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Mittwoch, 22. November 2017 7

Fussball

FCN in Sorge: Wer ersetzt Topmann Kerk?

Der Mittelfeldmann fällt lange aus. Der Transfermarkt rückt wieder verstärkt in den Fokus – ebenso ein schmollendes Talent.
Von Thorsten Drenkard

Sebastian Kerk fällt aus. Foto: Eibner

Nürnberg.Bereits kurz nach dem unterhaltsamen Spitzenspiel gegen Union Berlin, aus dem der 1. FC Nürnberg dank eines späten 2:2-Ausgleichstreffer durch Kapitän Hanno Behrens einen verdienten Punkt mitnahm, war der sportliche Kick in den Hintergrund gerückt.

Stattdessen beschäftigte Spieler und Verantwortliche des Club die schwere Verletzung Sebastian Kerks, der sich ohne Einwirkung des Gegners einen Riss der Achillessehne zuzog und monatelang ausfallen wird.

Getrübte Freude über späten Ausgleich

„Die Freude über den späten Ausgleich ist durch die Verletzung von Sebastian Kerk ein bisschen getrübt“, hatte Michael Köllner auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gesagt, verknüpft mit der Hoffnung, dass „er nicht so lange ausfällt. Er ist ein Eckpfeiler unserer Mannschaft“ – am Ende vergebens. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich die bittere Erkenntnis über die Verletzung.

Bis zur 72. Spielminute, als Kerks Achillessehne mit einem lauten Knall riss, war der technisch versierte Rotschopf abermals spielfreudiger Protagonist seines Teams. Den 1:1-Ausgleich durch Cedric Teuchert hatte er per maßgenauer Flanke vorbereitet – bereits seine vierte Torvorlage im dritten Ligaspiel, plus zweier Assists im DFB-Pokal.

Mit Kerk verliert Coach Köllner eine treibende Kraft in der Offensive. Die Lücke, welche der 23-Jährige auf der Außenbahn hinterlässt ist enorm, was die Frage aufwirft, wer die Qualität Kerks im Nürnberger Spiel ersetzen soll beziehungsweise kann.

In der Vergangenheit hat ein ebenfalls feiner Techniker in Reihen des FCN beweisen, dass er jene Position ansprechend ausfüllen kann – das Problem: Der Spieler heißt Abdelhamid Sabiri und provoziert seit Wochen durch lustloses Auftreten seinen Abgang vom fränkischen Traditionsverein.

Abdelhamid Sabiri Foto: Daniel Karmann/dpa

Seit der englische Premiere-League-Aufsteiger Huddersfield Town Club wegen einer möglichen Verpflichtung des 20-Jährigen beim Club angefragt hat, bemüht sich Sabiri konsequent darum, Team und Trainer vor den Kopf zustoßen. Zuletzt hatte er sich geweigert, für die U21 des FCN in der Regionalliga das Club-Trikot überzustreifen – Sabiri, ein Dembélé light im Frankenland.

Zwar hat Coach Köllner dem Spieler versichert, ihm die Tür zum Team weiter offen zu lassen, klar ist aber auch: Unter Druck setzen werde er sich nicht lassen.

Ob Sabiri die Chance im Team ergreift oder vor dem 31. August doch noch den Club verlässt, ist weiter ungewiss.

Sicher ist hingegen, dass Sportvorstand Andreas Bornemann nun ein genaueres Auge auf den Transfermarkt und potenzielle Alternativen werfen wird. Womöglich ergebe sich kurzfristig noch ein Leihgeschäft, mutmaßte Bornemann in Nürnberger Medien.

Im Hinblick auf eine potenzielle Spielerverpflichtung trifft es sich für den klammen Verein gut, dass die Mannschaft den Sprung in die zweite DFB-Pokalrunde geschafft hat.

Dort wird der Weg am 24. oder 25. Oktober an die Bremer Brücke zum Drittligisten VfL Osnabrück führen.

Bornemanns Einschätzung des Pokal-Loses via Twitter:

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