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Montag, 20. November 2017 11

2. Liga

In Nürnberg ist Ernüchterung eingekehrt

Der Traumstart der Franken im deutschen Unterhaus ist verpufft. Seit drei Liga-Spielen ist der Club sieglos.
Von Patrick Reichardt, dpa

Auch personelle Rückschlage machen Club-Coach Michael Köllner zu schaffen. Foto: dpa

Nürnberg.Michael Köllner runzelte die Stirn und fand immer wieder neue Worte für seine Enttäuschung. Es sei „beschissen“, „schade“, „scheiße“, aber man könne die Uhr nun mal nicht zurückdrehen. Trotz eines klaren Chancenplus, mehrerer Lattentreffer und reifer Spielanlage musste der Trainer des 1. FC Nürnberg am Ende über eine schmerzliche Heimniederlage referieren. „Das Spiel hat an sich 100-prozentig gepasst. Alle Spieler haben sich super präsentiert“, erklärte der Trainer der Franken nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC St. Pauli am Montagabend.

„Das Spiel hat an sich 100-prozentig gepasst. Alle Spieler haben sich super präsentiert.“

Michael Köllner

Nach dem Traumstart mit sechs Punkten in der 2. Fußball-Bundesliga und dem Erreichen der zweiten Pokalrunde ist bei den Franken etwas Ernüchterung eingekehrt. Seit drei Liga-Spielen ist der FCN sieglos, Niederlagen gegen Aue und St. Pauli sind in einem Plan, der zurück in Richtung Bundesliga führen soll, nicht einkalkuliert. „Wir sind natürlich enttäuscht. Heute waren die drei Punkte nicht unmöglich“, sagte Köllner – und musste selbst kurz lachen, denn die drei Punkte wären angesichts der Spielanteile sogar Pflicht gewesen.

Der 47 Jahre alte Köllner, der beim Club nebenbei noch immer das Nachwuchsleistungszentrum leitet, gilt als Arbeitstier und detailversessen.

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Der Profikader des FCN 2017/18

Zuletzt berichtete er davon, dass er nachts wach liege, weil sein Team so hervorragend trainiert hatte. Pro Einheit setzt Köllner nach eigener Aussage im „kicker“ fünf Stunden Vorbereitungszeit an. Der Fortschritt bei den Franken, die am Montag erstmals im 3-4-3-System antraten, ist erkennbar, doch die Siege blieben zuletzt aus. „Für die Mannschaft tut es mir endlos leid“, erklärte Köllner.

Keiner weiß warum

Auch Hanno Behrens konnte sich die Niederlage nur schwerlich erklären. „Das ist maximal unglücklich“, befand der Kapitän. „Das tut uns natürlich weh.“ Auch ohne die Ausfälle des langfristig fehlenden Sebastian Kerk und des verletzt ausgewechselten Kevin Möhwald hatten die Nürnberger genug Chancen, die Partie für sich zu entscheiden.

Selbst Pauli-Trainer Olaf Janßen musste eingestehen, dass es pro Jahr zwei Spiele gebe, „die gewinnst du einfach und weißt nicht wieso“. Club-Coach Köllner blickte bereits nach vorne, schon am Samstag sind die ambitionierten Nürnberger in der wohl ausgeglichensten 2. Liga seit Jahren wieder gefordert. „Auf diese Leistung lässt sich aufbauen, das ist immer das Wichtigste“, sagte der Oberpfälzer mit Blick auf das anstehende Spiel in Duisburg.

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