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Freitag, 19. Januar 2018 7

2. Bundesliga

Der Club peilt Platz zwei an

Mit einem Sieg im Topspiel in Düsseldorf könnten die Nürnberger die Fortuna überholen. Positiv stimmt die starke Defensive.
Von Daniel Frasch

Georg Margreitter macht in der Innenverteidigung des Club derzeit einen bärenstarken Job. Foto: dpa/Ina Fassbender

Nürnberg.Zum Abschluss der Hinrunde trifft der 1. FC Nürnberg im Topspiel der 2. Bundesliga am Montagabend (20.30 Uhr) auf Fortuna Düsseldorf. Dabei winkt dem Club nicht nur der sechste Sieg im achten Auswärtsspiel der Saison, sondern auch der Sprung auf den direkten Aufstiegsplatz zwei. Ausschlaggebend für die gute Ausgangsposition ist zum einen die schwächelnde Konkurrenz: Spitzenreiter Holstein Kiel und die Fortuna aus Düsseldorf blieben in den vergangenen fünf Ligaspielen jeweils sieglos. Zum anderen sind die Franken mit sieben Punkten aus drei Partien stark aus der Länderspielpause gekommen und konnten den Rückstand auf die Tabellenspitze sukzessive verringern.

Hauptverantwortlich für den positiven Trend sieht Club-Trainer Michael Köllner die geschlossene Defensivarbeit seiner Mannschaft, allen voran die Leistung seines Innenverteidiger-Duos um Georg Margreitter und Ewerton, das zweifelsfrei zum Besten gehört, was die 2. Liga zu bieten hat. „Wir haben ein sehr starkes Innenverteidiger Duo. Besonders Georg hat sich fußballerisch gewaltig gesteigert. Er hatte in den vergangenen Partien nicht nur die meisten Ballkontakte bei uns, auch seine Diagonalbälle kommen mittlerweile punktgenau“, lobte Köllner die technische Verbesserung seines österreichischen Verteidigers.

Köllner hat die Qual der Wahl

Der 29-Jährige, der im Sommer 2015 von Wolverhampton Wanderers aus Englands zweiter Liga nach Franken wechselte, ist zudem enorm kopf- und zweikampfstark. Besondere Wertschätzung erhielt der 1,86-Meter große Rechtsfuß Anfang des Jahres, als Sportvorstand Andreas Bornemann seinen Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängerte. Margreitter soll auch in der Zukunft die große Konstante im Nürnberger Defensivverbund sein.

In einer stabilen Abwehr sieht Club-Übungsleiter Köllner auch für die Partie in Düsseldorf den Schlüssel für den Erfolg. „Ich hoffe, dass wir, ähnlich wie schon gegen Sandhausen, eine brutale Sicherheit in der Abwehr haben werden. Wenn wir das hinkriegen, sehe ich gute Chancen für uns. Denn vorne klingelt es bei uns eigentlich immer. Jetzt treffen sogar unsere Außenverteidiger“, spielte der Oberpfälzer auf den 1:0-Siegtreffer gegen Sandhausen durch seinen Linksaußen Tim Leibold an.

Nürnbergs Trainer befindet sich in einer sowohl komfortablen als auch verzwickten Situation. Bis auf die Langzeitverletzten Dennis Lippert, Enis Alushi und Sebastian Kerk konnte er alle FCN-Profis unter der Woche auf dem Trainingsplatz begrüßen und begutachten. Wer letztlich in der Startelf stehen wird, ließ Köllner wie gewohnt offen. Mehr Kopfschmerzen als die bevorstehenden Personalentscheidungen bereitet dem 47-Jährigen das Geläuf in der Düsseldorfer Esprit-Arena. „Gegen Dresden war der Rasen schon sehr ramponiert. Ich hoffe, dass wir einigermaßen gute Bedingungen vorfinden, damit wir unser Spiel aufziehen können“, so Köllner.

Die Fortuna, die in der vergangenen Saison mit dem 3:2-Sieg in Nürnberg erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt machte, startete mit 13 Punkten aus fünf Spielen furios in die Saison. Nach der ersten Niederlage in Fürth folgten fünf Siege in Folge – ein Beleg, wie gefestigt die Mannschaft von Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel ist.

Gegner schwächelte zuletzt

Doch der erfahrene Trainer, der am Sonntag seinen 64. Geburtstag feierte, muss seit einigen Wochen ohne seine rechte Hand, Peter Hermann, auskommen. Hermann, der in der Saison 2008/09 auch beim 1. FC Nürnberg tätig war, folgte dem Lockruf seines Freundes Jupp Heynckes und wechselte als teuerster Co-Trainer in der Bundesliga-Historie für 1,5 Mio. Euro zum Deutschen Rekordmeister Bayern München. Kurios: Seit dessen Wechsel konnte Düsseldorf kein Spiel mehr gewinnen, neben drei Unentschieden setzte es zuletzt zwei Niederlagen.

Einen Vorteil will Köllner in der jüngsten Misere der Düsseldorfer jedoch nicht sehen – im Gegenteil: „ Mal spielen sie im 4-4-2-System, mal im 4-2-3-1. Sie sind sehr flexibel und sie werden uns zeigen, dass sie am Ende der Saison aufsteigen wollen. Uns erwartet ein bissiger Gegner, der von Beginn an sein Publikum hinter sich bringen will“, warnt Köllner seine Mannschaft und ergänzt: „Wir müssen wieder kompakt als Mannschaft auftreten und eine hohe Effizienz an den Tag legen.“

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