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Sport aus Regensburg
Dienstag, 26. September 2017 21° 1

Fussball

Viele richtungsweisende Spiele stehen an

Alte Bekannte streiten auf Kareths Höhen um wichtige Punkte. Jahn II, Bad Abbach und Fortuna stehen vor hohen Auswärtshürden.
Von Dieter Krelle, Lukas Schranner, Alexander Roloff und

  • Noch zu Bayernliga-Zeiten fand das letzte Punktspiel zwischen SSV Jahn Regensburg II und ASV Burglengenfeld im November 2015 statt. Foto: Brüssel
  • Peter Dobler hat „nur positive Erinnerungen“ an den TSV Kareth-Lappersdorf. Foto: Brüssel

SV Fortuna im Bayerwald vor nächster Bewährungsprobe

Der SV Fortuna Regensburg tritt am Samstag um 15 Uhr beim seit sechs Spielen ungeschlagenen FC Sturm Hauzenberg an. Für Fortuna-Trainer Helmut Zeiml stehen sich hier zwei Mannschaften gegenüber, die „zu den besten fünf der Liga gehören werden, wenn alles normal läuft.“ Im Wissen um die Qualität des Gegners will Zeiml seine Mannschaft defensiver bis her einstellen. Dabei muss die gut eingespielte Abwehr der Fortuna auf Rechtsverteidiger Peter Martin verzichten. Diese Lücke soll der erst 20-jährige Felix Heindorfer schließen – ein Spieler, der repräsentativ für das Konzept der Regensburger steht: „Der Kern unserer Mannschaft ist seit zwei bis drei Jahren unverändert und sehr gut eingespielt. Von nun an wollen wir, dass junge Spieler Schritt für Schritt ihre Qualität in die Mannschaft einbringen.“ Die 16 Punkte aus sechs Spielen zeigen, dass dieses Konzept bisher aufgeht. Mit bereits 20 Toren hat vor allem die herausragende Offensive ihren Rhythmus gefunden. Doch Zeiml will in Hauzenberg „statt der zuletzt offensiven Spielweise eine taktisch verhaltene und defensiv klug agierende Mannschaft“ sehen. „Wir werden erstmal abwarten, was das Spiel bringt, aber ich gebe mich gegen einen Gegner von dieser herausragenden Qualität auch gerne mit einem Punktgewinn zufrieden“, stellt Zeiml klar.

Profi-Gastspiele fördern die Einsatz-Gier der Youngsters

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Nach diesem Motto hat der SSV Jahn Regensburg den ersten Punktverlust (2:2 gegen Hauzenberg) im sechsten Landesliga-Spiel aufgearbeitet. Am Sonntag um 15 Uhr strebt die Mannschaft beim ASV Burglengenfeld den erneuten Dreier an, mit dem sie die Führung im noch sehr dichten Spitzenfeld behaupten könnte. Trainer Yavuz Ak erwartet aber erhebliche Gegenwehr der Schützlinge von Mathias Bösl, die nach verletzungsbedingten Startschwierigkeiten auf dem Weg zur Normalform sind. „Dieses Oberpfalzderby hat lange Tradition und ist nicht ganz mit normalem Maßstab zu messen“, rechnet der Jahn-U21-Coach auch den Faktor Publikums-Unterstützung als zusätzliche Motivation für den ASV ein. „Meine Jungs sind darauf eingerichtet“, vertraut er auf den ständigen Lernprozess, der auch durch den engen Kontakt zum Profikader befördert wird. Wer aus diesem fast zeitgleich beim FC Ingolstadt geforderten Team abgestellt wird, entschied sich erst nach dem Abschlusstraining. Gegen Hauzenberg kamen erst die Torschützen Sebastian Stolze und Kevin Hoffmann in Halbzeit eins und danach Patrik Dzalto und Albion Vrenezi zum Einsatz. Dass das die Einsatz-Gier des U21-Kaders steigert, davon ist Ak überzeugt. Er vertraut dem ungebrochenen Ehrgeiz von Alexander Weidinger, Maximilian Wolf, Jakob Zitzelsberger, Andreas Kalteis oder Eduard Root.

TSV Bad Abbach steht in Hutthurm am Scheideweg

Der TSV Bad Abbach bestreitet am Samstag eine Partie mit richtungsweisendem Charakter. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SV Hutthurm (Beginn: 16 Uhr) können sich die achtplatzierten Kicker von der Freizeitinsel im oberen Tabellendrittel festkrallen. Im Falle einer Niederlage geht der Anschluss an das Spitzenfeld bis auf weiteres verloren. Die Bilanz beider punktgleicher Teams liest sich identisch: Nach sieben Spieltagen und anspruchsvollem Auftaktprogramm stehen jeweils vier Siege und drei Niederlagen. Abbach reagierte mit einem 3:1-Heimsieg gegen den FC Schwarzenfeld auf die 3:4-Niederlage in Donaustauf. „Mit diesem Sieg haben wir uns nach der Startphase in die Saison gut in der Liga behauptet“, sagt Coach Stefan Wagner. „Gleiches gilt für Gegner Hutthurm. Daher erwarte ich einen offenen Schlagabtausch. Beide Seiten werden auf Sieg gepolt sein. Vielleicht muss man nicht traurig sein, wenn am Schluss ein Punktgewinn steht.“ Gegen die robusten und konterstarken Hutthurmer dürfe man sich kaum Fehler im Spielaufbau erlauben, weiß Wagner. Dies sei zuletzt sehr gut gelungen – „und für Tore sind wir immer gut“. Auf Abbacher Seite fallen der Langzeitverletzte Florian Fischer, Tobias Doblinger (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) und Andreas Schröppel (Rotsperre) aus. Der Einsatz von Matthias Lang (Oberschenkelzerrung) ist fraglich.

TSV Kareth-Lappersdorf hat Tegernheim im Derby zu Gast

Es ist Derbyzeit auf Kareths Höhen: Am Samstag um 16 Uhr stehen sich der TSV-Kareth-Lappersdorf und der FC Tegernheim gegenüber. Während sich die Gastgeber am Feiertag Mariä Himmelfahrt ein 0:0 beim TSV Waldkirchen erkämpften, setzte es für die Gäste aus Tegernheim eine empfindliche 0:3-Heimschlappe gegen den SV Neukirchen/Hl. Blut. Jetzt liegt der Fokus der beiden Trainer Sepp Schuderer und Peter Dobler aber auf dem Derby. Der am Dienstag abwesende Schuderer war über das Resultat in Waldkirchen sehr erfreut: „Damit hätte ich nicht gerechnet, das ist mehr als nur einen Punkt wert. Großer Respekt an mein Team!“

Sepp Schuderer sagt über seine Trainerstation beim FC Tegernheim: „Es war eine schöne Zeit.“ Foto: Brüssel

Gegen den FC Tegernheim will er wieder auf bewährte Kräfte wie Michael Kirner und Thomas Rachner bauen. In der Favoritenrolle sehe er sein Team jedoch nicht. „Für uns wird es darauf ankommen, unsere eigenen Qualitäten ins Spiel zu bringen und laufstärker zu agieren als der Gegner“, gibt sich Schuderer optimistisch. Allerdings warnt er vor den vielen ehemaligen Jahn-Spielern im Kader der Gäste, die alle eine „gute Ausbildung genossen haben.“

Im Gästelager blickt man trotz dreier siegloser Spielen in Folge erwartungsfroh nach vorne: „Die Partie in Burglengenfeld war eine enge Kiste, der Auftritt gegen Neukirchen hingegen einfach schlecht. Jetzt wollen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen“, so FC-Coach Peter Dobler. Deswegen will man sich vor allem im Derby möglichst gut präsentieren, auch wenn die personelle Situation derzeit eher schlecht sei. „Wir haben einige angeschlagene Leistungsträger“, sagt Dobler. Yannick Grader, Benedikt Schmid und Martin Pietzonka scheinen sicher auszufallen, hinter Andreas und Stefan Meyer steht noch ein Fragezeichen. Die Stärken der Hausherren sind Dobler durchaus bewusst: „Sie agieren als Mannschaft sehr kompakt und spielen bei Ballgewinn schnörkellos nach vorne. “

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Gute Erinnerungen

  • Sepp Schuderer

    vom TSV Kareth-Lappersdorf stand von 2008 bis 2010 beim FC Tegernheim auf der Kommandobrücke. Dort habe er gute Freunde kennengelernt, mit denen er auch heute noch in Kontakt steht. Bevor es den heute 60-Jährigen zur Saison 2008/09 nach Tegernheim zog, stand er jahrelang beim VfB Bach an der Seitenlinie. Mit dem Wechsel nach Tegernheim wollte er sich selbst eine neue Marschrichtung setzen, auch um neue Erfahrungen zu sammeln. Beim FC Tegernheim habe er einiges hinzugelernt. „Es war eine schöne Zeit“, resümiert er. Einige Spieler des Gegners kennt er aus seiner Zeit als Stützpunkttrainer.

  • Peter Dobler

    vom FC Tegernheim kennt den TSV Kareth-Lappersdorf aus seiner Zeit als Trainer von 2010/11 bis 2013/14 nur allzu gut. Zuvor war er bereits als Jugendspieler und -trainer dort aktiv. Sein persönliches Highlight bei Kareth war der Aufstieg in die Landesliga 2011/12. Sein Abschied aus Lappersdorf hatte keine sportlichen Gründe, vielmehr wollte sich der 35-jährige Übungsleiter persönlich verändern und wechselte nach Abensberg. „An den TSV habe ich nur positive Erinnerungen“, sagt Dobler. Mehr als die Hälfte aller Akteure des Kontrahenten hat er bereits trainiert.

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