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Dienstag, 21. November 2017 7

Fussball

Club: Köllners Konzentration gilt Aue

Das unschöne Kapitel Abdelhamid Sabiri ist abgeschlossen, der Fokus der Nürnberger liegt nun auf dem nächsten Spiel.
Von Daniel Frasch

FCN-Trainer Michael Koellner Foto: Mark Bohla/Eibner-Pressefoto

Nürnberg.Trotz des gelungenen Saisonstarts mit sieben Punkten aus drei Spielen und dem Erreichen der zweiten Runde im DFB-Pokal musste sich Nürnbergs Trainer Michael Köllner zuletzt mit zwei Problematiken herumschlagen. Zum einen mit der Frage, welcher Spieler Sebastian Kerk nach dessen schwerer Verletzung (Achillessehnenriss) künftig ersetzen kann.

Zum anderen mit dem grotesken Theater um den wechselwilligen Abdelhamid Sabiri. Zumindest in der Causa Sabiri herrscht seit Donnerstagmittag Klarheit: Der Marokkaner verließ den Club und schloss sich dem englischen Premierleague-Klub Hudderfield Town an. Rein sportlich betrachtet stellt der Wechsel einen Verlust für die Franken dar. Menschlich betrachtet allerdings nicht.

Weniger Talent, weniger Ärger

Anders ausgedrückt: Köllner hat jetzt zwar ein Talent weniger in seinen Reihen – dafür jedoch auch einen Unruhestifter weniger. „Diese Thematik haben wir verkauft – jetzt hat Huddersfield diese Thematik“, kommentierte der 47-jährige Fußballlehrer den Transfer erleichtert.

Stattdessen will er sich „auf den vorhandenen Kader konzentrieren und mit der Mannschaft weiter akribisch arbeiten“. Schmerzhafter wiegt freilich der monatelange Ausfall von Sebastian Kerk.

Der Mittelfeldspieler war an fünf der letzten acht Club-Treffer beteiligt und zeigte sich in bestechender Form. Als interne Lösung stehen Köllner einige Alternativen zur Verfügung: Edgar Salli, Cedric Teuchert und Lucas Hufnagel könnten den 23-Jährigen unter Umständen ersetzen. In Frage kommt jedoch aber weiterhin eine externe Lösung, sprich ein Transfer.

„Grundsätzlich halten wir immer die Augen offen. Wir wollen den Kader immer optimieren. Das haben wir aber auch schon vor der Verletzung Kerks getan,“ erklärt Köllner. Gut möglich also, dass der Club auf Kerks Ausfall reagiert und bis zum 31. August noch einmal auf dem Spielermarkt zuschlägt.

Die Pressekonferenz des FCN vor dem Aue-Spiel im Video:

Das jedoch sei „Aufgabe des Vorstands“, sagt Köllner, der sich voll und ganz auf den bevorstehenden Gegner Erzgebirge Aue konzentriert (Samstag, 13 Uhr). Die Sachsen erwischten einen miserablen Saisonstart und mussten neben zwei Niederlagen in der Liga auch das Erstrunden-Aus im DFB-Pokal gegen Wiesbaden hinnehmen.

In der Folge musste Trainer Thomas Letsch gehen, als Interimstrainer wurde Robin Lenk installiert. Zuletzt gelang den Veilchen mit dem 1:1 in Braunschweig ein kleiner Befreiungsschlag. „Sie spielen griffig und sind zu ihrem alten System zurückgekehrt. Das hat uns bereits vergangene Saison Probleme bereitet“, analysierte Köllner, der auch gegen seinen Club eine „eine geschlossene und kampfstarke Truppe“ aus Aue erwartet.

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