einem Jahr bei Abensberg in der Bezirksliga West sucht der gebürtige Kirchdorfer, der jetzt in Rottenburg lebt, wieder die Herausforderung einer höheren Etage. „Ich war in Schierling und bei FC Ingolstadt II viele Jahre höherklassig unterwegs. Auch wenn ich jetzt auf die 30 zugehe, fühle ich mich noch voll fit und bereit für eine solche Aufgabe.“ Bereits im vergangenen Sommer seien die Landshuter an ihn herangetreten. „Damals war ich im Aufbau nach meinem Kreuzbandriss und wollte nichts riskieren. Zudem hatte ich mit Abensberg schon die ideale Lösung gefunden.“

Nach Kreuzbandriss vor Karriere-Aus

Im Winter hakte die Spielvereinigung mit ihrem Sportlichen Leiter erneut nach und Trainer Florian Baumgartl traf sich mit dem Stürmer. „Es ist für mich eine einmalige Gelegenheit, die ich am Schopf packen muss“, sagt Brandl. Dass er sich nach nur einer Spielzeit wieder aus Abensberg verabschiede, habe nichts mit dem TV zu tun. „Das ist eine super Truppe mit einem tollen Umfeld. Mir ist es wichtig, dort zu spielen und mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Aber ich möchte die Chance auf einen Platz in einem Landesliga-Topteam nutzen.“

„Ich traue mir zu, wieder dorthin zu kommen, wo ich schon einmal war.“

Christian Brandl

Vor einem guten Jahr schien es noch so, als sei die Laufbahn des mehrfachen Landesliga-Torschützenkönigs vorbei. Ein Kreuzbandriss im September 2015 setzte den 29-jährigen Conti-Mitarbeiter in Ingolstadt außer Gefecht. Sein Spielertrainer-Amt in Schierling gab er nach einem unerquicklichen Abstiegskampf im Frühjahr 2016 auf. Sein Wechsel nach Abensberg – zusammen mit Keeper Michael Wehdanner – war für die Babonen wie ein Lottogewinn.

Knie noch nicht ganz beschwerdefrei

Nach der Verletzung hatte Brandl aber unübersehbar Anlaufschwierigkeiten. „Der Herbst war nicht optimal, ich hatte immer wieder Schmerzen, eine gewisse Angst nach der Verletzung spielte auch eine Rolle.“ Doch die Winterpause habe in jedem Fall gut getan und ein MRT im Januar habe ergeben, dass im Knie alles in Ordnung sei. „Auch heute bin ich noch nicht ganz beschwerdefrei. Aber es wird sich geben“, zeigt er sich zuversichtlich.

Brandls Werdegang

  • Torgarant:

    2007 wechselte der Stürmer aus Kirchdorf vom SV Ihrlerstein zu Bezirksoberligist TV Schierling, dem er im Anschluss an seine Premierensaison (10 Treffer) mit 25 Toren zum erstmaligen Aufstieg in die Landesliga verhalf. Zu Beginn der Spielzeit 2009/10 schloss sich Brandl dem FC Ingolstadt II an und schnupperte bei zehn Einsätzen erstmals Bayernligaluft. In der nächsten Saison stellte er seinen Torriecher wieder beim TV Schierling unter Beweis und erzielte 102 Treffer in 170 Punktspielen. Für den TSV Abensberg erzielte Brandl 13 Tor ein 21 Bezirksligapartien.

Nach Brandls Worten suchte Landshut explizit einen Mittelstürmer für die neue Saison. „Die aktuellen Angreifer sind wohl mehr Außenstürmer, insofern wäre für mich der passende Platz gegeben.“ Dass man in der Landesliga freilich nicht umsonst spiele, sei heute gang und gäbe, sagt der Torjäger. „Aber gemessen an dem hätte ich zu anderen Vereinen gehen müssen, auch in Klassen darunter.“

Zweifel, den Anschluss in einer höhen Liga nicht mehr zu finden, hegt der 29-Jährige nicht. „Es liegt einfach an mir und meiner Leistung und ich traue mir zu, wieder dorthin zu kommen, wo ich schon einmal war.“ Was Brandl klarerweise auch reizt: „In der Bayernliga zu spielen, wäre natürlich eine riesen Sache.“ Bei Ingolstadt II durfte er das Gefühl 2009 schon bei zehn Einsätzen genießen.

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