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Samstag, 17. Februar 2018 11

Fussball

Jahn-U21 hat den Aufstieg im Visier

Das junge Landesliga-Team des SSV peilt eine schnelle Rückkehr in die Bayernliga an. Später soll es weiter nach oben gehen.
Von Florian Würthele

Trainer Yavuz Ak (rechts) will das U21-Team des SSV Jahn am liebsten bis in die Regionalliga führen. Foto: Brüssel

Regensburg.Nürnberg, Ingolstadt, Fürth – die bayerischen Zweitligisten haben eine Sache gemeinsam: Ihre Zweitvertretungen kämpfen in der Regionalliga Bayern um Punkte und Tore. Ein Verein tanzt dabei aus der Reihe: der SSV Jahn Regensburg. Für die U21 des Zweitliga-Aufsteigers heißt der graue Alltag heuer nämlich Landesliga. Nach fünf Jahren Bayernliga ging es im Sommer nach verlorener Relegation runter in die sechste Spieklasse. Freilich: das soll sich schnellstmöglich ändern, am besten schon in dieser Saison. Den Grundstein für den direkten Wiederaufstieg hat das Team von Cheftrainer Yavuz Ak und „Co.“ Martin Reißer gelegt. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Waldkirchen überwintert der Jahn als Tabellenführer der Landesliga Mitte.

In der Sommervorbereitung hatten Mersad Selimbegovic und Martin Reißer das Training geleitet. Es galt, die vielen Jungen, die aus der A-Jugend hinzugestoßen waren, einzugliedern. Im Gegenzug hatten die Mannschaft zehn Akteure verlassen. Mit einem Kaan Aygün oder Dejan Szubotity brach einiges an Erfahrung weg. Dann, erst eine Woche vor Saisonstart, wurde mit Yavuz Ak der neue Trainer installiert. Doch trotz aller Schwierigkeiten lief es von Beginn an. In Bad Kötzting gewannen die Jahn-Youngster zum Auftakt souverän, es folgten der Derbysieg über Donaustauf und klare Erfolge über Schwarzenfeld, Hutthurm und Raigering.

Schwächen der jungen Jahn-Elf

„Es war ein wirklich guter Saisonstart. Und das, obwohl es relativ schwierig ist, bei jungen Spielern nach einer Negativserie den Schalter umzulegen“, erzählt Ak. Dass das Ganze aber kein Selbstläufer werden würde, machten die folgenden drei Spiele deutlich, welche nur zwei Punkte einbrachten. Mitunter dieser kleine „Durchhänger“ deckte ihre Schwächen auf, mit denen die junge Jahn-Mannschaft in der kampfbetonten Landesliga noch zu kämpfen hat. „An unserem Umschaltverhalten müssen wir arbeiten. Auch bei Standards ist noch Luft nach oben. Und kommunikativ muss noch ein Deut mehr kommen“, zählt Ak auf. Zudem fehle seinen Jungs gegen die meist defensiv orientierten Gegner bei Ballverlust oft noch die nötige Cleverness. „Wir stellen aktuell die zweitbeste Abwehr der Liga, versuchen aber schon, die beste zu werden.“

Einige Stellschrauben, an denen das Trainerteam in der seit Montag laufenden Vorbereitung noch drehen muss, gibt es also. Ergebnistechnisch lief es nach der kurzen Schwächephase dann aber phänomenal. Zwölf der folgenden 14 Partien wurden gewonnen, keines verloren. Ab dem elften Spieltag gaben die Regensburger die Tabellenführung nicht mehr her. „Alle Spieler der U21 haben einen Schub nach vorne gemacht“, erklärt der Coach. Erfreulich sei auch die Tatsache, dass vor allem die jungen Spieler – und nicht nur die Profis – viele Tore geschossen hätten. Eng ist die Zusammenarbeit mit der Profimannschaft. Mit den je 20-jährigen Andreas Kalteis und Marco Pfab trainierten zwei von Aks Schützlingen zuletzt bereits regelmäßig bei der „Ersten“ mit. „Viele haben das Potenzial, sich oben zu zeigen. Und diese Möglichkeit wollen wir den Spielern auch geben.“

Das Potenzial für den Titel

Der volle Fokus liegt nun aber auf den anstehenden Landesliga-Titelkampf. Waldkirchen und Hauzenberg sind die beiden Teams, die dem Jahn noch gefährlich werden könnten. „Hauzenberg hat in meinen Augen mehr Potenzial. Wir schauen aber sehr auf uns und nicht auf den Gegner. Wichtig ist, dass die Spieler am Wochenende hundert Prozent geben. Dann haben wir definitiv das Potenzial, den Titel zu holen“, betont Yavuz Ak, dessen Vertrag noch bis Sommer 2019 läuft.

Mittelfristig, so der 36-Jährige, sei das Ziel natürlich, den Jahn II in die Regionalliga zu führen. „Wir sind mit unserer Ersten im ersten Jahr zweite Liga. Wenn sie dort länger bleibt, ist vollkommen klar, dass wir in drei oder fünf Jahren in die Regionalliga möchten.“ Erst einmal will das Team aber die Rückkehr in die Bayernliga meistern – und das dürfte schwer genug werden.

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