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Sport aus Regensburg
Mittwoch, 13. Dezember 2017 5

Sport

Derby der Torfabriken in der Landesliga

Fortuna Regensburg und Donaustauf wollen nur noch eine ruhige Saison spielen – ob es auch ein ruhiges Derby wird?
Von Maximilian Frickel, MZ

Im Hinspiel entführte der SV Fortuna Regensburg mit einem 3:2-Sieg die Punkte aus Donaustauf. Foto: Brüssel

Regensburg. Der SV Fortuna Regensburg empfängt den SV Donaustauf. Auch wenn die Tabellensituation nicht unbedingt für ein Spitzenspiel spricht, hat die Partie eine gewisse Brisanz: Beide Teams starteten mit Aufstiegsambitionen in die Saison – zwar korrigierten sowohl die Fortuna als auch die Staufer ihre Ziele im Laufe der Spielzeit nach unten, die Qualität des Kaders bleibt aber auch mit etwas niedrigeren Erwartungen weiterhin bestehen.

Vor allem auf die enorm starke Offensive beider Mannschaften können sich die Zuschauer am Sonntag um 14 Uhr auf dem Fortunaplatz freuen. Mit 47 Toren stellt die Fortuna den drittbesten und Donaustauf mit 41 Toren den viertbesten Angriff der Fußball-Landesliga Mitte. Eine Nullnummer wie im Rückspiel der vergangenen Saison müssen die Fans nicht befürchten.

Drei Punkte als Belohnung

Donaustauf geht auf jeden Fall mit reichlich Derbyerfahrung und einer Menge Selbstvertrauen in die Partie. Nach einem verdienten Punktgewinn gegen die mit Zweitliga-Spieler besetzte zweite Mannschaft des SSV Jahn Regensburg will die Elf um Spielertrainer Andreas Vilsmairan der Leistung aus der vergangenen Woche anknüpfen. „Die zweite Halbzeit gegen den Jahn II war die beste Leistung seit Wochen. Daran wollen wir anknüpfen und uns diesmal mit mehr als nur einem Punkt belohnen“, so lautet die Ansage von Co-Trainer und Teammanager Hans Melzl. Den „Matchplan“ für das Sonntagsspiel haben Melzl und sein Team auch schon aufgestellt: „Wir wollen wieder defensiv stabil auftreten, uns nur hinten reinstellen werden wir aber nicht – dafür wäre der Platz auch zu klein.“ Trotz der Stabilität bringenden Fünferkette soll Donaustauf laut Melzl aber „vor allem die eigenen Offensivqualitäten auf den Platz bringen“ – auf eine Mauertaktik à la Mourinho hoffen Defensivästethiker also vergeblich.

Der Donaustaufer Anspruch, das Spiel machen zu wollen, bringt aber auch gleich ein Problem mit sich: Denn auch die Hausherren aus Regensburg sind eigentlich dafür bekannt, den Ball selbst am Fuß zu haben. Auch bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen den 1. FC Bad Kötzting hatten die Regensburger vor allem in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile – genutzt haben diese den derzeitigen Tabellenfünften aber nicht. Zu schluderig ging die Elf von Trainer Helmut Zeiml mit den Chancen um – Endergebnis: kein Erfolgserlebnis für die so torverkwöhnte Fortuna-Offensive.

Duell der Spielmacher

Am Sonntag treffen zwei der besten Spielgestalter der Liga aufeinander: Top-Vorlagengeber Tomás Jun und Top-Torschütze Mahir Hadziresic. Beide Spieler gelten als Schaltzentralen ihrer Mannschaften und strahlen permanent Gefahr aus. Der Tabellensiebte kann neben dem Assistspezialisten nach Aussage Melzls auf „den kompletten Kader zurückgreifen“.

Wie die Gäste geht der SV Fortuna ohne größere Personalsorgen in das Derby, stattdessen haben die Hausherren gute Erinnerungen im Gepäck – das hart umkämpfte Hinspiel endete nämlich 3:2 zugunsten der Fortuna.

Die Vorzeichen stehen am Sonntag also auf Hochspannung.

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