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Sport aus Regensburg
Dienstag, 24. Oktober 2017 5

Landesliga

Derby entscheidet nicht nur über Punkte

Für Fortuna und Tegernheim geht es um viel. Beide wollen einen Abwärtstrend stoppen. Helmut Zeiml warnt vor dem Lokalduell.
von Michael Sperger, MZ

Zuletzt bemühte sich Tegernheim beim 0:1 gegen den SSV Jahn II vergeblich. Coach Dobler will aber auf diese Leistung aufbauen. Foto: Brüssel

Tegernheim.Am Samstag um 15 Uhr empfängt der FC Tegernheim den SV Fortuna Regensburg zu einem richtungsweisenden Landesliga-Derby. Für die Tegernheimer, die seit sechs Spielen keinen einzigen Punkt erspielt haben, läuten langsam, aber sicher, die Alarmglocken. „Langsam nervt es mich und die Mannschaft, ständig zu verlieren. Wir wollen deshalb zusammen alles dafür tun, aus unserem Negativtrend herauszukommen“, sagt FCT-Trainer Peter Dobler.

Vor allem seine Offensivkräfte waren in letzter Zeit erschreckend harmlos. Nur einen einzigen Treffer erzielte die FC-Offensive in den vergangenen sechs Partien – und der fiel per Strafstoß. „Wir lassen zur Zeit die nötige Durchschlagskraft vermissen. Das verunsichert die Spieler natürlich“, sagt der Trainer. Zur Zeit fehlen ihm darüberhinaus mit Yannick Grader, Patrick Lang und Benedikt Schmid drei verletzte Offensivkräfte.

„Wir lassen zur Zeit die nötige Durchschlagskraft vermissen“

Tegernheims Trainer Peter Dobler

Fortuna vor Wochen der Wahrheit

Für die Gäste vom SV Fortuna lief diese Saison lange Zeit nach Plan. Vergangenes Wochenende schwächelten die Regensburger dann beim 1:1-Unentschieden gegen Kareth-Lappersdorf. Im Nachholspiel am Dienstag hätte man mit einem Sieg in Bogen die Tabellenführung erobern können. Es folgte eine 0:3-Niederlage. Trainer Helmut Zeiml attestiert seiner Mannschaft direkt nach dem Spiel eine „indiskutable Leistung“ und sprach von „Arbeitsverweigerung“. Ein paar Tage später hat sich sein Unmut wieder gelegt. „Wir haben das Spiel unter der Woche via Videoanalyse aufgearbeitet und sind guter Dinge, dass wir in keinen Abwärtstrend verfallen“, gibt sich der Trainer optimistisch.

Tegernheim hatte oft die Nase vorne

  • In der Vergangenheit

    trafen der FC Tegernheim und der SV Fortuna regelmäßig aufeinander. Mit Ausnahme der vergangenen Saison 2016/17 befanden sich die beiden Teams seit 2011 stets in derselben Spielklasse.

  • Tegernheim

    behielt in elf Duellen fünfmal die drei Punkte. Zweimal siegte der SV Fortuna und viermal gab es ein Unentschieden. Meist sahen die Zuschauer torreiche Derbys. Im Schnitt fielen pro Partie vier Treffer (44 Tore in elf Spielen).

Auch für die Fortunen wird das Derby damit zu einem Schlüsselspiel. In den nächsten zweieinhalb Wochen kommt es zu den Gipfeltreffen mit dem SSV Jahn II und Tabellenführer Waldkirchen. Jetzt in eine Formkrise zu fallen, könnte die Regensburger den Anschluss an die Spitze kosten. „Wir werden die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen und ich hoffe, dass ich ein Signal an die Mannschaft senden konnte“, sagt Zeiml. Um dieses Signal zu untermauern, möchte der Fortuna-Coach seine Startformation beim Gastspiel in Tegernheim auf zwei bis drei Positionen verändern.

Zeiml: „Derbys sind gefährlich“

Den FC Tegernheim hält er nicht für einen undankbaren Gegner, um wieder zurück in die Spur zu finden. Man könne die Tegernheimer nicht am Tabellenplatz messen. „Ein Derby ist immer ein besonders gefährliches Spiel. Das Ergebnis ist meist unberechenbar“, fügt er hinzu.

„Ein Derby ist immer ein besonders gefährliches Spiel“

Fortuna-Coach Helmut Zeiml

Diese Situation möchte der FC Tegernheim für sich nutzen. In den bisherigen Heimspielen sprang nur ein einziger Punkt heraus. Das soll sich jetzt ändern. „Wir wollen zunächst einmal ein gutes Heimspiel abliefern. Denn das ist uns in dieser Saison nur selten gelungen. Natürlich wollen wir auch etwas Zählbares mitnehmen und wenn es nur ein Punkt ist, ist es auch schon ein Anfang“, sagt Dobler. Dabei ist dem Trainer egal, wie der Gegner heißt. Gerade im Auswärtsspiel beim SSV Jahn II vergangenes Wochenende habe seine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt. Obwohl das Spiel mit 0:1 verloren ging, ließe sich laut Dobler auf diese Partie aufbauen.

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