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Sport aus Regensburg
Montag, 20. November 2017 5

Basketball

Baskets kommen in der Bayernliga an

Nach dem misslungenen Saisonstart gelingt den Regensburgern der Befreiungsschlag. Die Damen behaupten sich in Nürnberg.

Aufbauspieler Fabian Gülich (links) steuert 14 Punkte bei. Foto: Brüssel

Regensburg.Nach einem schwierigen Saisonstart durften die Regensburger Basketballer um Spielertrainer Thomas Mayer nun den ersten Sieg feiern. Im Heim-Derby gegen die Schanzer Baskets Ingolstadt, das Ex-Team von Thomas Mayer, siegten die Oberpfälzer deutlich mit 80:55 und machten so einen wichtigen Schritt weg vom Tabellenende der Bayernliga Mitte.

Das Spiel war für die Oberpfälzer, die aus der Regionalliga abgestiegen waren, von großer Bedeutung – besonders nach dem holprigen Saisonstart mit zwei Niederlagen.

Nach zweiwöchiger Spielpause waren die Gastgeber nicht nur spielerisch wesentlich besser eingestellt. Auch die Entschlossenheit, vor allem in der Verteidigung, war deutlich größer als noch zuvor gegen Augsburg.

Die ersten zehn Minuten gerieten zur Defensivschlacht – hauptsächlich wegen der Einstellung der Regensburger, keine einfachen Körbe mehr zuzulassen. Mit den wechselnden Verteidigungsvarianten und dem hohen Maß an Aggressivität der Hausherren kam Ingolstadt kaum zurecht. Allerdings fanden andererseits die Würfe der Baskets zunächst selten ihr Ziel, so dass es zur Viertelpause nur 13:8 stand.

Spielsysteme funktionieren besser

Im zweiten Viertel platzte dann der Knoten. Es wurde erkennbar, wie gut der Mannschaft das spielfreie Wochenende getan hat. Die Baskets riefen die einstudierten Spielsysteme wesentlich flüssiger ab und generierten dadurch immer mehr offene Würfe, die auch endlich ihr Ziel fanden. Da das Mayer-Team auch die Verteidigung nicht vernachlässigte, und außerdem beide Regensburger Aufbauspieler, Thomas Mayer und Fabian Gülich mit je 14 Punkten einen herausragenenden Tag hatten, zogen die Baskets davon. Zur Halbzeit stand es bereits 37:18.

Bei Ingolstadt hielt nur Levent Görmüs dagegen, der mit 22 Punkten zwar ein gutes Spiel machte, aber die Defizite seiner Mannschaft an diesem Abend nicht auszugleichen vermochte. Die Schanzer waren vor allem auf den großen Positionen schwach besetzt, wovon die erfahrenen „big men“ der Regensburger immer wieder profitierten. Mit Marius Pfister, Markus Höß, Chris Pichler und Jacob Christmann schafften es gleich vier Regensburger, regelmäßig zu einfachen Punkten zu kommen.

In der zweiten Halbzeit änderte sich der Spielverlauf kaum. Die Gastgeber entschieden auch das dritte und das vierte Viertel für sich. Ein kurzes Aufbäumen der Ingolstädter im letzten Spielabschnitt konterte Regensburg souverän mit einem Elf-zu-null-Lauf. Am Ende fuhren die Baskets einen klaren Sieg ein und belegen nun den neunten Platz in der Tabelle.

Schildbach verletzt

Doch nicht nur für die Tabellensituation, sondern vor allem für das Selbstvertrauen der Mannschaft war der Ausgang des Spiels ungemein wichtig – und das unter nicht gerade einfachen Bedingungen. Neben einigen langfristigen Ausfällen hatte sich im Abschlusstraining Flügelspieler Roman Schildbach verletzt und konnte nicht mitwirken. Umso größer war die Freude bei Mayer nach der Begegnung. Er lobte neben der guten Integration der Neuzugänge Christmann und Pfister in erster Linie die „wesentlich bessere Ausführung des Gameplans in der Offensive, aber vor allem auch in der Verteidigung“.

Zu hoffen bleibt nun, dass die Regensburg Baskets auch die kommenden zwei Wochen wieder so gut zur Vorbereitung nutzen werden. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende geht es am 4. November im dritten Heimspiel in Folge gegen Nürnberg.

Ebenfalls siegreich gestalteten die Damen am dritten Spieltag ihr Auswärtsspiel bei Post SV Nürnberg.

Sonst oft früh in Rückstand war die „Starting Five“ des Teams diesmal hellwach. Die motivierte und höchst effektive Regensburger Verteidigung zwang den gegnerischen Trainer bereits nach zwei Minuten dazu, die erste Auszeit zu nehmen. Die Regensburgerinnen ließen sich davon allerdings nur kurz irritieren. Schnell hatten sie sich wieder gefangen und entschieden das erste Viertel mit 14:11 für sich.

Auch im zweiten Spielabschnitt zeigten sie eine konstant gute Leistung, vor allem in der Verteidigung. Die jungen Gastgeberinnen hatten sichtlich Schwierigkeiten damit, die Ruhe zu bewahren und kassierten einige Turnover. Regensburg hingegen hätte seine Führung noch weiter ausbauen können, doch nur wenige Würfe fanden ihr Ziel.

Nach der Pause wollten die Damen also noch eine Schippe darauflegen und zogen auf 43:31 davon. Ärgerlich waren im Spiel nur einige Fouls, die den Nürnbergerinnen leichte Punkte durch Freiwürfe gewährten. Dennoch hatten die Damen das Spiel so weit im Griff, dass Trainer Markus Höß die Verteidigung auf Zonendefensive umstellte.

Obwohl das ungewohnt war, ließ sich die RT den Sieg nicht mehr nehmen und gewann klar mit 56:42. Das nächste Heimspiel findet am Samstag (16.15 Uhr) in der Sporthalle Königswiesen gegen Neumarkt statt.

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