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FCN
Samstag, 17. Februar 2018 11

2. Bundesliga

Club ist absolut fokussiert

Auf und neben dem Platz lief die Vorbereitung beim FCN so ruhig wie selten – und das trotz zweier Vertragsauflösungen.
Von Daniel Frasch

Für den Start der Rückrunde gegen den SSV Jahn Regensburg sind Trainer Michael Köllner und seine Team gerüstet. Foto: Timm Schamberger/dpa

Nürnberg.Die Zeiten haben sich geändert: Der Club, in der Vergangenheit häufig für den ein oder anderen Skandal gut, hat sich zu einem seriösen, professionell geführten Fußballverein entwickelt. Selten ging es während der Winterpause derart ruhig zu rund um den Valznerweiher. Die Vorbereitung, inklusive des „perfekten Trainingslagers in Valencia“, wie Trainer Michael Köllner betonte, veredelte der Club durch den 2:1-Sieg im letzten Test gegen den tschechischen Erstligisten Dukla Prag.

Mit Marvin Stefaniak (ausgeliehen vom VfL Wolfsburg) und Ulisses Garcia (Werden Bremen) trugen sich dabei die zwei Winterneuzugänge in die Torschützenliste ein. Eine Bestätigung, nicht nur für die schnelle Integration durch Michael Köllner.

Auch Sportvorstand Andreas Bornemann konnte mit den getätigten Transfers Kredit bei den Fans zurückgewinnen. Wie harmonisch die Situation rund um den 1. FC Nürnberg ist, wurde spätestens Mittwochabend deutlich, als der Club zum traditionellen Neujahrsempfang lud. Bei edlem Ambiente präsentierte sich die Mannschaft im Firmensitz der Nürnberger Versicherung gut gelaunt im feinen Einheits-Zwirn.

Finanzvorstand Michael Meeske nutzte die Chance, die Nürnberger Truppe vor geladener Gesellschaft auf den bevorstehenden Zweitligastart einzuschwören. „Ich bin optimistisch. Wir haben guten Teamgeist und eine gute Mannschaft. Wenn wir jetzt noch gut aus den Startlöchern kommen, ist einiges drin“, sagte der 46-Jährige.

Auftakt gegen den SSV Jahn

Dienstagabend (20.15 Uhr) fällt mit der Partie gegen den SSV Jahn Regensburg der Startschuss für eine verheißungsvolle Rückrunde, die mit dem achten Bundesliga-Aufstieg gekrönt werden soll. An diesem Unterfangen jedoch nicht mehr mitwirken wird Rurik Gislasson. Der Isländer löste seinen bis zum Sommer 2018 laufenden Vertrag mit sofortiger Wirkung auf und schloss sich Ligakonkurrent SV Sandhausen an, wo er sich durch mehr Einsatzzeit bessere Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland ausrechnet.

Für den Club bestritt der Isländer in den vergangenen zweieinhalb Jahren 35 Pflichtspieleinsätze, in denen er allerdings selten über die komplette Spielzeit ran durfte. Anders ausgedrückt: In über 1100 Spielminuten gelang dem offensiven Mittelfeldspieler kein einziger Treffer, nur eine Vorlage steuerte der 29-Jährige während seiner Zeit bei den Franken bei.

Wissenswertes aus dem Lager des 1.FC Nürnberg erfahren Sie hier:

Aus dem Club-Lager

  • Durchwachsene Bilanz:

    In den vergangenen fünf Jahren startete der Club mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Remis aus der Winterpause.

  • Große Kulisse im kleinen Derby:

    Für die Partie zwischen dem 1. FCN II und 1860 München (24. Februar, Max-Morlock-Stadion) startet am Montag der Kartenvorverkauf.

Für einen Mann, wie Gislasson, der mit dem FC Kopenhagen neun Spiele in der Championsleague bestritt, deutlich zu wenig. Innerhalb der Mannschaft sorgte der Abgang für lange Gesichter, galt der Isländer doch als lustiger Zeitgenosse, der bei den Kollegen hoch im Kurs stand. Rein sportlich betrachtet wird der Club den Abgang jedoch problemlos verschmerzen, wie ein Blick auf den aktuellen Kader verdeutlicht.

Dank der Neuzugänge Stefaniak und Garcia verfügen die Franken über sieben offensive Mittelfeldspieler – Rekonvaleszent Sebastian Kerk (Reha nach Achillessehnenriss) noch nicht inbegriffen. An Offensiv-Power mangelt es den Franken nicht, im Gegenteil: Für die bevorstehenden 16 Zweitligaspiele darf sich Michael Köllner auf heiße Konkurrenzkämpfe freuen. „Jetzt geht es darum, in den kommenden Tagen den Feinschliff anzusetzen und die Frische zu bekommen, um gegen Jahn Regensburg eine griffige Mannschaft auf dem Platz zu haben“, sagte der Oberpfälzer voller Vorfreude auf den Auftakt nächste Woche.

Abschied von Schäfer

Neben Gislasson kehrt auch Ex-Torwart Raphael Schäfer dem Club den Rücken. Der 38-Jährige, der nach 16 Jahren im Club-Trikot und über 400 Profi-Einsätzen für Nürnberg im Sommer seine Karriere beendet hatte, hängt zum 28. Februar seinen Posten als Torwartkoordinator an den Nagel. Zwar fand die Trennung in „beiderseitigem Einvernehmen“ statt, wie der Verein mitteilt, trotzdem wirft der abrupte Rückzug Schäfers Fragen auf.

Erst im Sommer vergangenen Jahres hatte Schäfer den Posten übernommen und sich fortan um die Belange aller Torhüter, von der U14 bis zur U21-Mannschaft, gekümmert. Die Gründe für den plötzlichen Rücktritt bleiben verborgen, offiziell wollten sich weder der Verein, noch das Nürnberger Urgestein dazu äußern. Schäfer, so heißt es in der offiziellen Stellungnahme, ist am Valznerweiher „jederzeit am willkommen.“

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