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Montag, 18. Dezember 2017 1

Fussball

FCN hat sich für Duisburg warm geballert

Im Training stand der Torabschluss ganz oben auf der Agenda. Welcher Stürmer gegen den MSV treffen soll, ist noch ungewiss.
Von Daniel Frasch

Cedric Teuchert (rot), der bislang in 31 Spielen für den Club sechs Treffer erzielte, könnte mit seiner Schnelligkeit und seinem Torriecher dem Club gegen Duisburg weiterhelfen. Fotos: Eibner

Nürnberg.„Es wird eine sehr harte Aufgabe für uns. Wir müssen den besten Fußball zeigen, den wir momentan drauf haben. Darum gehen wir die Sache auch hochkonzentriert an“, verkündete Club-Trainer Michael Köllner vor rund vier Wochen.

Damals mussten die Franken in der ersten Runde des DFB-Pokals in Duisburg ran und schafften dank des 2:1-Erfolgs den Einzug in die zweite Runde. Kapitän Hanno Behrens und Abwehrchef Georg Margreitter machten an besagtem Montag den ersten Nürnberger Sieg in Duisburg in den vergangenen 35 Jahren perfekt und spülten dem FCN mit dem Erreichen der zweiten Runde rund 318.000 Euro in die klamme Vereinskasse.

Vier Wochen später steht das nordrhein-westfälisch-fränkische Duell erneut bevor – wieder muss der Club zum MSV Duisburg reisen.

Einziger Unterschied: Samstagmittag (13 Uhr) geht es nicht um das Erreichen der nächsten Pokalrunde, sondern um Punkte in der Liga. Ansonsten sind die Voraussetzungen dieser Partie analog der des Pokals. Duisburg, als Meister der 3. Liga souverän in die 2. Liga aufgestiegen, ist „mittlerweile in der Liga angekommen“, wie Köllner weiß, und hat beim eindrucksvollen 4:0-Auswärtserfolg vergangene Woche über Bielefeld für Furore gesorgt.

MSV will die Heimsieg-Premiere

Ohnehin fällt es den „Zebras“ auf fremden Plätzen leichter, Siege zu erringen, denn beide Erfolge der laufenden Saison holten die Duisburger auswärts. Gegen den Club soll nun der erste Sieg vor eigenem Publikum folgen. „Wir wissen, was wir können und wir wollen gegen den 1. FC Nürnberg den ersten Heimsieg einfahren“, gab Duisburgs Mittelfeldmann Fabian Schnellhardt unter der Woche im Sportmagazin kicker zu Protokoll.

Der Aufsteiger von der Wedau, der seit rund zwei Jahren vom Bulgaren Ilia Gruev trainiert wird, geht die Partie gegen die Franken offensiv an und strotzt nach zuletzt sechs Punkten aus den vergangenen drei Spielen vor Selbstvertrauen.

Gegenteilig gestaltet sich die aktuelle Situation der Nürnberger Fußballprofis. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist im fränkischen Umfeld Ernüchterung eingekehrt, der hervorragende Saisonstart mit sechs Punkten zum Liga-Auftakt ist verblasst, der Club findet sich derzeit nur im Mittelfeld der Tabelle wieder.

Gemessen an den eigenen Ansprüchen hinkt der Club derzeit hinterher, wollte Köllner doch mit einem Sieg über St. Pauli vergangenen Montag ins „obere Tabellendrittel“ vorstoßen. Dass daraus nichts wurde, lag weniger an einer schwachen Leistung, als viel mehr an der mangelnden Chancenverwertung.

„Wir haben in dieser Woche extrem viel Abschlüsse trainiert.“

Michael Köllner

Enrico Valentini, Tobias Werner und Georg Margreitter ließen beste Chancen aus und brachten den Ball nicht im Hamburger Tor unter. Damit sich das in Duisburg nicht wiederholt, stand unter der Woche vor allem ein Punkt auf Köllners Trainingsplan: Der Torschuss. „Wir haben in dieser Woche extrem viel Abschlüsse trainiert“, sagte Köllner und ergänzte, dass nicht nur gezielte Trainingsübungen sondern auch personelle Wechsel dazu beitragen könnten, in die Erfolgsspur zurückzukehren.

„Cedric Teuchert und Mikael Ishak drängen genauso in die Startelf wie Patrick Erras und Lucas Hufnagel“, gab der 47-Jährige Einblicke in seine Überlegungen zur möglichen Startelf.

Teuchert, der bislang in 31 Spielen für den Club sechs Treffer erzielte, könnte mit seiner Schnelligkeit und seinem Torriecher Abhilfe schaffen und den zuletzt glücklos agierenden Edgar Salli ersetzen. „Cedric weiß natürlich, wo das Tor steht. Das hat er schon oft bewiesen, deswegen ist er immer eine Möglichkeit für unser Spiel“, befand Köllner.

Ob jedoch auch der bis dato torgefährlichste Spieler in Reihen der Franken in Duisburg auflaufen kann, ist noch immer fraglich. Nach wie vor gibt es keine konkrete Diagnose zur Verletzung von Kevin Möhwald.

Kevin Möhwald laboriert noch an einer Verletzung. Foto: Thienel/Eibner

Nachdem sich der Offensivspieler gegen St. Pauli am Oberschenkel verletzte, ist noch immer nicht klar, wie schwer die Blessur ist. „Wir müssen abwarten und schauen, wie es sich entwickelt“, kommentierte Köllner Freitagmittag den Gesundheitszustand des gebürtigen Erfurters und versicherte: „Ein Risiko werden wir jedenfalls nicht eingehen.“

Im Hinblick auf die bevorstehende englische Woche mit drei Spielen (Bochum und Greuther Fürth) innerhalb von acht Tagen eine kluge Entscheidung.

Die FCN-Pressekonferenz vor dem Spiel beim MSV im Video:

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