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Sport aus Regensburg
Donnerstag, 29. September 2016 24° 3

Leichtathletik

Eine Wohlfühl-Gala mit Sternchen

Nationale Elite, internationale Top-Sprinter: Es ist alles angerichtet für die Sparkassen-Gala amSamstag in Regensburg.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Sprinterin mit großer Vergangenheit und großen Bestzeiten: Muriel Hurtis ist am Samstag in Regensburg am Start. Foto: dpa

REGENSBURG. Es war die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die der Leichtathletik-Gala in Regensburg einen Kick gab. Als sich niemand traute, als Veranstalter für eine Europacup-Ausscheidung aufzutreten, weil alles die erdrückende Dominanz des Fußballs fürchtete, rafften sich Kurt Ring auf und die Leichtathletik-Gemeinschaft und gingen das Wagnis ein. Die Rechnung ging auf: Unterstützt vom Verband kam ein bis dahin für hiesige Verhältnisse einmaliges Starterfeld zustande, geboten wurden tolle Leistungen – schwupps, war ein dauerhafter Sport-Höhepunkt für die Region geboren.

Der geht am Samstag zum fünften Mal in dieser Form über die Bühne, heißt im dritten Jahr Sparkassen-Gala und findet heuer eine Woche vor der Fußball-WM statt. Das Vorprogramm beginnt im Stadion der Universität Regensburg um 9.30 Uhr, die nationale Elite – und noch ein Stückchen mehr – ist in neun Frauen- und elf Männer-Disziplinen sowie zwei Sprintstaffeln über 4 x 100 Meter ab 16 Uhr zu sehen. Erst Breiten-, dann Spitzensport: Zusammen sind wieder um die 1000 Starter dabei. „Die Nähe zum Sportler ist es, was diese Gala ausmacht“, sagt Franz-Xaver Lindl, der Vorstandsvorsitzende des Namensgebers Sparkasse.

„Das wird die schönste Gala, die wir je hatten“, sagt Meeting-Direktor Kurt Ring. „Ob es die beste wird, entscheiden die Athleten. Aber 2006 ist schwer zu übertreffen.“ Damals gab es deutsche Jahresbestleistungen auf dem Niveau der späteren EM in Göteborg – auch diesmal ruft eine EM, jene in Barcelona (26. Juli bis 1. August). Vor allem aber ist es die deutsche Qualifikation für den inzwischen „renovierten“ Europacup, der jetzt Team-Europameisterschaft heißt, und bei dem Deutschland am 19./20. Juni im norwegischen Bergen Titelverteidiger ist.

Bekannt ist Regensburg inzwischen auch ohne große Finanz-Ausstattung als eines der bedeutendsten Meetings Deutschlands. Bekannt ist der Klub LG Telis Finanz für Talente wie Susi Lutz, Corinna Harrer und Christiane Danner, Michelle Weitzel oder Philipp Pflieger. Berühmt ist Regensburg für den Sprint. „Der Ruf der Bahn ist legendär“, sagt Kurt Ring. Dort werden 2010 nicht nur Deutschlands Beste, sondern auch Top-Athleten aus Frankreich und Großbritannien flitzen.

Über 100 Meter stehen elf Männer in der Starterliste, die mit 10,30 Sekunden – der deutschen EM-Norm – und schneller gemeldet sind. Das bringt es mit sich, dass ein internationaler und ein nationaler Endlauf ausgetragen werden. Bei den Männern tritt etwa der britische Staffel-Olympiasieger von 2004, Marlon Devonish (24), an. Bei den Frauen verführt die Französin Muriel Hurtis (31, 100-Meter-Bestzeit 10,96) zu Gedankenspielen. Namen, die Ring ins Träumen bringen: „Bestzeiten von 10,06 und 20,08: Ich mag gar nicht daran denken, dass bei einer Männer-Zeit eine 9 oder 19 vorne stehen könnte. Eine 10er-Zeit bei den Frauen wär’ auch mal was.“

Wobei Regensburg vor allem eine Bühne für deutsche Athleten sein soll. „Wir wollen die nationale Spitze, garniert mit Top-Europäern und dem einen oder anderen internationalen Sternchen“, sagt Ring. „Und wir wollen ein Wohlfühl-Gefühl vermitteln.“ Das Wohlfühl-Gefühl der Veranstalter ließe sich mit Zuspruch erzielen: 2000, 3000 Zuschauer sind üblich. Verdient hätte die Vier-Stunden-Show mehr.

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