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Samstag, 16. Dezember 2017 6

Fussball

Der Club bringt sich in Position

Nach dem 1:0 gegen Sandhausen hat es der FCN selbst in der Hand: Ein Erfolg nun in Düsseldorf und man überholt die Fortuna.
Von Daniel Frasch

Die Spieler des FCN durften einen Sieg bejubeln. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nürnberg.Der 1. FC Nürnberg feierte beim 1:0-Erfolg über den SV Sandhausen den vierten Heimsieg der Saison und rückte bis auf zwei Punkte an den Tabellenzweiten Fortuna Düsseldorf heran. Die Franken waren am 16. Spieltag die lachenden Dritten, nachdem sich die Rheinländer bei Spitzenreiter Holstein Kiel nur 2:2 trennten.

Der dreifache Punktgewinn bei Temperaturen knapp unter Null Grad Celsius fiel in die Kategorie Arbeitssieg, lange Zeit tat sich der Club schwer gegen tief stehende Gäste.

„Wir haben anfangs im Spielaufbau gebraucht, unseren Rhythmus zu finden“, bilanzierte Nürnbergs Trainer Michael Köllner nach der Partie. Ähnlich fiel auch die Einschätzung seines Gegenübers, Kenan Kocak, aus: „Wir haben sehr gut angefangen und Nürnberg das Leben von Beginn an sehr schwer gemacht.“

Die größten Torgelegenheiten im ersten Durchgang ließen Edgar Salli, Ewerton und Kevin Möhwald aus, doch auch die Gäste aus Baden-Württemberg blieben stets gefährlich und hätten in den ersten 45 Minuten durchaus in Führung gehen können.

Zielstrebigere Angriffe des FCN

Nach der Pause erhöhten die Franken den Druck und spielten die Angriffsversuche zielstrebiger zu Ende. Für die Erlösung sorgte Tim Leibold, der rechtzeitig zum Anpfiff seine Sprunggelenkverletzung auskuriert hatte.

Der Linksverteidiger, der für den zuletzt häufig unkonzentriert wirkenden Eduard Löwen in die Startelf rückte, beackerte unermüdlich die linke Außenbahn und avancierte in der 68. Spielminute zum Matchwinner für die Franken: Erst fing Leibold einen Gästeangriff ab, dann leitete er den Siegtreffer mit einem unwiderstehlichen Antritt über das halbe Spielfeld selbst ein.

Sein Zuspiel auf Mickael Ishak auf den linken Flügel bekam der Linksfuß vom Schweden zurück, aus kurzer Distanz schob er die Kugel abgeklärt ins rechte Eck ab.

„Wir haben heute als Kollektiv gut verteidigt und verdient gewonnen. Ein Sieg zuhause, zu Null – so muss es in der Rückrunde weitergehen“, sagte der im Sommer 2015 vom VfB Stuttgart II gekommene 24-Jährige nach der Partie.

Für Leibold war es der zweite Saisontreffer im 15. Spiel, insgesamt traf der 1,74-Meter kleine Außenverteidiger damit acht Mal für den Club. Wie viele Tore der gebürtige Böblinger jedoch noch für den 1. FC Nürnberg schießen wird, ist nach aktuellem Stand unklar.

Wissenswertes rund um das Spiel im Info-Block:

Wissenswertes rund um das Club-Spiel

  • Glücklose Rückkehrer:

    Mit Philipp Förster und Manuel Stiefler kamen beim SV Sandhausen zwei ehemalige Club-Spieler am Samstag zum Einsatz.

  • Dauerläufer Behrens:

    Mit einer Laufleistung von 190,2 Kilometern ist Hanno Behrens der laufstärkste Spieler der 2. Liga. Im Schnitt spulte er 11,9 Kilometer pro Partie ab.

Sein Vertrag endet nach Ablauf der Saison im Sommer 2018, ein weiteres Jahr in der 2. Liga ist derzeit nur schwer vorstellbar. Interessensbekundungen von diversen Bundesligisten wurden Leibold in der Vergangenheit regelmäßig nachgesagt, unter anderem sollen der Hamburger SV, der FC Augsburg und auch die Frankfurter Eintracht ihre Fühler nach dem talentierten 24-jährigen ausgestreckt haben.

Sein Verbleib in Nürnberg wird stark vom diesjährigen Saisonausgang abhängen, soll heißen: Gelingt dem Club der Aufstieg in die Bundesliga, haben Sportvorstand Andreas Bornemann und Trainer Michael Köllner beste Argumente, ihn von einem Verbleib in Nürnberg zu überzeugen.

Sollten die Franken jedoch den Aufstieg verpassen und kommende Saison erneut in Deutschlands zweithöchster Spielklasse antreten müssen, wird sich Leibold wohl einer neuen Herausforderung stellen und versuchen, sich im Oberhaus durchzusetzen.

Logisch wäre dieser Schritt allemal, und aus persönlicher Sicht auch vollkommen nachzuvollziehen. Kleiner wurden die Aufstiegschancen nach den beiden jüngsten Erfolgen jedenfalls nicht – im Gegenteil: Weil die Konkurrenten aus Kiel und Düsseldorf Federn ließen, konnte der Club in der Tabelle wieder aufschließen und hat in den verbleibenden zwei Partien vor der Winterpause sogar die Chance, auf einem der beiden direkten Aufstiegsränge zu überwintern.

Passenderweise steht kommende Woche die Ligapartie bei der Mannschaft von Fortuna Düsseldorf (Montag, 20.30 Uhr) an.

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