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Sport aus Regensburg
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Ringen

Der Aufstiegskampf bleibt völlig offen

Vor dem Rückkampf ist der 1. AC Regensburg gegen den ATSV Kelheim knapp in Führung. Am Samstag fällt die Entscheidung.

  • Mit einer knappen Führung gehen die Ringer des 1. AC Regensburg in den Rückkampf gegen den ATSV Kelheim. Foto: Brüssel
  • 1. AC-Trainer Andreas Rieger hatte sich einen etwas größeren Vorsprung erhofft. Foto: Brüssel

Regensburg.Im ersten Aufstiegskampf zur Bayernliga hatten die Ringer des 1. AC Regensburg den Gewinner der Landesliga Nord ATSV Kelheim in der Gerhardingerschule in Stadtamhof zu Gast. In einem vorläufigen Ergebnis führen die AC-Kämpfer mit 15:13 Punkten, denn die Klasse bis 86Kilogramm im griechisch-römischen Stil (gr) wird als Nachholkampf ausgetragen, weil der Kelheimer Ringer Mayer an einem internationalen Turnier teilgenommen hat.

Die Ausgangsbasis bleibt mit diesem Ergebnis unverändert, denn der Rückkampf am Samstag in Kelheim lässt alle Optionen für beide Teams offen. 1. AC-Trainer Andreas Rieger hätte sich ein bis zwei Punkte mehr Vorsprung erhofft, zeigte sich aber mit der Vorstellung seiner jungen Truppe absolut zufrieden.

Der ACR begann furios. In der Klasse 57 kg/Freistil (fr) zeigte das Nachwuchstalent Mohamed Kartojev seine Klasse und fegte mit technisch hervorragenden Aktionen Ben Böswald mit einem Schultersieg von der Matte.

Gastgeber waren 14:0 vorne

Anschließend konnte Robert Heinrich (120kg/gr) seinen Gegner Korbinian Knauf nach angeordneter Bodenlage mehrmals durchdrehen und siegte technisch überlegen. Der 1. AC marschierte weiter: Markus Langmantel (61kg/gr) war wie so oft in dieser Saison hochkonzentriert und schraubte mit seinem Sieg gegen Ebrahim Salmeh den Punktestand auf 11:0. Yannic Schmidt erhöhte mit seinem energiegeladen Auftritt gegen Daniel Ritter (98kg/gr) sogar auf 14:0. Vor der Pause verkürzte Kelheim durch den ungarischen Spitzenringer Csongor Knipli (66kg/fr), der dem aufopferungsvoll kämpfenden Alexander Okhotnikov keine Chance ließ, auf 14:4.

In der zweiten Runde legte wieder der ACR vor: Gabor Csoti erkämpfte sich gegen den starken Mike Fischer (80kg/fr) mit einer vor allem taktisch ausgereiften Vorstellung einen 1:0-Punktsieg. In den letzten drei Kämpfe gingen die Punkte an Kelheim: Tashko Bankaev (71 kg/gr) verlor knapp mit 0:2 gegen Andreas Dewiwje, Anton Roth (75kg/fr) unterlag dem Mattenfuchs Johannis Mayerhofer klar mit 0:3, Iheb Ben Ghozlem (75kg/gr) konnte Felix Henneberger nicht stoppen und unterlag technisch mit 0:4 Punkten.

Rückkampf in Kelheim

Das vorläufige Endergebnis von 15:13 für den 1. AC Regensburg lässt somit alles für den Rückkampf offen, der findet am 23. Dezember in Kelheim statt. Danach steht der Aufsteiger zur Bayernliga fest. Kelheims Trainer Helmut Wild sieht mit dem Blick auf Samstag leichte Vorteile für sein Team: „Die Stilarten werden gewechselt und da sind unsere Ringer besser. Außerdem setzen wir auf die Fans in Kelheim.“

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Gedankenspiele

  • Abseits des Mattengeschehens

    sorgt eine angedachte Reform für ungeahnte Perspektiven bei den Ringern: Auf Anregung einiger Vereine soll die Bayernliga aufgelöst und die darüber stehende Oberliga in zwei Staffeln aufgeteilt werden. Der Sieger des Aufstiegskampfes zwischen dem 1. AC Regensburg und dem ATSV Kelheim stünde bei einem Aufstieg in dieser Oberliga – also in der zweithöchsten Liga in Deutschland.

  • Aber auch der Verlierer

    fiele nicht durch: Die auf Basis dieser Veränderung erstellte Ligaeinteilung sieht beide Vereine in der Oberliga Nordbayern. Die Entscheidung über die Reform fällt am 10. Februar 2018, zuvor werden alle Vereine auf Bezirksversammlungen gehört.

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