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Sport aus der Oberpfalz
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Schiessschport

130 Titel für die BSSB-Schützen

Von Weltklasse-Schützen bis zu jungen Sommerbiathleten – Frischholz ehrt die Leistungen der vergangenen Saison.
Von Josef Eder

  • So sehen Meisterinnen und Meister aus. Die BSSB-Schützen Fotos: Eder

Regensburg-Prüll. „Spitzenergebnisse durch harte Arbeit im fairen Wettbewerb erzielten die Schützen und Schützinnen des Schützenbezirkes Oberpfalz im bayerischen Sportschützenbund (BSSB)“, hat Harald Frischholz, der erste Bezirksschützenmeister, bei der Ehrung der 51 Athleten und 35 Mannschaften die 32 deutsche Meistertitel und 98 bayerischen Meistertitel holten, im Festsaal des Bezirkes Oberpfalz in Regensburg-Prüll betont.

Unter den vielen Geehrten waren auch die aktuellen Pistoleneuropameister Monika Karsch und Christoph Reitz. Sie holten Einzel und Mannschaftstitel mit verschiedenen Sportgeräten. Aber auch viele junge Sportler waren dabei, die im Sommerbiathlon groß abräumten. Deren Hochburgen sind in Hausen und Peising (Landkreis Kelheim).

„Ihr habt Bereitschaft gezeigt, den Erfolg nach hartem Training abzurufen. In der Region werden eure Erfolge positiv angenommen. Es war schwer, nach der sehr erfolgreichen Olympiasaison wieder anzuknüpfen. Aber ihr habt es geschafft. Die Europameisterschaften in Baku und Maribor haben gezeigt, dass Rio keine Eintagsfliege war. Schützensport bietet alles. Es ist nicht so, dass man warten muss, bis die Scheibe vorbeiläuft, um dann abzudrücken“, hob Frischholz hervor. Den Schützensport könne man begreifen, wenn man ihn selbst ausübe. Der Stressfaktor sei hoch. Die kleinste Abweichung beim Anvisieren mache den großen Unterschied im Ziel.

Symbolisch überreichte der Bezirkschef allen Übungsleitern und Betreuern eine Goldmedaille. Weiter erinnerte er, dass der Erfolg im Einzel einen Höhepunkt darstelle, der in der Mannschaft nicht zu toppen sei.

Neue Landesschützenkönigin

Die Gefühle im Finale seien gemischt. Ein kleiner nervlicher Vorteil bringe das Stockerl, das Gegenteil Blech und Platz vier. Dazu übe das Publikum mit Applaus oder Anfeuerungen eine große Macht aus. Der Sportler müsse lernen, damit umzugehen.

Die Meisterschaften sind das Eine, das Oktoberfestlandesschießen das Andere. Nach zwei Landesschützenkönigen 2016 holte Nicole Wittmann (25 Jahre) aus Gebhardsreuth heuer den Luftgewehrtitel mit einem 8,9 Teiler. Am 16. September war sie am Stand in München. Zum letzten Male ging dieser Titel 1963 an Josef Friedrich (Mantel). Für Wittmann ist am Schießssport das Vereinsleben, der Zusammenhalt, das Soziale und die sportliche Leistung wichtig.

Für Bezirksrat Thomas Gabler, seine Frau Roswitha ist zweite Schützenmisterin von Hohenschambach, ist die Veranstaltung die Würdigung der Jahresleistung. „Unsere Schützen sind in der Weltspitze zu Hause. Die Jugend drückt mit Macht nach. Die Konkurrenzsituation steigert die Leistungen. Aber auch in der Tradition suchen die Menschen Halt, die Schützen geben ihnen den“, sagte er.

Für Stadtrat Dr. Thomas Burger, selbst aktiver Schütze, ist dieser Sport ein besonderer Sport. „Ruhe bewahren, den richtigen Augenblick abwarten, das ist das, was ein man beherrschen muss. Ich selbst kämpfe bei meinem Heimatverein der Schützengesellschaft Regensburg – Ziegetsdorf meist nur mehr um die Königswürde“, berichtete er.

Im kommenden Jahr, so Frischholz wird erstmals der mit 3500 Euro dotierte Jugendförderpreis, des Schützenbezirkes ausgeschüttet.

Bezirkssportleiter Florian Frischmann übernahm die Ehrungen. Erfolgreichster Schütze war Roman Hauber (Feuerschützen Regensburg) mit vier deutschen und fünf bayerischen Titeln mit Feuerwaffen.

Thomas Jenke und Georg Klemm (ASG Wernberg-Köblitz) holten je vier Titel mit der Armbrust. Sabrina Hößl (Donaugau) holte drei deutsche Meistertitel mit dem Luftgewehr und dem Kleinkaliber.

Junges Biathlon-Team feiert

Theresa Krausenecker (Hausen) war beim Sommerbiathlon fünfmal im Einzel, einmal mit der Mannschaft auf dem bayerischen Trepperl und mit dem Team bei den deutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Podest. Zum ersten Mal war bei den Ehrungen auch Musik dabei, die Bawalatschn Musi aus Hainsacker mit dem zweiten Gauschützenmeister des Donaugaus, Bernhard Kaulich, am Tenorhorn.

Insgesamt gab es also zwölf deutsche Meistertitel, zehn Vizetitel, zehn Bronzeränge bei deutschen Meisterschaften. Bei den Bayerischen Meisterschaften standen die Schützen des BSSB insgesamt 36 mal ganz oben auf dem Podest, 31 mal wurden sie Zweite und 31 mal holten sie dritte Plätze und damit Bronze.

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