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Sport aus Regensburg
Sonntag, 22. Oktober 2017 19° 3

Handball

Aus ESV-Bunker soll eine Festung werden

Die Regensburger Drittliga-Handballerinnen starten unter neuen Vorzeichen gegen Aufsteiger Ketsch II in die Saison 2017/2018.
Von Robert Torunsky, Mz

Das ESV-Team ist bereit für die Drittliga-Saison (vorne, von links): Julia Drachsler, Julia Sommerer, Franziska Peter, Maxi Elze, Mariella Bertuccini, Chiara Zellner, Franziska Ruzicka, Mirela Negrutiu-Chirila, Sophia Rektorschik, Laura Brockschmidt, Linda Baumgardten, Lavinia Albescu, Emma Schürzinger sowie (hinten, von links) Physio Christian Jordache, Co-Trainer Ingo Gömmel und Trainer Stefan von Frankenberg. Es fehlen: Natascha Weber, Anna Fuhrmann und Andrea Vlachova. Foto: aro

Regensburg. „Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagt Stefan von Frankenberg. „Die Nervosität steigt langsam bei uns Trainern, aber man merkt es auch den Spielerinnen an.“ Der neue Trainer der Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg spricht damit tatsächlich seinen Spielerinnen aus dem Herzen, wie Allrounderin Anna Fuhrmann bestätigt: „Ich hab richtig Bock auf die Saison. Die Vorbereitung war gut und wir sind heiß aufs erste Spiel.“

Am Samstag um 19.30 Uhr eröffnen die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg die Saison 2017/2018 gegen die TSG Ketsch II. Vieles ist neu an der Dechbettener Brücke: von Frankenberg und sein Co-Trainer Ingo Gömmel auf der Kommandobrücke als Nachfolger von Erfolgstrainerin Judith Pimpl, drei Spielerinnen und der Parkettboden in der liebevoll „Bunker“ genannten altehrwürdigen Sporthalle. Und der Bunker soll in dieser Saison zu einer Festung werden, damit der Klassenerhalt nicht wieder zur Zitterpartie wird.

In der Vorsaison gab es zum Auftakt eine unglückliche Ein-Tor-Heimniederlage gegen Waiblingen, die dann gleichmal für einen Stammplatz im Tabellenkeller sorgte. Das wollen die Eisenbahnerinnen diesmal unbedingt vermeiden und gegen den Aufsteiger aus der Kurpfalz doppelt punkten.

Juniorbärin oder Seniorbärin?

Über die Juniorbären ist wenig bekannt, doch nicht nur die Aufstiegseuphorie dürfte das Team von Trainer Adrian Fuladdjusch zu einem gefährlichen Gegner machen. „Von einem Aufsteiger gibt es am ersten Spieltag noch kein Videomaterial, deswegen ist die Vorbereitung auf den Gegner diesmal schwierig“, sagt von Frankenberg.

Die in der 2. Liga aktive erste Mannschaft Ketschs spielt erst am Sonntag und deshalb könnte auch die ein oder andere „ausgewachsene Bärin“ in den Bus gen Oberpfalz einsteigen. Der ESV-Trainer: „Reserve-Teams sind immer echte Wundertüten und am Saisonstart gleich doppelt. Deswegen richten wir den Fokus in allererster Linie auf uns und werden gegebenenfalls im Spiel auf die Aufstellung des Gegners reagieren.“

Sehen Sie hier ein Interview mit ESV-Coach von Frankenberg.

In der Vorbereitung konnten die Regensburgerinnen bei den Testspielen häufig überzeugen – der Wahrnehmung der zweifachen britischen Nationalspielerin Fuhrmann pflichtet auch ihr Übungsleiter bei – und bestachen vor allem in Sachen Fitness. Das Zusammenspiel wird auch immer besser und in diesem Bereich setzte von Frankenberg in den Einheiten vor dem Auftaktspiel den Hebel an. „Es gab bei den Vorbereitungsturnieren in Traun (Oberösterreich), Chemnitz und Frankenberg Phasen, in den denen wir sehr gut gespielt haben, dann kommen aber wieder welche, wo man meinen könnte, wir spielen das erste Mal zusammen. Die Konstanz fehlt uns einfach noch in Abwehr und Angriff, aber das ist auch ein Prozess.“

Sehr erfreulich für die Trainer: Die Neuzugänge Franziska Ruzicka (Tor), Laura Brockschmidt (Rückraum links) und Julia Drachsler (Kreis) integrieren sich hervorragend und haben sowohl den Konkurrenzdruck im Kader als auch die Breite erhöht. Deswegen hat von Frankenberg auch die Qual der Wahl: Der Kader ist aller Voraussicht komplett, einzig hinter Mirela Negrutiu-Chirila, die Wadenprobleme hat, steht noch ein Fragezeichen. „Wir haben viele Optionen, deswegen werden wir die Aufstellung kurzfristig entscheiden“, sagt der Coach. Von Frankenberg warnt aber trotzdem vor einer überzogenen Erwartungshaltung: „In der abgelaufenen Runde wurde der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag geschafft. In dieser Saison wollen wir das früher regeln. Wenn uns das gelingt, können wir zufrieden sein.“

Hoffen auf viele Zuschauer

Nach einem trainings- und spielfreien Wochenende kribbele es in den Fingerspitzen: „Ich hoffe auf viele Zuschauer am Samstag. Die Unterstützung von den Rängen ist immer, aber gerade beim ersten Heimspiel ganz, ganz wichtig. Wir werden Phasen haben, wo es mal nicht läuft. Wenn dann die Zuschauer da sind und uns helfen, schnell die nötige Sicherheit zu finden, wäre das natürlich top“, sagt von Frankenberg.

Angesprochen auf seine persönlichen Wünsche für sein erstes Pflichtspiel: „Wir werden auf jeden Fall eine Mannschaft sehen, die über 60 Minuten powert, Gas gibt und in der Abwehr auf Ballgewinn spielt. Natürlich wäre ein Sieg schön, das ist zu Saisonbeginn immer positiv.“

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