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Sport aus Regensburg
Sonntag, 17. Dezember 2017 10

Sport

Telis dominiert deutsche Meisterschaften

Die Regensburger kehren mit vier Titeln und neun Podestplätzen von den Zehn-km-Straßenlaufmeisterschaften zurück.

Nur sieben Sekunden über dem deutschen Rekord: Simon Boch, Florian Orth und Philipp Pflieger (von links) holen Team-Gold. Foto: Kiefner

Bad Liebenzell.Bad Liebenzell am Rande des Schwarzwalds ist ein gutes Pflaster für die erfolgsverwöhnten Langstreckler der Regensburger LG Telis Finanz. Das stellten die „Blauen“ nun bei den deutschen Straßenlaufmeisterschaften über zehn Kilometer wieder eindrucksvoll unter Beweis.

Mit dem Doppelsieg in der U 23 durch Franzi Reng und Miriam Dattke, den Einzelmedaillen bei den Frauen und Männern durch Silbermedaillengewinner Simon Boch, sowie den beiden Bronze-Leuten Coco Harrer und Philipp Pflieger, der logischen Konsequenz dreier Teamtitel bei Männer, Frauen und U23 – beim „starken Geschlecht“ durch Team zwei gleich im Doppelpack – summierte sich das Ganze zu neun Podestplätzen. „Wir waren nahe am Optimum, zu den beiden Einzeltiteln hat nur ein wenig das Glück gefehlt“, fasste am Ende Telis-Teamchef Kurt Ring den erfolgreichen Tag zusammen.

Die Konstellation des Männerrennens sollte ein Krimi mit schlecht voraussehbarem Ende werden. Schon vor dem Startschuss waren sich darüber alle Experten einig. So war denn auch an taktischen Geplänkeln, Tempoverschärfungen und faszinierenden Schlusskilometern alles dabei, was die Herzen der zahlreichen Fans am Straßenrand höher schlagen ließ.

Pflieger drückt aufs Tempo

Marathon-Mann Philipp Pflieger drückte von Anfang an gehörig aufs Tempo und zwang damit den gesundheitlich etwas angeschlagenen Topfavoriten Arne Gabius bereits nach zwei Kilometern zum Aufgeben. Den Rattenschwanz von zirka zehn Verfolgern, mittendrin auch seine beiden Teamkollegen Simon Boch und Florian Orth, wurde er aber nicht los. „Bei sechs Kilometern wäre es mir fast gelungen, alle abzuhängen“, kommentierte er eine der entscheidenden Stellen des Rennens, an der letztendlich auch die Führungsgruppe merklich ausdünnte. Als es auf die letzten beiden Kilometer ging, sah man plötzlich ein Telis-Trio mit Boch, Orth und Pflieger ganz vorne. Zu Beginn des finalen Kilometers blies dann Simon Boch zur Attacke, mit der Folge, dass nur noch Geheimfavorit Amanal Petros (SV Brackwede), der Zweite der U23-EM über 10 000m, dran bleiben konnte. Der konterte schließlich den Regensburger mit 29:02 Minuten und einer Sekunde Vorsprung knapp aber sicher aus. „Vielleicht habe ich meinen Punch etwas zu früh gesetzt. Letztendlich muss man aber sagen, dass Amanal heute eben einen Tick besser war“, zeigte sich Boch als fairer Verlierer.

Obwohl müde von der langen Pace konnte Pflieger im Kampf um Bronze trotzdem Dauerkonkurrent Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) mit 29:08 Minuten in Schach halten. Dahinter komplettierte ein wieder im Kommen befindlicher Titelverteidiger Florian Orth mit 29:17 Minuten das Regensburger Teamergebnis, das nur sieben Sekunden über dem deutschen Rekord von 1:27:21 Stunden liegt.

Nachdem auch Tim Ramdane Cherif als Achter (29:48 Minuten), Jonas Koller als Neunter (29:52 Minuten) und Felix Plinke als Elfter (30:06 Minuten) mit jeweils persönlicher Bestleistung das Ziel erreicht hatten, stand dem exzellenten Ergebnis des zweiten Regensburger Teams auf dem Silberrang nichts mehr im Wege.

„Zwei Kilometer vor dem Ziel dachte ich, dass ich Mocki und Anna heute packen könnte. Beim gemeinsamen Angriff mit Anna waren wir uns wohl zu uneinig und haben damit Sabrina erst richtig stark gemacht“, sagte am Ende eines spannenden Rennens, das hinten raus immer schneller wurde, Coco Harrer. Die Regensburgerin freute sich trotzdem über Bronze in 33:46 Minuten, ihrer zweitschnellsten Zeit auf der Straße überhaupt, knapp hinter Sabrina Mockenhaupt (33:36 – LT Haspa Marathon Hamburg) und Anna Hahner (33:43 – Run2sky) riesig. „Die Coco war heute saustark“, zeigte Mockenhaupt in ihrer typischen Art Respekt vor der Regensburgerin.

Starkes Comeback von Reng

Richtig stark nach langer Verletzungspause war auch das Comeback von U23-Siegerin Franziska Reng (34:05 Minute) als Vierte der Frauenwertung, mit der sie ihre Teamkollegin Thea Heim (5./34:09) niederhalten konnte. Damit war der Überraschungssieg in der Teamwertung gegen die Favoritinnen aus Hamburg auch noch in trockenen Tüchern. Auf Platz zehn stellte die U23-Zweite Miriam Dattke mit 34:33 ebenfalls einen Hausrekord auf. Cornelia Griesche (18./35:31) und Maren Orth (36:56) vervollständigten das Regensburger Team II, das den vierten DM-Platz belegte.(orv)

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