mz_logo

Sport aus Regensburg
Sonntag, 26. März 2017 13° 3

Ungezwungen

Duo öffnet Überraschungskisten

Claudia Hoffmann unterbietet ihre uralte 400-Meter-Bestzeit, Robin Schembera auf den 800 Metern nahe der EM-Norm.
Von Felix Jung, MZ

  • Robin Schembera (in Rot) erst in Lauerstellung, dann an Sebastian Keiner (vorne) vorbei Fotos: Brüssel
  • Claudia Hoffmann kann ihre Zeit im ersten Moment nicht fassen.

Regensburg.Selbst ihr DLV-Disziplin-Trainer Tobias Kofferschläger stand kopfschüttelnd vor Claudia Hoffmann. Die 28-Jährige aus Potsdam hatte gerade für das bemerkenswerteste Ergebnis der Regensburger Gala gesorgt. Sie unterbot über die 400 Meter in 51,65 Sekunden – das ist unter der EM-Norm – ihre persönliche Bestzeit, die bei 51,79 lag. Vor vier Jahren hatte Hoffmann diese erzielt!

Eigentlich ist es ja beschlossene Sache, dass die Athletin vom SC Potsdam auf den 800 Metern Fuß fasst. Doch vorgestern fühlte sie sich bereits beim Aufstehen bärenstark. „Ich dachte mir, nimm’s heute mal locker und ärgere die anderen mal ein wenig auf den 400 Metern“, erzählte sie, wie „tierisch“ sie dann doch von ihrer Leistung überrascht war. Die 800 oder doch wieder die 400 Meter? Sie habe mittlerweile beide Strecken lieb gewonnen. Ein Dank ging schließlich an ihre „Mutti“. Immer wenn sie zu Hause sei, werde der Kopf frei, erklärte die 28-Jährige.

Aufgeregt tigerte Robin Schembera im Startbereich umher. Kein Wunder, die Saisonpremiere im niederländischen Hengelo verlief nicht nach Wunsch. Der Deutsche Meister über die 800 Meter blieb mit 1:47,76 Minuten dort deutlich über der EM-Norm (1:46,00). In Regensburg konnte sich der Leverkusener auf seinen starken Schlussspurt verlassen. Lange Zeit hielt er sich vornehm zurück. Alles Berechnung, wie sich später herausstellte: „Ich habe mir heute vorgenommen, langsamer anzurollen“, erklärte Schembera. Am Ende reichte es in 1:46,40 Minuten knapp hinter Jimmy Adar (Uganda) zu Platz zwei.

„Das wird schon noch“, glaubt er, dass es für Barcelona Ende Juli reichen wird. Eigentlich sei dieses EM-Jahr eine Testjahr für ihn. Im April war Schembera einen Monat lang im Höhentraining in Marokko. „Ein Experiment“, sagt er. Er sei kein Ausdauertyp, aber auch das müsse man mal ausprobieren. Momentan fühle er sich eher wie ein 5000-Meter-Läufer. Begeisterung klingt irgendwie anders.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht