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Sport aus Regensburg
Mittwoch, 25. Mai 2016 22° 6

Schwimmen

Clemens Rapp setzt Glanzpunkte

Der international erfahrene Freistilmann ist in manchem Rennen eine Klasse für sich. Die neue SG Mittelfranken trumpft auf.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Clemens Rapp schwamm in seinen drei Rennen in Regensburg gute Zeiten. Fotos: Brüssel (2)

Regensburg. 20 Stunden lang ein Rennen nach dem anderen: Der Schwimm-Club Regensburg leistete an drei Tagen Schwerstarbeit für die 650 internationalen Teilnehmer im Westbad und hatte insgesamt 70 Helfer im Einsatz, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Am Ende freute sich der sportliche SCR-Leiter Claus Ludwig ein positives Fazit ziehen zu können: „Bei so einer Vielzahl an Starts punktgenau fertig zu sein, kriegen nicht viele Vereine hin. Wir haben nur Lob von allen bekommen.“

Auch sportlich war durchaus Nennenswertes dabei: Clemens Rapp, der Freistilmann mit Olympia-, WM- und EM-Erfahrung, schwamm auf seinen Strecken über 200, 400 und 1500 Meter erwatungsgemäß in einer eigenen Welt. „Seine 15:49 Minuten über 1500 Meter sind zwar vielleicht nicht Weltklasse, aber damit lag er fast zwei Minuten vor dem Zweiten“, erklärt Ludwig beim Blick in die Ergebnislisten.

Bei seinen anderen beiden Starts wurde der Heidelberger vom Leipziger Tobia Horn aber durchaus gefordert. „Der lag über 400 Meter nur acht Zehntel dahinter“, berichtet Ludwig. Mit 1:50,03 zu 1:52,03 hatte Rapp am Samstagnachmittag über 200 Meter seine beste Vorstellung abgeliefert. Auch Rapps Vereinskollege glänzte über 50 Meter Freistil mit einer Zeit unter 30 Sekunden. Das genauere Studium der Resultate zeigte auch, dass die seit September mit der SG Mittelfranken vollzogene Konzentration der Schwimm-Kräfte in Bayern in eine neue Dimension führt. 62 Goldmedaillen fischte der neue Zusammenschluss in Regensburg aus dem Wasser: Leipzig folgte mit 39 auf Rang zwei. Die Stadtwerke München, wie Nürnberg und Würzburg bayerische Stützpunkte, schafften 35 erste Plätze.

Und die Gastgeber vom Schwimm-Club Regensburg, die die meisten Meldungen abgegeben hatten, kamen auf 18 Siege. „Das zeigt schon, dass noch etwas zu tun ist“, sagt Claus Ludwig. Dennoch machte er, der bis 2020 mit dem neuen Cheftrainer Peter Fischer (siehe eigene Geschichte) die Geschicke in erfolgreichere Bahnen lenken will, Hoffnungsschimmer aus: „Die Ergebnisse aus den Jahrgängen 2003, 2004 oder 2005 machen mich zuversichtlich. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Wir müssen jetzt nur ein wenig Geduld haben und Schritt für Schritt vorwärts gehen, dann kriegen wir das hin.“

Mit Mareike Förster setzte auch eine Mittelfranken-Schwimmerin über 200 Meter Brust ein starkes Ausrufezeichen: Mit ihrer Zeit von 2:36,65 Minuten lag die Jugend-EM-Fahrerin rund elf Sekunden vor der Zweiten.

Die sportlichen Ansprüche will der Regensburger Klub steigern, die organisatorischen sind nur schwer steigerbar. „Für das Arena-Meeting im Mai haben wir aber den Samstag komplett angemietet“, sagt Claus Ludwig, „sonst wird es zu voll“. Den Ratisbona-Cup 2015 will Ludwig ähnlich terminieren. „Am Ende des Jahres will jeder noch einmal etwas für die Bestenliste tun.“

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