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Sport aus Regensburg
Sonntag, 26. März 2017 13° 3

REGENSBURG.

Fluch und Segen

Während Kristina Gadschiew jubelt, rätseln Tim Lobinger und Alexander Straub über die Männer-Ergebnisse.

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Kristina Gadschiew jubilierte: 4,55 Meter bedeuteten für die Siegerin persönliche Bestleistung, WM-Norm und einen Stabhochsprung in für sie neue Gefilde. „Ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass solche Höhen für mich doch nicht das Ende der Welt sind.“

Derweil haderten die erstplatzierten Tim Lobinger (5,50 m) und Alexander Straub (5,40) mit ihren Leistungen, die weit hinter der geforderten Qualifikationshöhe für Berlin (5,70 m) blieben. „Hier ist außer Lars Börgeling früher mal noch nie jemand von uns richtig hoch gesprungen. Irgendwann müssen wir den Fluch von Regensburg ja mal besiegen“, sagte Lobinger. „Selbst die 5,70 sind doch für uns nur ein Punkt zum Abhaken: Wir wollen ja höher hinaus“, sagte Straub nach seinem vierten Wettkampf. „Jetzt heißt es aber, geduldig zu bleiben.“

Auf dem Neupfarrplatz hatte an Pfingsten Lobinger noch 5,63 m bewältigt, jetzt rätselt er ein bisschen über die Forkurve der gesamten deutschen Männer-Szene. „In Schulnoten ausgedrückt ist das nur ein Befriedigend“, sagt Lobinger. Auch Straub sprang nicht so, wie er sich fühlte. „Ich hätte die Norm gerne abgehakt, hatte aber Probleme im Anlauf“, sagte er.

Tim Lobinger äußerte dazu eine Idee, wie die Stadion-Problematik zu beheben wäre. „Regensburg ist ein Lauf-Mekka: Die haben hier fast immer Superbedingungen, bei uns ist das eher die Ausnahme.“ Der Wind stehe zu oft im Weg. „Da hat es den Alex heute noch mehr erwischt als mich. Wir kommen gerne hierher, aber vielleicht sollten wir mal überlegen, ob wir statt des Weitsprungs vor der Haupttribüne springen könnten.“ Übrigens: Lobinger und Straub schafften es gerade noch, ihre Stäbe vor dem großen Regen wegzuräumen. Hätten sie die 5,60 übersprungen, hätte die 30-minütige Pause für Erschwernis gesorgt.

Gadschiew hatte all diese Gedanken nicht. „Ich freue mich, dass ich die Norm habe. Aber bei der WM sehe ich mich noch nicht. Da sind noch genügend andere, die die 4,55 springen können“, sagte die Vielspringerin, die jetzt hofft, am Sonntag beim Istaf Berliner Luft probeschnuppern zu dürfen.

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